Urkundenfälschung und fahren ohne Fahrerlaubnis, bisher noch keine Strafe. - kann ich den Führerschein trotzdem machen?

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6 Antworten

Ob und wann du den Führerschein erwerben kannst, hängt vom Straßenverkehrsamt ab. Das Straßenverkehrsamt kann in Eigenregie entscheiden, ob es aufgrund einer Verurteilung wegen fahren ohne Fahrerlaubnis Zweifel an deiner Fahrtauglichkeit hegt. Wahrscheinlich wirst du bevor du den Führerschein erwerben darfst, an einer MPU teilnehmen müssen, wobei im Rahmen dessen, ein verkehrspsychologisches Gutachten von dir angefertigt wird. Dieses wird dann mit aller Wahrscheinlichkeit ausschlaggebend für das Straßenverkehrsamt und deren Entscheidung sein.

Viele Grüße,

Timmy


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Hallo,

ich fürchte, die Arbeitsstelle kannst Du knicken. Nach dem, was Du Dir geleistet hast, wird es eine Weile nichts mit dem Führerschein. Da waren durchaus Straftaten darunter, die wohl mehr als nur den erhobenen Zeigefinger eines Richters nach sich ziehen können.

Du solltest anfangen, Dein Leben neu zu ordnen und Deine Prioritäten zu überdenken.

Alles Gute,

Willy

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Kommentar von DiplomAnwalt
05.02.2016, 21:16

Deine Moralvorstellungen gehen wohl doch etwas zu weit von der strafrechtlichen und zivilrechtlichen Praxis auseinander.

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Man wirft Dir sicher 3 Straftaten vor:

  • Fahren ohne Fahrerlaubnis
  • Kennzeichenmissbrauch bzw. auch Urkundenfälschung
  • Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz

Mit dem Strafbefehl ist in der Regel erst 2-4 Monate nach der Tat zu rechnen. Erst dann wirst Du genau wissen was auf Dich zu kommt. Rechnen solltest du aber mit einer Geldstrafe von 30-50 Tagessätzen und einer isolierten Sperrfrist für die Fahrerlaubnis von ca. 12 Monaten.

So lange das Strafverfahren nicht abgeschlossen ist wirst Du auch nicht zur Prüfung zugelassen werden. Wird im Urteil eine Sperrfrist ausgesprochen musst Du diese natürlich auch erst abwarten.

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Bitte nimm nie wieder eine Vorladung zur Polizei als Beschuldigter vor. Das ist keine Pflicht und bringt oft nur Nachteile.

Generell solltest du bei Polizisten nicht den verbalen Wasserfall machen. Mach als Beschuldigter immer nur Angaben nach § 111 OwiG oder zeige deinen Personalausweis vor. Zu mehr bist du nicht verpflichtet.

http://www.anwalt.de/rechtstipps/pflicht-zum-erscheinen-bei-der-polizei-zur-zeugenaussage-was-tun-als-gefaehrdeter-zeuge_069447.html

https://www.gesetze-im-internet.de/owig_1968/__111.html

Niemand muss sich selbst belasten. Ein Schweigen stellt niemals ein Schuldeingeständnis dar.

Wenn du Beschuldigter bist, solltest du ( musst aber nicht ) bei der Polizei mündlich vor Ort, aus deiner Wohnung heraus oder im Revier nur Angaben machen, wenn du stichhaltige Argumente, Beweise, Alibis oder Zeugen hast, die deine Unschuld zu 100 % bestätigen.

Ansonsten keine Angaben zum Tatvorwurf machen.

Eine Vorladung von der Staatsanwaltschaft ( die befolgt werden muss ) wirst du eher nicht bekommen, weil diese selten ist. Bei Ersttätern kann die Wahrscheinlichkeit einer solchen Vorladung jedoch höher sein.

Die Polizei schickt deine Ermittlungsakte nun an die Staatsanwaltschaft. Diese entscheidet, ob das Verfahren zur Anklage führt ( § 170, Absatz 1 StPO ) oder ob sie das Verfahren wegen Geringfügigkeit ( § 153 StPO ) mangels hinreichenden Anlaß einstellt. ( § 170, Absatz 2 StPO )

https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__170.html

https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__153.html

Ich gehe davon aus, dass du auch zum Tatzeitpunkt schon 21 Jahre alt warst. Dies würde die Anwendung des Erwachsenenstrafrecht rechtfertigen.

Zwecks der Urkundenfälschung kommt für dich § 267, Absatz 1 StGB in Betracht. Beim Fahren ohne Führerschein kommt für dich § 21, Absatz 1, Satz 1 StGB in Betracht.

http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__267.html

http://www.gesetze-im-internet.de/stvg/__21.html

Die Urkundenfälschung kann in dem Fall mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe und das Fahren ohne Führerschein mit bis zu 1 Jahr Freiheitsstrafe belegt werden.

Wenn du auch vor Gericht geständig bist, wird wohl eine kleine Geldstrafe heraus kommen. Auf keinen Fall bekommst du eine Freiheitsstrafe. Auch keine zur Bewährung.

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Kommentar von Synek
05.02.2016, 21:23

Vielen Dank, womit müsste ich eigentlich bezüglich des verbotenen Gegenstandes rechnen?

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Was erwartest du denn was dann passiert? Du hast einen Vertrag unterschrieben, dass du einen "Führerscheinausbildung" möchtest und dass du die Voraussetzungen dafür hast.

Zum Thema Strafe, lese mal hier nach:

https://www.bussgeldkatalog.org/fahren-ohne-fuehrerschein/

Eine Kleinigkeit ist das sicher nicht....

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Die Mühlen der Justiz arbeiten laaangsam. Abgesehen davon ist die Nummer zu schräg um glaubwürdig zu sein. Ich halte dich für einen Troll!

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Kommentar von Synek
05.02.2016, 19:34

Ich bin kein Troll, was genau ist an der Nummer zu schräg um glaubwürdig zu sein?

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