Unzumutbarer Arbeitsplatz in Arztpraxis. Was würdet ihr tun?

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7 Antworten

Solche Ärzte mit Gottkomplex sind bekannt und gefürchtet. Schreibe deine Arbeitszeiten (genau) in eine Kladde und suche dir einen besseren Arbeitsplatz.

Dann kündigst du nahtlos und forderst von deinem (Ex) chef (unter Vorlage der Kladde) die Auszahlung der Überstunden; ansonsten seht ihr euch vor dem Arbeitsgericht.

Vor Gericht und auf hoher See befindest du dich zwar in Gottes Hand, aber der Chef müsste dann ja einen Schichtplan vorlegen aus welchem die38,5 Stunden Woche bei längerer Praxisöffnung hervorgeht.

Lass dich sofort krankschreiben. Wenn du beim Spritzen setzen was falsch machst, bist du dran. Dein Chef könnte sich da nachher noch rausreden und du bist dann die Dumme. Du hast keine medizinische Ausbildung und darfst das nicht. Mit Cholerikern wird man sich nie arrangieren können. Diese Menschen sind uneinsichtig und nehmen es lieber in Kauf jedes Jahr neue Mitarbeiter einstellen zu müssen.

Bist du sicher, dass bereits ein Exmitarbeiter schonmal bei der Ärztekammer war? Ich würde ihn melden. Es wird viel erzählt mit Verbindungen.

Ich würde bei der Krankschreibung abwarten, ob er dir kündigt. Wenn er einer von den hartnäckigen Brocken ist, die es nicht einsehen dich zu kündigen, weil sie dir dann noch einen Gefallen tun, würde ich die Alternative mit einem Attest vom Arzt versuchen, was du dann beim Arbeitsamt vorlegst, um die Sperre zu umgehen. Das Attest ist keine Garantie, aber es erhöht die Chancen. Das Arbeitsamt möchte auch nicht, dass Mitarbeiter solchen Situationen ausgesetzt sind und später dadurch erstmal Monate lang ausfallen, weil sie nach dieser Tätigkeit nur noch ein Häufchen Elend sind. Durch solche Arbeitsumgebungen leidet die Psyche und gewisse Arbeitgeber sind bereits beim Arbeitsamt gelistet.

Patienten Thrombose Spritzen geben und Flexülen entfernen, 

Das solltest du der zuständigen Ärztekammer und den Krankenkassen melden. Das geht überhaupt nicht.

Das Arbeitsamt hat nichts zu tun mit deinen Arbeitsbedingungen,  aber due Gewerkschaft, Ärztekammer und sogar der Zoll. Da dein tatsächlicher Einsatz und deine Bezahlung auseinander driften,  wird das als Steuerhinterziehung gewertet.

Schßwelt, nicht wahr? Eine Politik, die kein normaler Mensch nachvollziehen kann! Dennoch Alltagspraxis! Ist es nicht krank!! Ich schüttel den Kopf. In all den Jahren hat sich NICHTS geändert! Und es wird sich auch nichts ändern! Diejenigen, die etwas ändern könnten, tun es nicht! Warum nicht? Weil Geld regiert, weil die Reichen regieren, weil es bisher immer so geklappt hat, weil es in Zukunft auch weiterhin so klappen wird! Da kannst Du gar nichts machen!

Ursusmaritimus 16.07.2017, 10:02

....und was hat jetzt dieses Fruststatement inhaltlich mit der Problemhilfe zur Frage zu tun?

Wirkt der Sonntagskaffee noch nicht?

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AriZona04 16.07.2017, 10:03
@Ursusmaritimus

Ich trinke keinen Kaffee - Danke. Ich wollte lediglich klarstellen, dass die Arbeitswelt da draußen kein Kindergarten ist. Da müssen viele leider durch. Ich prangere an, dass sich nichts ändert!

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Ursusmaritimus 16.07.2017, 11:07
@AriZona04

Die Gesetzeslage ist eindeutig, also fehlt der politische Wille eher nicht!

Aber auch die Arbeitnehmer müssen ihre Kraft erkennen um dem Arbeitgeber hier Zügel anzulegen. Wenn er zum zehnten Mal verklagt wurde wird auch der uneinsichtige Arbeitgeber seine Grenzen erkennen.

Bist du gewerkschaftlich organisiert? Oder gehört du nur zu den Motzern?

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AriZona04 18.07.2017, 12:12
@Ursusmaritimus

Mit anderen Worten: Wer sich einen Anwalt leisten kann, hat Glück. Alle anderen: Pech gehabt! Ja, ich gehöre - in Deinen Augen - zu den Motzern. Weil ich mir keinen Anwalt leisten WILL und weil ich möchte, dass solche Zustände trotzdem aufhören und zwar GÄNZLICH und nicht nur vorrübergehend für DEN Arbeiter, der sich 1 Mal einen Anwalt leistet ;-)

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Bewerbe dich auf andere Arbeitsplätze. So lange kannst du ja bleiben

Melde das mal der Ärztekammer 

Jay611 16.07.2017, 10:04

Er hat Verbindungen ohne Ende. Da wird wohl alles unter den Tisch gekehrt. Sonst hätte sich doch sicher schon ein anderer Ex Angestellter gewehrt!

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