Urlaub & Überstunden Wegen Kündiung auszahlen lassen. Arbeitsrecht

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4 Antworten

Da Du in der zweiten Jahreshälfte ausscheidest hast Du nach § 4 Bundesurlaubsgesetz Anspruch auf den kompletten gesetzlichen Mindesturlaub von vier Wochen.

Das bedeutet, der AG muss Dir den kompletten Resturlaub auszahlen wenn Du diesen nicht bis zum Ende der Kündigungsfrist nehmen kannst (§ 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz).

Du solltest aber bedenken, dass Du dann für dieses Jahr keinen Anspruch mehr auf Urlaub beim neuen AG hast. Der § 6 BUrlG schließt Doppelansprüche aus.

Du kannst Dir also aussuchen ob Du den Urlaub für das ganze Kalenderjahr in Anspruch nimmst oder ob Du 7/12 der 20 Urlaubstage anrechnen lässt. Überstunden werden auch mit der letzten Abrechnung vergütet.

Was ist übrigens "VJ Url. üb -1? Sollte der AG Dir im alten Jahr schon neuen Urlaub abgezogen haben, ist das unzulässig. Man kann Urlaubsanspruch der erst entsteht nicht im vorherein nehmen/gewähren.

Tumasz 29.06.2014, 18:29

Hmm

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Tumasz 29.06.2014, 18:31

Verstehe ich das Richtig das ich mir 13 Tage auszahlen lassen kann ? ich dafür aber beim neuen Arbeitgeber (Komplett andere Branche) von 01.08 bis ende des Jahres kein Urlaub mehr bekomme ?

Das mit -1 ist stimmt da ich dringend Urlaub gebraucht habe und ich mich so mit dem AG geeinigt habe

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Hexle2 29.06.2014, 20:13
@Tumasz
Verstehe ich das Richtig das ich mir 13 Tage auszahlen lassen kann ? ich dafür aber beim neuen Arbeitgeber (Komplett andere Branche) von 01.08 bis ende des Jahres kein Urlaub mehr bekomme ?

Das verstehst Du richtig. Dein AG ist verpflichtet eine Urlaubsbescheinigung auszustellen. Wenn Du dann den kompletten Jahresurlaub beansprucht hast, braucht der neue AG Dir für dieses Jahr keinen Urlaub mehr gewähren (§ 6 Bundesurlaubsgesetz).

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Urlaub muss nur dann ausgezahlt werden, wenn eine Abgeltung in Freizeit nicht mehr möglich ist. Der Urlaub soll zu Regeneration genutzt werden. Das ist das vorrangige Ziel.

Hexle2 01.07.2014, 05:58

Das war nicht die Frage! Zudem ist der Fragesteller lt. eigener Aussage voraussichtlich bis Ende der Kündigungsfrist arbeitsunfähig womit sich Deine Bemerkung erledigt hat.

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wäre das so ok ?

Kündigung meines Arbeitsvertrages vom 29.10.2013

hiermit kündige ich den o.g. Arbeitsvertrag unter Berücksichtigung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist laut §622 BGB zum 01.08.2014

Ich habe mich aus privaten Gründen dazu entschlossen, das Arbeitsverhältnis nicht weiter fortzuführen.

Da ich in der zweiten Jahreshälfte bzw. nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses ausscheide (§ 4 Bundesurlaubsgesetz) und meinen Resturlaub vorrausichtlich wegen meiner Erkrankung nicht nehmen kann, beantrage ich Zeitgleich die Auszahlung meiner verbleibenden 8 Tage des Resturlaubes laut § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz und meiner Überstunden Auf das Ihnen bekannte Konto.

Bitte senden Sie mir meine Arbeitspapiere sowie ein qualifiziertes Zeugnis an die oben aufgeführte Adresse. Ich bedanke mich für die angenehme Zusammenarbeit und wünsche Ihnen und Ihrem Unternehmen weiterhin viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen,

Hexle2 29.06.2014, 20:24

Schreib nach :" ..laut § 622 BGB noch ein - fristgerecht - zum..." rein

Wo nimmst Du jetzt 8 Tage Resturlaub her? Wenn Du den ganzen Urlaubsanspruch willst, sind das ja 13 Tage. Nimmst Du nur 7/12 des Jahresurlaubs um beim neuen AG noch Urlaub zu bekommen hast Du nach meiner Rechnung noch 5 Urlaubstage gut:

7/12 von 20 Urlaubstagen sind nach meiner Rechnung 11,666 Urlaubstage die auf 12 Tage aufgerundet werden müssen. Davon hast Du schon 7 Tage genommen, bleiben 5 Tage Resturlaub und beim neuen AG den Teilurlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz für jeden vollen Monat bis Ende des Jahres.

Wenn Du den Teilurlaub statt dem Vollurlaub nimmst, kannst Du Dir das mit der zweiten Jahreshälfte, dem sechsmonatigen Bestehen des Arbeitsverhältnisses und den Verweis auf § 4 BUrlG sparen.

Ansonsten ist die Kündigung in Ordnung

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Tumasz 29.06.2014, 20:47
@Hexle2

20 Tage sind es Insgesammt. Letzte Abrechung war vom Mai. wo ich noch 13 Tage drin habe.

Ich hatte bis zum 6 juni Urlaub (diese sind nicht in der abrechung vom mai dabei) . (5 Arbeitstage) 13 - 5 macht 8 Tage

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Tumasz 29.06.2014, 20:52
@Hexle2

Ich brauche dieses Jahr sowieso keinen Urlaub mehr. darum will ich mir alles auszahlen lassen. Außerdem habe ich beim neuen AG 6 Monate Probezeit in der man sowieso keinen Urlaub bekommt ?

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Hexle2 29.06.2014, 20:59
@Tumasz
Ich brauche dieses Jahr sowieso keinen Urlaub mehr. darum will ich mir alles auszahlen lassen

Dann ist das in Ordnung. Von den im Juni genommenen Tagen hattest Du aber vorher nichts geschrieben.

 Außerdem habe ich beim neuen AG 6 Monate Probezeit in der man sowieso keinen Urlaub bekommt ?

Das stimmt so nicht. Der AG braucht Dir in den sechs Monaten keinen Urlaub gewähren. Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat würdest Du aber trotzdem erwerben. Dieser Urlaubsanspruch muss nach dem Bundesurlaubsgesetz bis zum Jahresende genommen werden oder er kann wegen dringender betrieblicher Belange oder in der Person des AN liegenden Gründe bis zum 31. März des Folgejahres übertragen werden. Der neue AG hätte also die Möglichkeit Dir z.B. am Jahresende Deinen Urlaubsanspruch (so Du ihn denn hättest) aus den gearbeiteten Monaten zu gewähren. Viele AG machen das auch. Dass der AG den Urlaub in den ersten sechs Monaten nicht geben muss bedeutet nicht, dass er dies auch nicht kann/darf.

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