Unwahrscheinlich, deshalb wahrscheinlich?

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6 Antworten

Du vergisst einen Gedanken dabei. Würdest es kein Leben geben, würde sich niemand diese Gedanken machen, also befindet man sich automatisch immer in dem höchst unwahrscheinlichen Fall, dass Leben entstanden ist, wenn man darüber nachdenken kann.

Damit ist es keine unabhängige sondern eine bedingte Wahrscheinlichkeit und somit kannst du daraus keinen Schluss auf andere Welten ziehen. :)

Nur weil etwas unwahrscheinliches passiert ist, bedeutet das nicht, dass sich dadurch seine Wahrscheinlichkeit erhöht.

Es gibt mit großer Wahrscheinlichkeit auch anderes Leben im All, möglicherweise sogar intelligentes, aber es ist noch viel wahrscheinlicher dass wir diesem niemals begegnen werden.

Jeder hatte schon mal solche Gedanken. Auch über das, was man würfelt kann man ins Sinnieren kommen. Die Sequenz, die du bei 100 Mal oder 1000 Mal würfeln erhälst, ist sehr unwahrscheinlich. Und doch hast du dich überhaupt nicht anstrengen müssen und es ist einfach passiert. Dass jemand anderes auch so würfelt, ist unwahrscheinlich. Warum dann du? Das sind Dinge, die zu verstehen unser Gehirn nicht gemacht ist. Ein Computer hätte damit keine Schwierigkeiten, aber der wurde ja auch nicht dafür entworfen und optimiert, sich im Urwald auf Bäumen zurechtzufinden.

apophis 28.02.2017, 14:06

Dein Beispiel zu verstehen ist sogar relativ simpel, ebenso simpel ist es genau die selbe Sequenz an Zahlen zu würfeln wie Person Y.

Was man als Zufall/Glück/Pech/Wahrscheinlichkeit kennt, ist im Grunde nur das Fehlen von Informationen was die Vorraussenzung angeht.

Beim Würfel sind diese Vorraussetzungen die Umstände des Würfelns. Also etwa wie der Würfel in der Hand liegt, die Art wie der Würfel geworfen wird, welche Bewegung, welche Kraft eingesetzt wird, aber auch der Untergrund wo der Würfel landet, ob dieser gerade oder schief ist, ob Wind herrscht und so weiter.

Schafft man es all diese Umstände nachzubilden, kommt man auf das selbe Wurfergebnis.

Natürlich ist es dem Menschen nicht Möglich die Umstände 1:1 nachzubilden, es ist aber nicht unverständlich.

Weiterhin führen mehrere Wege zum Ziel.
So kannst Du beispielsweise trainieren 6en zu würfeln.
Dabei wiegen Sachen wie die Wurfbewegung, Kraft und Haltung des Würfels mehr und lassen die anderen Umstände unwichtiger werden.

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Die Wahrscheinlichkeit, dass es neben unserem kein weiteres Leben im Universum gibt, ist um ein vielfaches geringer, als die Wahrscheinlichkeit, dass es welches gibt.

Durch den günstigen Abstand zur Sonne konnten sich aufgrund der damaligen atmosphärischen Bedingungen Aminosäuren bilden, die den Grundstock für Leben liefern. Elektrizität und Wasser haben die Weiterentwicklung begünstigt.

Somit ist jeder Planet, der ähnliche Voraussetzungen aufweist, potentiell lebensfähig.

Und wenn das Unwahrscheinliche dennoch eintrifft, dann ist das so. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit aber nicht.

Beispiel:
Es besteht eine Chance von 1:140.000.000 6 Richtige im Lotto zu haben.
Es ist also höchst unwahrscheinlich zu gewinnen.
Trotzdem gewinnt ab und an mal jemand.
Die Chance bleibt aber bei 1:140.000.000 und ein Gewinn ist somit immernoch genauso unwahrscheinlich wie zuvor.

Die Wahrscheinlichkeit an sich mag gering sein aber unter der Annahme, dass das Universum unendlich groß ist, ist mathematisch bereits bewiesen, dass alles, egal wie wahrscheinlich (solange die Wahrscheinlichkeit über 0% liegt) eintritt.

Auch sollte uns die geringe Wahrscheinlichkeit für unsere Existenz nicht irritieren. Wären wir nicht, könnten wir uns nicht darüber im Klaren sein nicht zu existieren.

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