Urlaub abgezogen trotz Kinderbetreung?

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3 Antworten

Grds. stellt eine Geburt für den werdenden Vater einen sog. Verhinderungsgrund dar, der nach § 616 BGB eine Freistellung mit Entgeltfortzahlung rechtfertigt :-O

Das Bürgerliche Gesetzbuch schreibt keine bestimmte Dauer für den Sonderurlaub vor, sondern nur, dass der Anspruch auf Freistellung auf eine "verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit" besteht.

Je nach Betriebsvereinbarung, Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag und abhängig von der Beschäftigungsdauer können das 7 Tage sein - oder eben nur 1 Tag.

Um Rechtsnachteile zu vermeiden, würde ich nach Prüfung der anwendbaren Bestimmungen sofort den AG hierzu befragen und ggf. meine Arbeit wieder aufnehmen und die von der KK bezahlte Hilfe in Anspruch nehmen.

Es muss dich keinesfalls von der Arbeitspflicht nach deinem Belieben und aufgrund der Atteste deiner Frau entbehren :-(

Die Inanspruchnahme der Elternzeit, auch anteilig oder nur durch dich, ist dir unbenommen.

G imager761

Alfaboerner 26.11.2011, 10:53

vielen dank für die anschauliche erklärung. schade das das so ist. ich werde das gespräch suchen und wenigsens die wochenbettzeit im krankenhaus als unbezahlt und verhindert erklären. mal sehen was die gf sagt. im übrigen bin ich 12 jahe im unternehmen tätig. klar denen fehlt dann meine arbeitsleistung sprich umsatz. dann noch die 2 monate elternzeit für papa. das ist schn biter für die arbeitgeber. ich hoffe das die gf einlenkt und sich etwas sozial zeigt. ich bedanke mich für ihre hilfe und verbleibe freundlichst.

björn

entschuldigen sie dioe schreibweise aber ich habe den säugling im arm :-)

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imager761 26.11.2011, 14:13
@Alfaboerner

entschuldigen sie dioe schreibweise aber ich habe den säugling im arm :-)

Schönes Gefühl, oder?

dann noch die 2 monate elternzeit für papa.

Dass ist von der Gesellschaft und der Politik gewolltes geltendes Recht, dass man ohne schlechtes Gewissen beanspruchen kann.

klar denen fehlt dann meine arbeitsleistung sprich umsatz.

Bezogen auf den Sonderurlaub zur Geburt sollte man es daher nicht übertreiben oder sich die Tage mit in die Elternzeit nehmen.

Mütter fallen erheblich länger als Arbeitskraft aus (Mutterschutz) und das muss ein AG auch kompensieren können :-)

Danke für HA, Papa!

G imager761

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Du hast einen Vertrag mit Deinem AG, musst dort grundsätzlich die geschuldete Arbeitsleistung erbringen und bekommst dafür Gehalt.

Wenn Du dann selbst entscheidest, hier einen anderen Job auszuführen - als freiberufliche Haushaltshilfe - dann ist das ein Verstoss gegen Deine arbeitsvertraglichen Pflichten und darauf könnte Dein AG sogar mit einer Abmahnung und Kündigungsdrohung reagieren.

Wenn er die Zeit "nur" als Urlaub verrechnet, dann war er Dir sogar schon entgegengekommen.

Nein. Dein Jahresurlaub ist mit dir abzustimmen, lt. Bundesurlaubsgesetz.

Alfaboerner 26.11.2011, 09:45

ok. muß dann mein arbeitgeber den unbezahlten urlaub in meine fall gewähren? gruß björn

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