Urlaub, Arbeitszeit, Arbeitsweg, Medikamentöse Behandlung und schwere Behinderung?

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5 Antworten

Im Ausbildungsvertrag stehen mir 2016 ab 01.08 bis Ende des Jahres 10
Urlaubstage zu 2017 sind es 25 2018 auch 25 2019 bis zum 31.07 sind es
15. 

D.h. du erhältst den gesetzlichen Mindesturlaub. Das ist grundsätzlich i.O., ausser es gibt einen anders lautenden Tarifvertrag.
Wenn ich das richtig erinnere hast Du als Schwerbinderte Anspruch auf 5 zusätzliche Urlaubstage im Jahr.  Diese zusätzlichen Tage anteilig für 2016 bzw. 2019 müssten auch gewährt werden.

Siehe hierzu:

https://www.integrationsaemter.de/Fachlexikon/Zusatzurlaub/77c3648i1p/index.html

Auch hier kannst Du wohl Fragen stellen:

Info-Telefon für Menschen mit Behinderungen
030 221 911 006

40 Std. Woche ist eine Regelarbeitszeit.

Welchen Beruf wirst Du erlernen?

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Hannahhidan 17.04.2016, 22:12

Vielen Dank Ich fange meine Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement an. Ich werde da mal anrufen und noch ein paar kleine Fragen klären. Nochmal vielen Dank :)

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Sonderurlaub wegen der Schwerbehinderung steht dir zu. allerdings erst, wenn du deinem Arbeitgeber deine Schwerbehinderung nachweist. hierzu eine Kopie des Schwerbehindertenausweises einreichen. § 125 SGB IX Zusatzurlaub


eine Schwerbehinderung hat keinen Einfluss auf die Arbeitszeit. wenn du diesen Vertrag so unterschreibst, dann musst du auch so arbeiten. hier gibt es keine "Vergünstigungen".

der Arbeitgeber muss auch keine Fahrtkosten zur Arbeit übernehmen. wenn er das tut, dann aus Kulanz. verpflichtet ist er zu nichts. ggf. könntest du bei der Deutschen Rentenversicherung anfragen, ob die Möglichkeit besteht, im Rahmen einer Teilhabe am Arbeitsleben Kosten erstattet zu bekommen. und wenn alle Stricke reißen, bleibt noch die Steuererklärung. hier solltest du sowieso beim Finanzamt einen Antrag auf einen Freibetrag wegen deiner Behinderung stellen.

für die ärztliche Behandlung musst du dir vom Krankenhaus/Arzt eine Krankmeldung geben lassen. dann zahlt der Arbeitgeber ganz normal deinen Lohn weiter. aber Achtung. in den ersten 4 Wochen deiner Ausbildung nicht. da tritt dann die Krankenkasse mit Krankengeld ein.

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Ich gehe davon aus, dass du deinem Arbeitgeber bereits deine Schwerbehinderung nachgewiesen hast.

Du hast dann einen Nachteilsausgleich von 5 Tagen mehr Urlaub. Die Arbeitszeit bleibt gleich und Fahrtweg  geht zu deinen Lasten. 

Für die Behandlung wirst du von deinem Arzt sicher krank geschrieben, oder?

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- Es gibt gesetzliche Regeln bzgl. des Urlaubsanspruches von Schwerbehinderten - google hilft. Die Reduzierung für 2016 und 2019 ist wohl dem geschuldet, dass du da jeweils nicht 12 Monate arbeitest, sondern weniger.

- Den Weg zu Arbeit musst du in jedem Fall aus eigener Tasche bezahlen. Du kannst das aber in der Steuererklärung geltend machen. Wenn du mehr absetzen kannst als du verdienst, dann lass dir einen Verlustvortrag festsetzen. Wenn du dann später mehr verdienst, kannst du den dann aufbrauchen. 

- 8 Std. sind 8 Std.

- Ob die "Krankenhauszeit" nachgearbeitet werden muss kann dir wahrscheinlich nur ein Anwalt sagen. Aber erst mal nett fragen ist immer ein guter Anfang :)

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