Urheberrecht bei Texterstellung

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Ich gehe davon aus, dass war freiberuflich. Dann ist der normale Weg : Du stellst eine Rechnung an die Agentur.. Mahnst Sie an... ( alles per Einschreiben ! ) und wenn dann nichts kommt : Gerichtlicher Mahnbescheid. Ich an deiner Stelle würde zeitgleich noch eine Anzeige wegen gewerbsmäßigen Betrug mit einem Verweis auf die Dame, der es genau so ergangen ist, wie dir bei der Polizei aufgeben. Sie sollte das selbe tun.

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Anzeige wegen gewerbsmäßigen Betrug

hier holst du eine viel zu große Keule aus dem Sack ... für Betrug muss Absicht vorliegen und für *gewerbsmäßigen" Betrug reichen 2 oder 3 Fälle nicht aus.

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@stelari

Was im Großen nur auffallen kann, wenn es auch entsprechend angezeigt wird und dem nachgegangen wird.

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@stelari

Ich habe jetzt schon einige ehemalige Mitarbeiter ausfindig gemacht. Bei Betrug muss Vorsatz vorliegen. Der besteht aber, da sie diese Masche bereits mehrmals durchgezogen hat. Und sie hat auch andere "Firmen", bei denen auch Leute auf ihr Geld warten.

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Ich würde an deiner Stelle erst einmal eine Mahnung an besagte Agentur schreiben, bei Ausbleiben einer Reaktion dann einen Anwalt einschalten, der zum einen Klage wg. Verletzung der Urheberrechts einreicht (da Du nicht bezahlt wurdest, liegt das Urheberrecht ja nach wie vor bei Dir, die Weitergabe der Texte an Dritte war also unrechtmäßig!) und evtl. zusammen mit deiner Kollegin weitere Schritte ergreifen (Anzeige wg. Betrugs - da berät dich gerne der Rechtsanwalt deines geringsten Mißtrauens ;-)

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Das Urheberrecht liegt immer beim Urheber - es kann in keiner Form (ausgenommen Vererbung) veräußert werden, auch nicht durch eine Vergütung.

die Weitergabe der Texte an Dritte war also unrechtmäßig!

nein sie war rechtmäßig! Der Arbeitnehmer muss wenn er im Rahmen eines Dienstverhältnisses ein Werk geschaffen hat, dem Dienstherren ein Nutzungsrecht einräumen, das i.a.R. ausschließlich ist - sind keine Vorbehalte für den Urheber vereinbart, so hat dieser keinerlei Verwertungsrecht mehr. Dafür steht dem Urheber dann aber eine angemessene Vergütung durch den Dienstherren zu.

Anzeige wg. Betrugs

dazu müsste der Vorwurf der Absicht nachweisbar sein

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Einfach: Auftraggeber anmahnen und über die Folgen aufklären. Frist stellen nicht vergessen! Sollte er den vereinbarten Betrag nicht zahlen, kündigst Du die Rechteübertragung (Einräumung der Verwertungsreche) für die betreffenden Texte auf und kannst ihn dann wegen Urheberrechtsverletzung abmahnen (lassen) und zudem Schadensersatz fordern - natürlich mit anwaltlicher Unterstützung ;)

Disclaimer: Dieser Tipp stellt keine Rechtsberatung, sondern lediglich eigene Erfahrungswerte dar und ersetzt nicht den Gang zum Anwalt.

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Nach einer "§ 31 Einräumung von Nutzungsrechten" laut UrhG gibt es nur zwei gesetzliche Möglichkeiten, diese Einräumung zurückzurufen:

  • § 41 Rückrufsrecht wegen Nichtausübung
  • § 42 Rückrufsrecht wegen gewandelter Überzeugung"

http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/index.html

Ein bloßes Nicht-Bezahlen genügt hier nicht als Grund für einen Rückruf. Ausnahme: Es wurde eigens vereinbart, dass erst mit der (z. B. vollständigen oder teilweisen/anteiligen) Bezahlung eine "Einräumung von Nutzungsrechten" geschieht.

Dies ist in der Branche aber nicht üblich, da Texte ja aktuell vermarktet werden müssen, um überhaupt Geld mit ihnen zu verdienen. Hier stellt sich also die Frage nach der exakten Formulierung dieses Textes:

Im Vertrag stand, dass das Recht an meinen Texten, mit Erhalt der Vergütung, entfällt.

Das kann nämlich auch bedeuten: Ab Erhalt der Vergütung entfällt jegliches (auch ein einfaches) Nutzungsrecht des Urhebers an seinen Texten. Was wohl wahrscheinlich ist.

Insofern kann der Urheber nicht wirksam fordern "Geld oder Nutzungsrechte zurück!" Darüber könnte er höchstens freiwillig verhandeln mit dem (jetzt noch säumigen) Käufer der Texte.

Und derweil eben Geld fordern. Entweder das vereinbarte Honorar - oder aber die unten von Poster stelari genannte "§ 32 Angemessene Vergütung".

Aber Schadensersatz? Höchstens Zinsen und Porto für die legitime Forderung nach einem (mittlerweile möglicherweise schon) fälligen Honorar :-).

Gruß aus Berlin, Gerd

PS. Eine Abmahnung (oder gar Klage oder Strafanzeige) wegen einer Urheberrechtsverletzung wäre frühestens erfolgreich, wenn in vielen Monaten § 42 oder 43 UrhG gegriffen hat ...

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@GerdausBerlin

Lieber Gerd aus Berlin, lustig ist vor allen Dingen, dass man sich widerspricht ;) Den Tipp habe ich von Dir aus einem anderen Forum xD Liebe Grüße, musikuss

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Ist der Text über Reggae richtig?

Hallo! Muss für die Schule einen kurzen Text über Reggea und die Hintergrundinformationen schreiben. Ich habe das hier geschrieben:

Reggae

Reggae ist eine aus Jamaika stammende Musikrichtung. Reggae entstand Ende der 1960er Jahre unter dem Einfluss US-amerikanischer Musikrichtungen wie Soul, R&B, Blues, Country und Jazz, die in Jamaika über das Radio empfangen wurden. Er entwickelte sich seitdem zu einer der bedeutendsten Richtungen der populären Musik. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Reggae“ ist unklar. Reggae zeichnet sich durch eine stärkere Betonung des Basses, mehr Variationsbreite und einem deutlich beschleunigten Rhythmus aus. Wenn junge Jamaikaner heute von "klassischer Musik" reden, so meinen sie damit nicht Bach oder Beethoven, sondern Bob Marley, Burning Spear oder Mutabaruka. Mittlerweile ist der Reggae weit über die jamaikanischen Grenzen hinaus verbreitet. Die faszinierende Wirkung des Reggae-Rhythmus entsteht durch die Kombination einfacher musikalischer Muster unter der absoluten Priorität des suggestiven Bassklanges. Der Reggae ist die Musik der Slums, der ärmeren Schicht der jamaikanischen Bürger, der Schicht die ums Überleben kämpft und nur wenig zu sagen hat. So wurde der Reggae ein Hilfsmittel um Botschaften in die ganze Welt zu befördern. Die Unterdrückung durch die Weißen wurde in den Texten ein zentrales Thema, sowie auch die Gefühle der Gefangenschaft und der politischen Entfremdung. Auch wenn die Sklaverei abgeschafft wurde, existiert sie für viele in einer "kultivierteren" Form immer noch: So forderte Bob Marley in seinem "Redemption Song": "Emancipale yourself from Mental slavery!" Befreie dich von der geistigen Abhängigkeit. Bob Marley sagte dazu: "Das wichtigste im Reggae ist der Text. Es ist wichtig, die Texte zu verstehen. Sie haben eine Bedeutung. Manche Leute verstehen die Texte und andere sind noch nie in solchen Situationen gewesen. Der Text ist ein Rat für die Leute, ein Rat den Sie befolgen sollen. Alles was Ihr tut, könnt Ihr richtig oder falsch machen. Wer gut zuhört, macht es richtig, denn es gibt eine innere Stimme die zu jedem spricht." Die Instrumente beim Reggea sind Keyboard/Klavier, Gitarre, Schlagzeug, Bass, Bläsersektion. Typisch, vor allem bei Bob Marley, ist auch ein begleitender Frauenchor.

Ist das alles wichtige oder habe ich etwas vergessen? =)

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Hallo zusammen, kann mir jemand mal für Dumme erklären, was vermügenswirksame Leistungen sind und wie das alles funktioniert? Im Internet sind mal wieder nur etlich lange Texte, für die man Grundwissen braucht, die ich mit meinen 18 Jahren nicht wirklich habe. Und wenn ihr schon dabei seid, würde ich noch gerne wissen ob ich das auch bekommen kann? Ich bin Auszubildender und habe keinen Tarifvertrag, in meine Ausbildungsvertrag steht nichts davon, ich arbeite in S-H (falls relevant) und habe eine Vergütung von 590 EUR brutto monatlich. Danke schon mal im Voraus! :)

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Ich habe einen Werkvertrag mit einer Agentur geschlossen, bei der es um die Erstellung von Texten ging. Seit ein bis zwei Monaten ärgerte ich mich, dass ich der Agentur wegen einzelner Honorare immer wieder "nachrennen" musste, sprich, Erinnerungsemails schreiben musste. Zusätzlich gefiel mir der Umgangston der Agentur, also meinem Auftraggeber, mit mir als Auftragnehmer in vielen Details nicht mehr.

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Am selben Tag, an dem ich den Sturz hatte, rief ich die Agentur an, um sie darüber zu verständigen. Da der Agenturleiter einen sehr barschen Tonfall mit den Autoren pflegt, war das Gespräch schwierig. Ich gab aber an, was passiert war, und dass ich zur Zeit keine Aufträge bearbeiten könne. Er reagierte sehr unwirsch und verlangte Nachweise, weil er pauschal mich als Lügner hinstellte. Ich habe den Arztbrief des Krankenhauses und mein Besuch bei der Ärztin ist ja auch dokumentiert, habe der Agentur aber noch nichts davon geschickt,

Erstens, weil ich nicht einssah, wieso meine fernmündliche Verständigung nicht genügt. Zweitens erklärte der Agenturinhaber noch am selben Tag per SMS, er wolle die Zusammenarbeit einstellen. Ich schrieb ihm per SMS, dass ich im Bett liege und mich mit ihm nicht weiter auseinandersetzen könne, und ich ihm noch mitteilen würde, ob ich ebenfalls die Zusammenarbeit beenden möchte.

Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen hatte, schrieb ich ihm am nächsten Tag ein Email, dass ich ebenfalls die Zusammenarbeit beenden möchte, also den Werkvertrag kündige. Neben seinem Umgang mit mir gab ich an, dass die Honorarzahlungen in letzter Zeit schleppend waren.

Danach ging der Terz allerdings richtig los. Er schrieb mir pausenlos Emails, er würde mich anzeigen, verklagen, ich sei ein Betrüger, er verlange 5stelligen Schadensersatz usw. Ich konnte mir daraus keinen Reim machen. Ich zählte aber zusammen, was er mir an Honoraren für erstellte Texte noch nicht überwiesen hatte, und kam auf rund 3.500 Euro.

Ich schickte ihm dazu eine Zahlungserinnerung per Einschreiben Einwurf, die angekommen ist. Er schickte mir per Email gestern eine Rechnung über Schadensersatz, den er von mir verlangen möchte. Allerdings ist diese Rechnung mit dem Rechnungsdatum 12.12.2016 versehen und der Angabe Zahlungsziel 7 Tage. Welche Bedeutung das Datum 12.12.2016 haben soll, weiß ich nicht - das ist nicht das Datum, an dem ich für die Agentur zu schreiben begann. Die Summen, die er auflistet, ergeben auch keinen Sinn und sind nicht begründet. Ich schrieb ihm zurück, seine Rechnung sei inhaltlich und formal nicht nachvollziehbar. Was ist los?

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bekomme Ich durch den Aufhebungsvertrag eine Sperrzeit,wenn ja, was muss drinstehen das ich keine bekomme?

Präambel Der Arbeitnehmer ist aufgrund des Arbeitsvertrags vom 12.10.2015 seit dem 12.10.2015 bei dem Arbeitgeber beschäftigt. Die Parteien sind übereingekommen, die Beendigung des Arbeitsverhältnisses zur Vermeidung eines Kündigungsschutzprozesses einvernehmlich zu regeln. Dies vorausgeschickt, vereinbaren die Parteien Folgendes: § 1 Beendigung Das Arbeitsverhältnis des Arbeitnehmers mit dem Arbeitnehmer endet am 09.04.2016 (im Folgenden „Beendigungstermin“). § 2 Abrechnung / Urlaubsabgeltung (1) Die Vergütung des Arbeitnehmers wird bis zum Beendigungstermin ordnungsgemäß abgerechnet und die sich ergebenden Nettobeträge werden ordnungsgemäß an den Arbeitnehmer ausbezahlt, soweit diese nicht bereits auf Dritte übergegangen sind. (2) Sonstige Vergütung (Boni, Zulagen, Prämien, Provisionen, Gratifikationen oder Ähnliches) ist nicht geschuldet. (3) Die Parteien sind sich darüber einig, dass jeglicher Urlaub und etwaige Überstunden bereits ordnungsgemäß abgerechnet und unter finanzieller Abgeltung an den Arbeitnehmer ausbezahlt wurden. Seite 2 von 3 § 3 Geheimhaltung (1) Der Arbeitnehmer wird alle ihm während seiner Tätigkeit bekannt gewordenen vertraulichen Angelegenheiten des Arbeitgebers, vor allem Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse, auch über den Beendigungstermin hinaus strengstens geheim halten, soweit der Arbeitnehmer dadurch in seinem beruflichen Fortkommen nicht unangemessen beeinträchtigt wird. Ergänzend gelten die nachwirkenden Verpflichtungen aus dem Arbeitsvertrag. (2) Der Arbeitnehmer wird Dritten gegenüber Stillschweigen über den Inhalt dieses Aufhebungsvertrags bewahren. § 4 Abgeltung Mit Unterzeichnung dieses Aufhebungsvertrags sind mit Ausnahme der sich aus diesem Aufhebungsvertrag ergebenden Ansprüche sowie solcher aufgrund zwingender gesetzlicher Vorschriften (Arbeitspapiere) alle wechselseitigen Ansprüche der Parteien aus dem Arbeitsverhältnis oder im Zusammenhang mit dessen Beendigung sowie aus sonstigem Rechtsgrund, gleich welcher Art abgegolten und erledigt. § 5 Belehrung (1) Der Arbeitnehmer wird hiermit darauf hingewiesen, dass er sich spätestens drei Monate vor dem Beendigungstermin bei der zuständigen Agentur für Arbeit zu melden sowie eigene Aktivitäten bei der Suche nach einer anderen Beschäftigung zu entfalten hat, um Rechtsnachteile beim Bezug von Arbeitslosengeld zu vermeiden. Liegen zwischen dem Abschluss dieses Aufhebungsvertrags und dem Beendigungstermin weniger als drei Monate, muss sich der Arbeitnehmer spätestens innerhalb von drei Tagen nach Abschluss dieses Aufhebungsvertrags bei der Agentur für Arbeit melden. (2) Der Arbeitgeberin weist den Arbeitnehmer darauf hin, dass Auskünfte über mögliche sozialversicherungs- und steuerrechtliche Auswirkungen dieses Aufhebungsvertrags durch die Sozialversicherungsträger (insbesondere Agentur für Arbeit) sowie das Finanzamt erteilt werden. Der Arbeitnehmer verzichtet insoweit auf weitere Hinweise des Arbeitgebers. Seite 3 von 3 § 6 Schlussbestimmung.............

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Urheberrecht: Gedichte im Internet bloggen

Hallo zusammen!

Ich betreibe zur Zeit einen kleinen Blog, auf dem ich hauptsächlich meine eigenen Texte veröffentliche. Nun aber möchte ich ein Gedicht veröffentlichen, das nicht von mir stammt. Meine Frage lautet: Darf ich das unter Angabe der Quelle einfach machen? Meines Wissens erlischt das Urheberrecht an Texten 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Darf ich also z.B. ein Goethe-Gedicht einfach so posten? Was ist mit anderen noch lebenden Autoren? Wäre das dann ein Großzitat und somit zulässig? Außerdem kann ja niemand prüfen, ob ich das Gedicht z.B. aus dem "Großen Conrady" abgetippt habe, dessen Herausgeber sich ja auch die Rechte zuvor eingeholt haben. Ich blicke in diesem Urheberrechts-Wirrwarr nicht durch. Hat jemand eine Antwort für mich?

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