Urheberrecht/Copyright/Markenrecht auf eigenem Bild

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Der hübsche kleine Text "Was müssen sich Markeninhaber gefallen lassen?" zitiert folgende hübsche kleine Antwort auf deine Sorgen:

"Für alle Fotografen von Bedeutung ist die jüngst vom Europäischen Gerichtshof bekräftigte Freiheit der Benutzung von Marken in Zusammenhängen, in denen sie einfach nur als Bestandteil der Wirklichkeit und nicht als besondere Kennzeichnung erscheinen ..."

Zur Verdeutlichung: Du bildest die Realität ab, einen Menschen in einem Marken-T-Shirt mit der Marke vorne drauf.

Du verkaufst keine Ware unter der geschützten Marke. Du bildest diese Marke nur ab.

Anders wäre es, wenn du dein Buch unter der Marke "adidas" verbreiten würdest - etwa als "adidas-Taschenbuch Nr. 15". Dann griffe womöglich § 14 Markengesetz Absatz 2 Nr. 3:

"(2) Dritten ist es untersagt, ohne Zustimmung des Inhabers der Marke im geschäftlichen Verkehr ...

  1. ein mit der Marke identisches Zeichen oder ein ähnliches Zeichen für Waren oder Dienstleistungen zu benutzen, die nicht denen ähnlich sind, für die die Marke Schutz genießt, wenn es sich bei der Marke um eine im Inland bekannte Marke handelt und die Benutzung des Zeichens die Unterscheidungskraft oder die Wertschätzung der bekannten Marke ohne rechtfertigenden Grund in unlauterer Weise ausnutzt oder beeinträchtigt."

Aber dafür sehe ich keinerlei Anhaltspunkt, so lange du deine Ware "mickeyBricks01-Taschenbücher" oder sonstwie nennst - nur eben nicht "adidas-Taschenbücher" oder so ...

Anders könnte es natürlich aussehen, wenn das Buch so aussähe, als wäre es von adidas - etwa durch eine Großaufnahme des Logos riesengroß auf dem Cover. Dann könnte man nämlich auch noch an § 15 Markengesetz denken: "Ausschließliches Recht des Inhabers einer geschäftlichen Bezeichnung".

Gruß aus Berlin, Gerd

Nein brauchst du nicht - das wird als unwesentliches Beiwerk nach § 57 UrhG eingestuft

*§ 57 Unwesentliches Beiwerk

Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe von Werken, wenn sie als unwesentliches Beiwerk neben dem eigentlichen Gegenstand der Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentlichen Wiedergabe anzusehen sind.

und ist damit zulässig...

Wenn ein Logo wie das von adidas nicht geschützt ist als Werk im Sinne von § 2 UrhG, dann kann es auch kein unwesentliches Beiwerk sein.

Und Logos sind mangels Schöpfungshöhe selten geschützt als "4. Werke der bildenden Künste", wie du selbst ständig betonst.

Merke: Kein Werk - kein Beiwerk!

Gruß aus Berlin, Gerd

0

soll ich das logo lieber unkenntlich machen?

Was möchtest Du wissen?