Urkirche?

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Hallo K4th7,

in der New Catholic Encyclopedia (Band 3, Seite 694) wird über die ersten Christen gesagt: „Die urchristliche Gemeinschaft, die zunächst nur als eine weitere Sekte innerhalb des jüdischen Umfelds betrachtet wurde, erwies sich als einzigartig sowohl in ihrer theologischen Lehre als auch besonders im Eifer ihrer Mitglieder, die als Zeugen Christi dienten, und zwar ‚in ganz Judäa und Samaria und selbst bis zu den Enden der Erde‘ (Apostelgeschichte 1,8).“

Das Besondere an den ersten Christen war, dass sie das ernst nahmen, was sie Jesus gelehrt hatte. Jesus nannte ein Haupterkennungsmerkmal für seine Nachfolger, als er sagte: "Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt" (Johannes 13:35). Es gibt viele biblische und außerbiblische Berichte, die von einer außergewöhnlichen Liebe unter den ersten Christen berichten. Zum Beispiel stand man sich in Notzeiten bei und jeder gab bereitwillig von seinem Besitz. Man war sogar bereit, füreinander zu sterben.

Über die Unverdorbenheit und Reinheit in dieser frühen Kirche wurde auch folgendes gesagt:

„Als die christliche Kirche noch rein war, kannte sie so etwas wie Intoleranz nicht und hat sich deshalb nie der Verfolgung schuldig gemacht...Erst als das Christentum die anerkannte Reichsreligion geworden war und die Geistlichen zu Reichtum und Ehren gekommen waren, erreichte das gräßliche Unheil der Verfolgung ein gigantisches Ausmaß und übte es seinen verderblichen Einfluß auf den Evangeliumsglauben aus" (Cyclopaedia of Biblical, Theological, and Ecclesiastical Literature von M’Clintock und Strong)

„Die ersten Christen dienten nicht im Heer. Roland Bainton schrieb, daß ‚vom Ende der neutestamentlichen Zeit an bis in die Dekade von 170—180 n. Chr. überhaupt nichts darauf schließen läßt, daß Christen im Heer dienten‘. . . (Zeitschrift „The Christian Century“ ).

„Die Christen [empfinden sich] hier auf Erden als Pilger und Paröken [Fremdlinge]; sie wandeln im Glauben und nicht im Schauen, und ihre ganze Lebensweise ist weltflüchtig und allein durch das jenseitige Reich, dem sie zueilen, bestimmt“ (Der HistorikerAdolf von Harnack in seinem Buch Die Mission und Ausbreitung des Christentums in den ersten drei Jahrhunderten (1902), Seite 185).

„Die Christen weigerten sich, gewisse Pflichten, die den römischen Bürgern oblagen, zu erfüllen. Die Christen . . . [betrachteten] es als eine Verletzung des Glaubens . . ., Militärdienst zu leisten. Sie lehnten es ab, ein politisches Amt zu bekleiden. Sie lehnten es ab, den Kaiser göttlich zu verehren.“ (On the Road to Civilization—A World History von Heckel und Sigman, 1937, Seite 237, 238).

Das sind nur ein paar grundlegende Aussagen über das Urchristentum. Wie schade nur, dass sich aus den frühen Anfängen ein entartetes Christentum entwickelt hat!

LG Philipp

Vielen Dank für den Stern! :-)

LG Philipp

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so wie heute auch: arbeiten, haushalt, schlafen, familie, freunde, feiern - ab und an ein bisschen krieg

In der "Ur-Kirche" (Apg.2,1) gab es noch keine "Christen".

Die entstanden erst später (Apg.11,26).

Woher ich das weiß:Recherche

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