Urlaub auszahlen lassen nach Kündigung Ende nächsten Monats?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Wann die Urlaubs­ab­geltung erlaubt ist

§ 7 Bundes­ur­laubs­gesetz (BUrlG) sieht die Möglichkeit vor, dass Arbeit­nehmer sich ihren Urlaub auszahlen lassen. Das kann aber nicht auf bloßen Wunsch des Angestellten erfolgen, sondern ist dann möglich, wenn https://www.advocard.de/streitlotse/arbeit-und-karriere/urlaubsanspruch-bei-kuendigung-dies-steht-ihnen-zu/" target="_blank">bei einem bald endenden Arbeits­ver­hältnis Resturlaub besteht, der nicht mehr genommen werden kann. Zum Beispiel kann der Fall eintreten, dass Arbeit­nehmer und Arbeit­geber einen https://www.advocard.de/streitlotse/arbeit-und-karriere/im-aufhebungsvertrag-auf-abfindung-einigen-dies-sollten-sie-beachten/" target="_blank">Aufhe­bungs­vertrag mit sofor­tiger Wirkung schließen, sodass kein Urlaub mehr möglich ist. Unter Umständen benötigt der Arbeit­geber nach einer Kündigung die Dienste des Angestellten während der verblei­benden Arbeitstage und möchte ihm deshalb den Urlaub ganz oder teilweise auszahlen. Auch bei einer frist­losen Kündigung ist der https://www.advocard.de/arbeitgeber-rechtsschutz/" target="_blank">Arbeit­geber zu einer Urlaubs­ab­geltung verpflichtet.

Da der Urlaub der Erholung des Arbeit­nehmers dient, ist eine frei gewählte Auszahlung im Bundes­ur­laubs­gesetz nicht vorge­sehen. In der Praxis kommen solche Absprachen aber gelegentlich vor.

 

https://www.advocard.de/streitlotse/arbeit-und-karriere/urlaub-auszahlen-lassen-wann-es-moeglich-ist/

Urlaub darf nur bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt werden, wenn dieser aus betrieblichen oder persönlichen Belangen vorher nicht als Freizeitausgleich gegeben werden kann. Freizeitausgleich geht immer vor Abgeltung.

Ist die Person denn sicher, dass sie Anspruch auf die 30 Urlaubstage hat? Ich gehe davon aus, dass die Person die Wartezeit von sechs Monaten erfüllt hat.

Was steht denn zum Urlaubsanspruch im Arbeitsvertrag, bzw. gilt ein Tarifvertrag? Gibt es dort eine "Zwölftelregelung"? Wenn ja, hat der AN, da er in der zweiten Jahreshälfte ausscheidet Anspruch auf den vollen gesetzlich vorgeschriebenen Mindesturlaub von vier Wochen. Bei einer Arbeitszeit von fünf Tagen/Woche sind das 20 Urlaubstage.

Mit der "Zwölftelregelung" stehen dem AN auch 20 Urlaubstage zu.

Den vollen vereinbarten Urlaub kann man nur dann verlangen, wenn es keine "Zwölftelregelung" gibt. Bei einem neuen AG hat man allerdings dieses Jahr dann keinen Urlaubsanspruch mehr, da § 6 BUrlG Doppelansprüche ausschließt.

Urlaub, der zum Ende des Arbeitsverhältnisses nicht genommen ist, wird finanziell abgegolten. Das ist so in § 7 des Bundesurlaubsgesetzes geregelt.

Oftmals kann der Urlaub einfach nicht mehr eingebracht werden. Also ist er wenigstens finanziell zu gewähren.

Den vollen Anspruch schon mal gar nicht, das Jahr ist ja noch nicht rum. Wenn, dann kannst du den anteiligen Urlaub nehmen oder dir die verbleibenden anteiligen Urlaubstage auszahlen lassen. 

DerCaveman 11.07.2017, 08:26

Den vollen Anspruch schon mal gar nicht, das Jahr ist ja noch nicht rum.

Aber das erste Halbjahr ist rum. Wenn das Arbeitsverhaeltnis laenger als 6 Monate gedauert hat, steht ihm sehr wohl der volle Jahresurlaub zu, zumindest aber der gesetzliche von 4 Wochen. So will es das Bundesurlaubsgesetz. 

1
wilees 11.07.2017, 08:30

Doch ( hier ) nach dem 1. Juli soweit der AN zu diesem Zeitpunkt seit mindestens 6 Monaten beschäftigt war.

0

Was möchtest Du wissen?