"unverstand" und introvertiert

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3 Antworten

Es ist schwierig dir darauf eine gute Antwort zu geben, daher fasse ich die Problematik erst einmal so zusammen, wie ich sie für mich selbst verstanden habe. Du schottest dich klar von deinen Mitmenschen ab - nicht weil du sie nicht magst, sondern weil du dich unverstanden fühlst. Freundschaften definierst du anders und das würdest du vielleicht auch gerne können, kannst du aber vielleicht nicht. Da du dich für unverstanden hälst, ist es einfacher zu sagen, dass du anders bist.

Und um dir nun eine Antwort auf die Frage zu geben, ob und wie du es ändern kannst, ist hier folgendes für dich:

JA , du kannst etwas daran ändern. Doch wichtig ist es, dass du erst einmal verstehst, dass es zwei Arten von Menschen gibt, wie du schon am Rande bemerkt hast. Introvertierte und Extrovertierte. Die Extrovertierten können nicht verstehen, weswegen man sich abschottet, wollen Party machen, das Leben genießen, soziale Kontakte knüpfen und sind in jeder Hinsicht offen und frei für das Leben. Du hast dir bestimmt schon Kommentare anhören müssen wie "sei doch nicht so" oder "komm doch mal aus dir heraus".. Das Grundproblem ist die mangelnde Verständigung untereinander. Du bist ja in keiner Weise unzufrieden, sondern lediglich unverstanden. Du brauchst nicht ständig Menschen um dich herum und kannst sehr wohl aus dir herauskommen, siehst dazu aber nicht zu jeder Zeit des Tages einen Anlass. Freunde sind für dich keine Menschen, welche man kategorisch in Listen einträgt (Facebook) sondern wirkliche Menschen mit denen du wichtige Dinge im Leben gemeinsam gehen kannst und du schätzt Freundschaften auch vielmehr Wert. Was eine Freundschaft für dich selber bedeutet weiß ich nicht genau, aber das Verständnis für dich aufzubringen, weil du halt nicht in den Mainstream-Trott verfallen bist, das ist nicht immer für alle Menschen leicht.

Nun hast du nach dem Überspielen gefragt. Damit setzt du deiner Persönlichkeit eine Maske auf, versteckst dich hinter Gedankengängen und Idealen, welche nicht deinen wahren Charakter wiederspiegeln. Und damit machst du genau das, was ca. 99% der Menschen machen. Wenn du glaubst, dass es dich glücklicher macht, dann würde ich dir dazu raten, denn unglücklich solltest du nicht sein brauchen.

Mein Rat ist folgender: Suche dir (wenn du nicht hast) Freunde, von denen du glaubst, dass sie dich verstehen. Das ist goldwert. Und dann brauchst du dich auch nicht zu fragen, ob du es richtig machst und dich ändern musst. Denn viele Menschen ändern sich überstürzt und verfallen damit in Muster - sind leicht durchschaubar. Wenn du zu dir selber stehst dann hast du schon eine Menge erreicht !

So sehe ich das jedenfalls.

LG

Danke für die Antwort, aber ist deine Zusammenfassung nicht völlig korrekt; Ich bin keineswegs damit zufrieden, mir ist auch egal, wer mich so akzeptiert oder nicht. Ich möchte - wie man an der Frage eigentlich erkennen kann - daran dringend etwas ändern, da ich es oftmals sehr 'schmerzhaft' finde, wenn mir auffällt, dass ich mit niemandem über meine vielen Probleme reden kann. Wahrscheinlich könnte ich das zwar ebenfalls nicht, wenn ich jemand hätte, der mich wirklich versteht, denn die meisten sind zu, na ja, seltsam. Und nochmal zu dem mit dem Überspielen: Ich (möchte) ausschließlich versuchen, mich in diese oberflächlichen Durchschnittsmenschen hineinzuversetzen, damit ich vllt. irgendwie ihre Gefühle nachvollziehen kann. Ich meinte damit nicht, dass ich so tue, als wäre ich anders als ich es bin.

Suche dir (wenn du nicht hast) Freunde, von denen du glaubst, dass sie dich verstehen. < Freunde suchen? Da liegt doch das Problem! Wenn ich suche,finde ich nur immer wieder diese, die so sind wie alle anderen. oftmals sagen sie, wenn ich ihnen etwas erzähle, sie würden wissen was ich meine, mich verstehen etc, doch daran wie sie es vesuchen zusammenzufassen, erkenne ich sofort, dass sie keine Ahnung haben wie es mir geht/was ich meine. Wenn du zu dir selbst stehst dann hast du schon eine Menge erreicht!< Natürlich stehe ich zu mir selbst, das habe ich ja vorhin schon erklärt, auch in der Frage, aber ändert das alles nichts daran, dass ich mich mit niemandem identifizieren kann. Wenn ich von etwas überzeugt bin, stehe ich dazu, zu meiner Meinung und mir ist es vollkommen egal, was andere dazu meinen. Da liegt und lag noch nie das Problem...

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@Jeart

Ich werde wirklich alt bei deiner Frage. Du drückst dich ziemlich gut aus, jedoch ist es für mich persönlich unverständlich, da ich selber nicht in der Situation bin oder war, dass ich nicht verstanden wurde. Und ich kann mir vorstellen, dass es frustrierend sein muss.

Du empfindest es als schmerzhaft, wenn dir auffällt, dass du mit niemanden über deine Probleme reden kanst. Grund an der Tatsache, dass es nicht zu den Gesprächen kommt ist die Oberflächlichkeit der Menschen, selbst von Menschen, mit denen du glaubst reden zu können. So habe ich das jetzt soweit verstanden. Da ich aber laut deiner Definition auch zu den oberflächlichen Durchschnittsmenschen gehöre bin ich ja demnach gar nicht in der Lage, dir eine Antwort zu geben, welche dir vielleicht helfen könnte, selbst wenn ich das wollte.

Aber du hast als zweiten Punkt geschrieben, dass du dich gerne in andere Menschen hineinversetzen möchtest, um sie zu verstehen. Klar, damit ist nicht die Maskerade gemeint, die ich angesprochen habe, denn die würde ich auch vermeiden, da du so oder so induviduell und besonders bist. Doch ich finde, da liegt der Knackpunkt. Dir ist es egal, wenn du so akzeptiert wirst wie du bist und es bringt dir Nichts, wenn dich jemand versteht ? Denn dieser Mensch ist seltsam ? Vielleicht verstehe ich dich wieder völlig falsch, denn eigentlich ist es doch egal, wie der Mensch ist. Wenn er für dich da ist, dir zuhört, sich deine Problematiken anhört und darauf eingeht, dann ist das schon die halbe Miete. Ob er dann auch wirklich was daran ändern kann, das lässt sich zeigen. Nur wenn du systematisch alle Menschen in eine Schublade steckst, dann ist es doch vielen gar nicht möglich, dir zu helfen. Wie gesagt, ich gehöre aller Wahrscheinlichkeit auch zu den "oberflächlichen Durchschnittsmenschen" aber ich bin glücklich und habe kaum Probleme. Und ich musste mich auch nicht unterordnen und lebe mein Leben in meinem Stil, mit meinen Freunden.

Zugegeben, meine Antwort "such dir Freunde, wenn du nicht schon die hast, welche du brauchst" hilft dir nicht weiter. Aber was hättest du denn gesagt, wenn ich geschrieben hätte, dass man keine solchen Freunde suchen kann, sondern sie in dem Moment findet, wenn man am wenigsten damit rechnet ? Wahre Freundschaften zeigen sich weder abends beim Fussball gucken, oder auf einer Geburtstagsfeier mit allem drum und dran. Sondern dann, wenn du wirklich denkst, dass es nichtmehr weiter geht und du ein Problem hast, aus dem du dich nichtmehr alleine lösen kannst. Bei mir war es die Trennung einer Beziehung, ein soziales Loch. Da haben mir meine Freunde rausgeholfen und seitdem weiß ich auch, wer zu meinen Freunden zählt und wer nicht - und vor allem : warum..! Da hilft hartnäckiges Abwarten oftmals nicht aus. Zu den Menschen in deiner näheren Umgebung ist Toleranz ganz wichtig. Mich verstehen viele Menschen nicht, auch nicht im zweiten Anlauf und dass, obwohl ich mir Mühe gebe sehr ersichtlich zu sein und einfach gestrickt. Aber darauf kommt es auch nicht an, sondern man versteht sich und man wird akzeptiert wie man ist. Die Probleme löst man mit den Freunden, die wirklich in jeder Situation zu einem halten.

Ich habe auch keine Ahnung, wie es dir geht oder was du meinst. Egal ist es mir trotzdem nicht, denn auch wenn ich DICH nicht verstehen kann, kann ich verstehen, dass du halt ein Problem hast welches du gerne gelöst wüsstest. Und deswegen antworte ich dir hier. So denken oberflächliche Durchschnittsmenschen ;-) Und Freunde sind die Menschen, die sich nicht abwimmeln lassen und immer für dich da sind und sich dann zeigen, wenn du sie am dringensten brauchst.

Du kannst dich mit Niemanden identifizieren. Was bringt es dir, das zu müssen ? Glaubst du erst dann zu wissen wer du bist, wenn du dich in anderen Menschen siehst ? Ich habe von ein paar Menschen ein paar Eigenarten übernommen, weil sie mir gefallen haben, mich inspiriert haben. Aber mich wirklich mit jemanden identifiziert habe ich mich auch noch nicht, jedenfalls nicht bewusst. Vielleicht bewertest du das ein wenig zu hoch - oder vielleicht ist meine Sichtweise auf deine Problematik zu beschränkt.

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Ja, Du könntest es ändern und auch überspielen! Das ist aber nicht die Lösung!!! Denn Du würdest dabei nicht glücklich und veräppelst nur Dich selbst! Das sollte nicht das Ziel sein!!! Wenn Du etwas ändern möchtest, versuche an erster Stelle wieder offen mit Deinen Eltern zu reden, damit Du wenigstens sie als Ansprechpartner für alles hast, was Dich bewegt, auch wenn sie anders ticken. Es wird Dir aber gut tun. was ich Dir noch empfehlen würde, halte Deine Augen auf, für andere, die vielleicht doch Deine Interessen teilen und spreche sie an. Auch Du wirst das schaffen und Freunde finden!!! LG Tauzieherin ;o)

Es ist zum (die seite zensiert sachen) durchdehen so zu sein oder?der eintrag ist jetzt 7 montate alt wäre cool wenn du dich hier nochmal melden würdest damit wir das problem aus der welt schaffen können.

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