Unwohl beim Gedanken an die Arbeit?

6 Antworten

Du solltest alles aufschreiben (auch mit Zeiten), in denen Du Dinge erledigen musst, die mit Deinem Ausbildungsberuf nichts zu tun haben.

Außerdem empfehle ich Dir eine Art Tagebuch zu führen, in dem zu festhältst, was der Ausbilder zu Dir sagt, welche Aufgaben er Dir gibt, welche Auswirkungen das auf Deinen Lehrberuf hat.

Gibt es in Deiner Firma einen Betriebsrat und vielleicht sogar eine JAV (was ich hier leider nicht vermute)? Kannst Du nicht mal mit dem Vorgesetzten Deines Ausbilders reden? Personalchef, Geschäftsführer? Diese permanenten, dem Ausbildungsberuf widersprechenden Tätigkeiten sind ja auch zum Nachteil der Firma. Was passiert, wenn Du die Prüfung nicht schaffst da Dir fundamentales Wissen und praktische Übung fehlt?

Mit der zuständigen IHK solltest Du auch unbedingt reden. Dort schilderst Du die Situation mit Hilfe Deiner Aufzeichnungen. Wenn Du mit Fakten und Daten kommst, hast Du eine bessere Ausgangslage als bei einem Gespräch ohne Notizen. Da fallen einem oft wichtige Dinge nicht oder zu spät ein. Auch ein Gespräch mit dem Vertrauenslehrer der Berufsschule kann nicht falsch sein.

Ich zitiere Dir außerdem noch einen Auszug aus dem Arbeitsrechtkommentar von Prof. Dr. Peter Wedde zum § 14 BBiG (Berufsbildungsgesetz) in dem im Absatz 1 steht:

" Ausbildende haben dafür zu sorgen, dass den Auszubildenden die berufliche Handlungsfähigkeit vermittelt wird, die zum Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich ist, und die Berufsausbildung in einer durch ihren Zweck gebotenen Form planmäßig, zeitlich und sachlich geglierdert so durchzuführen, dass das Ausbildungsziel in der vorgesehenen Ausbildungszeit erreicht werden kann."

Auszug aus dem Kommentar: "Pflichten bei der Übertragung von Aufgaben an Auszubildende: Den Auszubildenden dürfen nur Aufgaben übertragen werden, die dem Ausbildungszweck dienen und ihren körperlichen Kräften angemessen sind. Werden dem Auszubildenden Aufgaben übertragen, die dem Ausbildungszweck nicht dienen, kann dieser die Verrichtung verweigern, ohne dass der Ausbildende dies sanktionieren könnte. Der Ausbildungszweck liegt in der systematischen Vermittlung der beruflichen Handlungsfähigkeit. Es geht also um die Übertragung von Aufgaben, die geeignet sind, den Ausbildungszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Die Übertragung von berufsfremden Arbeiten, insbesondere von Hilfs- und Nebenarbeiten ist unzulässig.

Eine an sich zulässige Verrichtung kann durch Wiederholung von dem Zeitpunkt an unzulässig werden, von dem ab sie keine weitere berufliche Handlungsfähigkeit mehr vermittelt. Die gelegentliche Heranziehung von Auszubildenden im Handwerk zur Grundreinigung der Betriebsräume verstößt nicht gegen das Verbot der Beschäftigung mit ausbildungsfremden Verrichtungen, sie muss jedoch in einem angemessenen Verhältnis zu den berufsspezifischen Tätigkeiten stehen und darf nicht dem Zweck dienen, dem Inhaber eine Putzkraft einzusparen."

Ich hab das selbe Erlebt.. nur putzen und so alles was halt nicht zur Ausbildung gehört.. Ich hab mich halt damit abgefunden, beim Putzen hat der Chef mich in Ruhe gelassen... Ich hab aber allerdings viel gechillt also langsam geputz und ganz ordentlich damit er sich Aufregt weil ich 5std den Gleichen Raum putze ahaha.EIn Kumpel war bei der Verdi die haben da aber auch nur einmal was gesagt dannach ging alles wieder den alten gang... also das half nix ... Einfach über dich ergehen lassen du schaffst das letzte Jahr auch noch aber ein Tipp schreib die Aufgaben die du gemacht HAST GENAU SO IN DEIN BErichtsheft!! z.B. Die mülleimer Sortiet usw. dann bekommt er von der IHK Ärger wenn die das bei der Prüfung sehen und verliert er seine Ausbildungsgenehmigung :)

Das mit dem ins Berichtheft schreiben ist eine gute Idee weil eigentlich habe ich mich geschämt sowas rein zuschreiben aber in Zukunft mach ich das

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@Geilerbock97

Ja wie gesagt bei meiner Mündlichen Abschlussprüfung bei der IHK da haben sie es angeschaut und dann haben sie Kontak aufgenommen, ich hab von ehemaligen Kollegen erfahren das er keine Azubis mehr einstellen darf :) Ziel erreicht 

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Halte durch.

Bei Problemen kannst Du Dich an den Ausbildungsbeauftragten der zuständigen Industrie- und Handelskammer wenden - dazu ist der da.

Ziehe die Ausbildung auf jeden Fall durch - es ist ja nicht mehr lange.

Sonst wäre die bisherige Zeit ja verschenkt.

Googele mal nach IHK und telefoniere mit Deinem Ausbildungsbeauftragten - der wird Dir helfen - zur Not auch bei der Suche nach einem anderen Arbeitgeber, bei dem Du Deine Ausbildung fertig machen kannst.

Kopf hoch!

Das blöde ist ich habe klare Nachteile im gegesatz zu meinen Klassenkameraden ich glaube kaum das ich wo anders genommen werde

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