Unzufriedenheit - Migräne mit Aura und co

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6 Antworten

So ähnlich war das bei mir auch mal... Aber nur ohne Migräne ( nicht über mehrere Tage). Ich glaube du solltest Menschen aufsuchen die dich lieben. Und wenn du keine hast, solltest du vielleicht neue Menschen kennenlernen.

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Derartiger Druck und Stress ist bei Migräne natürlich nicht gerade förderlich. Und es gibt auf jeden Fall Zusammenhänge zwischen Migräne und Stress. Migräne gilt teilweise noch immer als typische psychosomatische Erkrankung: http://www.migraeneinformation.de/molmain/main.php?docid=52

Wie der Text aber schon zeigt, ist es so einfach nun auch wieder nicht. Meine Mutter hatte z.B. auch das Problem, dass ihre Migräne als "psychosomatisches Problem" behandelt wurde - dass sie gleich mehrere Probleme mit Innenohr und Gleichgewichtsnerv hatte, wurde irgnoriert. Hätte nicht irgendwann mal ihr Neurologe durchgegriffen, hätte das ganze irgendwann richtig schlimm ausgehen können.

Hast du schonmal darüber nachgedacht dir psychologische Hilfe zu suchen? Ich will damit nicht gleich sagen, dass du ein psychosomatisches Problem haben musst, sondern, dass du ja selbst merkst, dass du das Bedürfnis hast "Druck" abzulassen. Das geht am besten indem man darüber redet und sich psychologische Hilfe sucht.

Wie du das schaffst bzw. an wen du dich wenden kannst kann dir dein Arzt sicherlich am besten sagen. Vielleicht kannst du dich auch eine Beratungsstelle oder deine Krankenversicherung wenden.

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Aber sicher. Durch deine Unzufriedenheit verkrampfst du dich und deine Muskeln. Das kann mitunter heftige Kopfschmerzen, Verspannungen u.ä. auslösen. Ich würde dir eine Gesprächstherapie empfehlen. Vielen Menschen geht es in dieser Leistungsgesellschaft heutzutage so. Wo oft hört man Burn-outs, Depressionen, Angstzuständen und ähnliches? Wir sind erzogen worden, den Normen der Gesellschaft zu entsprechen. Die Normen sind aber immer schwerer zu erreichen, teilweise gar schon fast unmöglich- wir müssen lernen, unsere eigenen Grenzen zu wahren, sonst machen wir uns selbst kaputt. Und an dieser stelle helfen einem die Therapeuten.

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Kommentar von euza98
07.03.2014, 11:05

An Verspannungen im Nacken leider ich auch -.-

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Du sprichst von einer Angespanntheit und einer Anspannung im Kopf, das ist die Migraene. Wenn du nichts herauslassen kannst, dann gibt es Spannungen, Spannungen werden zu Verkrampfungen und das verursacht Schmerzen. Ganz normal. Wenn z.B Muskeln sich verpannen, dann entstehen Schmerzen, weil der Blutfluss gehemmt wird. Das ist das Synonym, um zu erkennen, das du loslassen sollst, du weisst das auch unbewusst und hast dieses unbestimmte Gefuehl, dass du es kannst, weisst aber nicht genau wie. Auf Ablehnung zu stossen oder nicht geliebt zu werden, an diesen Schmerz moechte sich keiner gewoehnen, also fuehlen wir den Schmerz nicht und versuchen nun im aussen Dinge zu tun, also Ersatzhandlungen, die uns Gut und lieb erscheinen lassen. Wir wollen sagen: Seht her, liebe Mutter und lieber Vater, ich bin es wert vollkommen geliebt zu werden. Das ist der Grund, die Liebe der Eltern zu erringen. Spaeter haben wir das vergessen und projezieren das auf die Umwelt. Wir sind nun nicht mehr klein und brauchen unsere Eltern nun nicht mehr und brauchen also nicht mehr lieb zu sein. Aber der damals nicht gefuehlte Schmerz der Ablehnung ist immer noch aktiv in uns und will erloest werden. Was nun tun? Fuehle den Schmerz der totalen Ablehnung und erkenne nun, dass du ab sofort dem Liebesbeweis der Menschen nicht mehr interherjagen brauchst, sondern du bist Die, Die du bist und das ist alles. Der Schmerz wird dich befreien und du erkennst, dass du nun keine Rolle spielen musst oder dich so oder so zu verhalten hast, denn der Schmerz ist von dir erloest worden. Alles Gute!

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Kann es einen Zusammenhang zwischen der Migräne, der Angespanntheit und der Unzufriedenheit geben?

Ja, den gibt es, und zwar in beide Richtungen.

Meist meint man: Die unter Migräne leidende Person hat Sorgen, ist angespannt und unzufrieden, und das bewirkt oder begünstigt die Migräne. Das ist sozusagen die klassische Sicht, die Migräne noch immer als psychische Erkrankung oder psychisches Problem versteht.

Tatsächlich ist es aber eher umgekehrt. Migräne ist eine zehrende, auf Dauer fast alle Körperorgane in Mitleidenschaft ziehende Erkrankung. Depressionen und andere psychische Symptomatiken gehören zu den typischen Begleitern einer solchen Erkrankung. Bei Migräne-Aura, unter der du leidest, besteht sogar eine deutlich erhöhte Neigung zu sogenannten kardiovaskulären Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht, Insulinresistenz, Diabetes usw.

Bei Migräne-Aura solltest du - aufgrund solcher Problematiken - auch nicht mit östrogenhaltigen Pillen verhüten. Sie können nicht nur Migräne-Aura begünstigen, sondern sie erhöhen zugleich drastisch das Schlaganfallrisiko. Das steht auch in den Packungsbeilagen der Pillen. Ferner ist mit dem Rauchen aufzuhören, aus den gleichen Gründen.

Bei einer Migräne-Aura kommt es zu schwersten Energieversorgungsmangelzuständen im Gehirn. So etwas kann am Ende alles auslösen, von der Niedergeschlagenheit bis zur schwersten Depression und Erschöpfung. Eine Migräne-Aura ist ein für das Gehirn im höchsten Maße belastender Vorgang. Die Grenze zu einem epileptischen Anfall ist beinahe fließend.

Du bist aber nicht die einzige, die darunter leidet. Migräne-Betroffene glauben das manchmal. Viele andere hat es jedoch genauso getroffen und schlimmer. Mein Rat: Orientiere dich nicht an denen, die es auch haben, sondern vor allem an denen, die diese Krankheit erfolgreich überwunden haben und die nun wissen, dass ihre ganzen psychischen Probleme nicht die Ursache, sondern die Folge ihrer schweren Grunderkrankung waren.

Aus deinem Text entnehme ich, dass du ohnehin in ärztlicher Behandlung bist.

Ich rate unabhängig davon zu einem Besuch auf www.migraeneinformation.de. Mein Tipp: Beginne dort einmal mit der Lebensgeschichte des Betreibers unter "Über uns --> Eine Migräne-Geschichte". Da kannst du die Verzweiflungen und Irrungen und Wirrungen (bis hin zu jahrzehntelanger psychotherapeutscher Behandlung und der Androhung einer Frühverrentung mit 40 durch die Medizin) wiederfinden, die so viele Schwerstbetroffene haben, und die das Gefühl haben, das gesamte Leben wird ihnen entzogen und sie können gar nichts dagegen tun.

Die haben übrigens auch ein recht aktives Forum, wo du viele Gleichgesinnte treffen kannst (denen es größtenteils längst besser geht - bis hin zu Fällen mit Dutzenden Auren pro Tag und jetzt sind es 0 - in Worten: Null!).

Der Betreiber hat ein vielzitiertes Migränebuch geschrieben. Mehr empfehle ich aber fast noch sein Büchlein "Klüger werden und Demenz vermeiden" als Einstieg, weil es einerseits noch persönlicher ist (seine ganze Verzweiflung), andererseits das eigentliche Grundproblem, warum immer mehr Menschen unter Migräne, Übergewicht, Diabetes, Demenz (und was man dagegen tun kann) darin für mich noch besser herausgestellt wird.

Gute Besserung.

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Kommentar von euza98
07.03.2014, 12:49

Pille nehme ich nicht, Rauchen tue ich auch nicht. Und ich bin auch noch sehr jung, daher sollten wir hier erstmal nicht von Schlaganfall und co reden.

Für mich ist es icht entcheiden, welche Krankheiten man eventuell nebenbei noch "kriegen könnte", denn laut google kann man ja direkt den Tumor und co alles zusammenpacken und ist sowieso todkrank.

Meine Frage wäre eher, was man zur Entspannung tun/beitragen kann.. etc..

Von diesen Foren halte ich nicht viel, da ist die Migräne sowieso an allem Schuld, auch wenn die Mutter stirbt. Das ist alles nur Panikmache.

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Der Zusammenhang ist genau 1 zu 1. Doch die Lösung ist natürlich überhaupt nicht leicht. Du weißt ja selbst schon, dass Dein Leistungsdruck dich mächtig unter Dampf setzt. Vielleicht (oder vielmehr sicherlich) kommt es aus der Kindheit: Ein Vater, der nur loben und lieben konnte, wenn man eine gute Leistung vorzeigen konnte. So was macht krank. Du wirst trotzdem geliebt. Um deinen Selbstdruck aufzulösen musst hier an diesem Kindheitstrauma arbeiten. Es muss aufgelöst werden. Du brauchst keine Leistung vorzuzeigen. Du brauchst dich nicht zu zwingen. Du kannst und du darfst locker lassen. "Ich lasse locker" Das muss bei dir an 1.Stelle stehen. Fehler akzeptieren, Unsicherheiten akzeptieren, ein Risko eingehen, Vertrauen haben, die Kontrolle aus den Händen geben. Nicht immer alles kontrollieren. Los lassen. Locker lassen. Das ist ein ziemlich langes Programm. Schreib alles auf, mach eine Liste. Arbeite das mit einem Freund durch oder mit einem Lebenshelfer. Lass mal deinen Motor einfach im Standgas laufen. Bleib dabei fröhlich und bleibe dabei ganz bei dir selber. Das Motto heißt: Herunterfahren. Liebe grüße von Susi.

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