Urknall Expansion ganz genaue Geschwindigkeit?

4 Antworten

Es gibt so viele Theorien. Auch welche, die völlig ohne Urknall auskommen wie die so genannte ekpyrotische Theorie. Oder eine "Urprall"-Theorie, bei der Quantentrümmer eines Vorgänger-Universums aufeinander prallen und die sich auf die Schleifenquantentheorie stützt. Dann das berühmte Multiversum in zahlreichen Varianten, nach dem wir einfach eines von vielen Universen sind, ganz spektakulär mutet auch die Theorie vom Zusammenstoß im zehndimensionalen Raum an oder die Theorie von der Singularität, die ein neues Universum schaffen soll. Andere Kosmologen behaupten, die Entstehung des Universums sei ohne Urknall undenkbar, doch auch hierfür gibt es zahlreiche Varianten. Insgesamt ist die Menge an Theorien zur Entstehung unseres Universums so groß wie die Anzahl der kreativen Wissenschaftler. Die so genannte Steady-State-Theorie, nach der das Universum schon immer bestanden haben soll, ist kaum noch zu vertreten, doch dass die Standard-Theorie dabei ist, durch ständige Korrekturen und Anpassungen völlig zu verwarzen und unterzugehen, ist kaum zu leugnen. Kurz gesagt: Wir haben keine Ahnung, was da wirklich passiert ist und was heute passiert. Immer wenn neue Erkenntnisse auftauchen, müssen bislang fest geglaubte Erkenntnisse über den Haufen geworfen werden. String-Theorien und was auch sonst noch so rumgeistert hin oder her – was da abgeht verstehen wir nicht. Auch die Quantengravitation, die Ordnung ins Standard-Modell-Denken bringen will, wird nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Ob und wie genau die Inflation, wie die angenommene extreme Ausdehnung des Alls zu Beginn genannt wird, stattgefunden hat, kann kein seriöser Wissenschaftler mit Sicherheit benennen. Wir sind in unserer Art zu denken und zu forschen derart festgefahren und auf Schienen gefangen, die wohl kaum zum Ziel führen. Wir brauchen einen Durchbruch. Eine neue Physik und vielleicht auch eine neue Mathematik, um den wahren Geheimnissen unseres Daseins auf den Grund zu kommen. Im Moment herrscht nur Chaos und die verschiedenen, sich widersprechenden Theorien kämpfen gegeneinander, ohne wirklich ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Wenn jeder Recht haben will aber nicht alle Recht haben können, ist das Verständnis-Chaos vorprogrammiert. Und in genau der Zeit befinden wir uns – auch wenn einzelne Theorien behaupten, die Welt exakt beschreiben und vorhersagen zu können. Kommen neue Erkenntnisse dazu, müssten diese Theorien eigentlich zerplatzen und es müsste neu angedacht werden. Statt dessen aber werden die einzelnen Theorien so weit zurecht gebogen, dass nicht alles verloren ist. Ein egoistischer, dummer Weg der aktuellen Forschung. Aber das Ego der Wissenschaftler erlaubt keine Rückzüge. Auch wenn Albert Einstein mit gutem Beispiel voran ging und die kosmologische Konstante als seine "größte Eselei" bezeichnet hat. Später haben andere Wissenschaftler diese Idee wieder als "Geniestreich" aufleben lassen. Welch ein Chaos. Jedenfalls hat niemand auf diesem Erdball wirklich eine Ahnung davon, wie alles begann und nun zusammenhängt. Man kann nur einen Großteil der Beobachtungen berechnen und temporär erklären. Wir wissen doch aus der Erfahrung von Jahrhunderten, dass sich das Weltbild um so mehr ändert je mehr Entdeckungen wir machen. Und wir sind noch längst nicht am Ende der Erkenntnis. In ein paar hundert Jahren werden die Schulkinder über unsere Dummheit lachen so wie wir das heute mit antiquarischen Welt-Modellen machen. Die Wissenschaft hat zwar wahnsinnige Fortschritte gemacht, verrennt sich aber heillos wenn es um die Entstehung des Universums geht. Sonst gäbe es nicht so viele unterschiedliche Theorien, die sich widersprechen und von denen keine das Recht hat, sich als alleine geltend endgültig durchzusetzen. Das völlig überholte und heillos aufgeblähte Standard-Modell schon gleich gar nicht.

"das völlig überholte Standardmodell"

Genau, es wird ständig überholt, und ist deshalb im Gegensatz zu deiner Meinung auf dem neuesten Stand der Forschung.

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@weckmannu

Nein, es wird aufgebläht und schlimmverbessert. Reden wir von der Gravitation, von dunkler Materie und dunkler Energie und was die Standard-Theorie damit macht. Dafür hat die Standard-Theorie auch nicht ansatzweise eine passende physikalische Erklärung. Wie kommt es, dass die Bewegung der Galaxien (Satellitengalaxien) nicht dem Lambda-CDM-Modell entspricht? Muss da wieder schlimmverbessert werden? Und nicht zuletzt vom Natürlichkeitsproblem, das eine Feinabstimmung seiner Parameter notwendig macht. Das erinnert doch stark an die Bahnkorrektur der Planeten in alten Weltbildern. Genau hier krankt die Standard-Theorie. Bisher hat man kapiert, dass alle Theorien genau dann nix taugen, wenn man sie wieder und wieder künstlich anpassen und feintunen muss. Da stimmt nämlich dann prinzipiell was nicht. Jeder klar denkende Mensch kommt zu dem Schluss, dass das irgendwie dann doch anders funktionieren muss, denn eine lupenreine Theorie lässt keinen Raum für tausende von Korrekturen. Wer dennoch daran festhält, lässt natürlich keinen Raum für wahre Erkenntnisse. Mit dem Denken der Standard-Theorie-Anhänger wäre es niemals gelungen, die Erde aus dem Mittelpunkt des Universums herauszudenken und das heliozentrische Weltbild zu erschaffen, weil eben die ganzen falschen Annahmen mit genau den gleichen Methoden weiter verschlimmbessert worden wären wie es heute mit der Standard-Theorie geschieht. Eine ständige Überholung einer unpassenden Theorie spiegelt zwar tatsächlich den neuesten Stand der Forschung wider, doch genau das ist das Problem. Man hängt einem falschen Weltbild nach, passt das immer mehr seinen eigenen, falschen Vorstellungen an und ist dann stolz darauf, dass man es wieder mal geschafft hat, statt gleich am Kern des Problems anzusetzen und zu überlegen, ob das nicht etwa doch ganz anders sein könnte. Hier krankt unsere Art der Forschung. Und sind wir doch mal ehrlich, Leute. Die guten Wissenschaftler selbst machen da auch gerne mit, weil es leichter ist, Forschungsgelder zu erhalten, wenn man sich aufs Standard-Modell beruft als wenn man abweichende, nicht vorhersehbare Forschung als Freigeist betreiben will. Deshalb kleben wir an diesem völlig kranken System, drehen uns im Kreis und kommen nicht von einem kranken System weg. Und diejenigen, die versuchen, dieses kranke System zu durchbrechen, werden niedergebügelt und als unseriös verlacht. Also Leute, erinnert das nicht irgendwie an die Inquisition? Denkt mal drüber nach.

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@iQdnic

Du hast keine Ahnung davon, wie seriöse Wissenschaft funktioniert. Theorien werden nicht aus Anlass neuer Annahmen korrigiert, sonder auf Grund neuer Messergebnisse.

So hat Einstein die von Newton aufgestellten Theorien der Mechanik dahingehend modifiziert, dass sie bei hohen Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit eine Korrektur erhalten. Anlass waren die Messungen von Michelsonntag und Morley, die gezeigt haben, dass die Lichtgeschwindigkeit konstant ist, auch wenn die Lichtquelle sich im damals vermuteten Äther in unterschiedlichen Richtungen gemessen wird.

Die Theorien über den Urknall wurden aufgrund der Messungen der Teilchenphysik angepasst, weil durch die großen Fortschritte der Technik immer präzisere Messungen möglich wurden.

Du erhebst dich über Scharen von hochqualifizierten Wissenschaftlern mit der Abwertung ihrer Ergebnisse und meinst es besser zu wissen. Komm aus deiner Blase heraus und informiere dich in der Forschungslandschaft. Ich habe z.b. viel gelernt darüber, wie Forschung funktioniert durch Besuch von Vorlesungen von dem Professor Ernst Peter Fischer für Wissenschaftsgeschichte und von seinen Büchern. Kann ich wärmstens empfehlen.

Vergiss deine Verschwörungstheorie, dass Theorien aus Geldgier manipuliert würden. Das stimmt höchstens für die pharmazeutisch Forschenden

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@weckmannu

Ach, ich habe nicht behauptet, die Theorien würden aus Anlass neuer Annahmen korrigiert. Du hast keine Ahnung davon, wie sinnvolle Wissenschaft funktioniert und dass die derzeitige Vorgehensweise eben nicht seriös ist. Ich habe behauptet, und das ist unbestritten, dass die neuen Erkenntnisse und Messwerte dazu führen, dass die Standard-Theorie ständig mit Sonderfällen und künstlichen Ergänzungen aufgebläht wird. Balkonisieren nennt man das, weil unzählige Auswüchse angebracht werden, die eben nicht in das Zentrum der Theorie passen, sondern Anhängsel sind, die die Unzulänglichkeit der Theorie kaschieren. Und ich habe behauptet, dass das – wie sich schon oft bewiesen hat – genau ein Indiz dafür ist, dass die Grundstruktur einer solchen Theorie nicht passt. Einstein hat mit der Raumzeit völlig neue Überlegungen angestellt und damit die Korrektur in eine neue Art der Betrachtung überführt und eben nicht nur eine rechnerische Korrektur angebracht. Genau den Unterschied meine ich. Auch die Anpassung durch die Erkenntnisse zum Urknall, die im Moment übrigens auch bröckeln, sind ein Teil der Warzen, die an die Standard-Theorie künstlich angebracht werden. Du erhebst Dich durch die Publikationen und Vorträge eines einzelnen Wissenschaftshistorikers über die Meinung der Vernunft. Der Mann ist Historiker, beschreibt also, wie das entstanden ist und hält damit an althergebrachten Meinungen und Ergebnissen fest. Er will die Ergebnisse der Wissenschaft zwar als Allgemeinbildung schon an den Schulen fördern, was ja eigentlich ganz nett wäre, wenn es sich nicht um die Schulmeinung der Wissenschaft handeln würde und wenn das Schulsystem nicht so träge und eingefahren wäre, dass dort ohnehin nur überholte und festgefahrene Erkenntnisse gelehrt werden könnten. Dem Mann folgst Du also. Er kaut nur das wieder, was andere auf historisch gewachsenen Wegen postuliert haben. So ein Denken hat uns noch nie weiter gebracht. Ich erhebe mich nicht über Scharen von hochqualifizierten Wissenschaftlern, sondern plädiere dafür, auch mal über den Tellerrand hinaus zu denken und kritisch zu überprüfen, was da derzeit eigentlich passiert. Nun, ich selbst habe auch eine wissenschaftliche Ausbildung, die nicht nur auf einem mehr oder weniger empfehlenswerten, wenn auch vielbeachteten Buch basiert. Als Mitglied der technisch-literarischen Gesellschaft habe ich von hochrangigen Wissenschaftlern, darunter auch mehrere Nobelpreisträger, in zahlreichen Vorträgen und Workshops erfahren, was sie zu ihren Forschungen antreibt. Und glaube mir, es handelt sich nicht um eine Verschwörungstheorie, was ich da zu den Gründen des bevorzugten Forschungsgebietes erfahren habe. Wirklich bedeutende Wissenschaftler plaudern dort auch mal aus dem Nähkästchen und erklären, dass sie selbst nach einem vielbeachteten Durchbruch dafür sorgen müssen, dass ihre Arbeit auch weiter finanziert wird. Wenn man diese Geschichten hört, weiß man genau, was man von der aktuellen Wissenschaftslandschaft zu halten hat und versteht, warum man sich in einer Sackgasse befindet. Und das beschränkt sich nicht auf die pharmazeutischen Fakultäten, sondern betrifft auch die Physiker und Kosmologen. Natürlich kann Fischer nicht über solche Interna plaudern, was aber dazu führt, dass er nicht wirklich korrekt über die Funktion der Wissenschaft lehren kann. Es geht dabei völlig anders ab als Du denkst. Und ich kritisiere nicht die hochrangigen Wissenschaftler, denn die sind selbst geknebelt, sondern ich kritisiere den Umgang mit kreativen neuen Betrachtungsweisen, die es tatsächlich gibt, die aber nicht veröffentlicht werden, weil einmal ansonsten die eigene Finanzierung wackelt und andererseits die Übermacht der Standard-Theorie-Lobby zuschlägt. Diese Misere hat mir nicht nur ein hochrangiger Wissenschaftler geklagt, sondern das habe ich von mehr als der Hälfte der bedeutenden Forscher erfahren. Und denen glaube ich weitaus mehr als Dir.

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Zit.: "Man beachte, dass die Expansionsgeschwindikeit des Universums größer als die Lichtgeschwindigkeit sein darf, ohne die spezielle Relativitätstheorie zu verletzen: Diese verbietet nur Geschwindigkeiten v > c im Raum, nicht jedoch die Expansionsgeschwindigkeit vExp > c des Raumes selbst."

Lies mal diese Seite:https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&ved=2ahUKEwjK4ra799ThAhXRMewKHWpwCvYQFjACegQIAxAC&url=https%3A%2F%2Fwww.uni-muenster.de%2FPhysik.TP%2Farchive%2Ftypo3%2Ffileadmin%2Flehre%2Fteilchen%2Fws0809%2FInflationaeresUniversum.pdf&usg=AOvVaw2zBJZu6haMKALi082frcFx

Schau mal bei YouTube nach "Dinge erklärt- Kurzgesagt" die erklären viel über solche Themen und Theorien

Könnte es Paralleluniversen geben mit exakt gleich lebenden Doppelgängern von uns?

Hallo, ich bin ein absoluter Laie was Physik betrifft und beschäftige mich erst seit kurzem mit dem Weltall. Könnte meine Theorie zum Universum so stimmen ? Vlt. hat ja noch jemand ein paar gute Gedankenansätze die mir weiterhelfen in die richtige Richtung zu denken ? Also könnte es Doppelgänger von uns geben, die exakt gleich leben und das gleiche denken wie wir. Das Universum soll ja mal kleiner als ein Atom gewesen sein. Dieses kleinste Teilchen ist auf einmal explodiert (Urknall) und breitet sich immer noch als unser Universum aus. Nun besteht ja eigentlich alles was wir sehen aus kleinsten Teilchen. Daher glaube ich, dass es neben dem kleinsten Teilchen aus dem sich unser Universum gerade entwickelt noch unzählige anderer kleinster Teilchen gibt, die sich auch mit einem Urknall zeitlich gleich oder versetzt zu Universen entwickeln. Je nach der Geschwindichkeit mit der sich die Teilchen mit dem Urknall ausbreiten entscheidet sich, ob sich das jeweilige Teilchen zu einem exakt gleichen Universum wie unserem entwickelt. Also statistisch sollte es doch möglich sein, dass einige kleinste Teilchen gleich groß sind und sich mit der exakt gleichen Geschwindichkeit ausbreiten wie unser Urteilchen. Das bedeutet, es gibt und gab immer auch die exakte Kopie unseres Universums und damit auch von uns selbst. Haltet ihr mein Gendankenexperiment für plausibel ? Und wenn unsere Welt auch aus den kleinstmöglichen Teilchen besteht, warum expandiert nicht jedes einzelne Teilchen wieder mit einem Urknall zu einem neuen Universum?

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