Unverschuldeter Autounfall, gegnerische Versicherung schätzt Auto zu niedrig, Anwalt nicht hilfreich

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4 Antworten

Die entscheidende Auskunft hast Du hier gar nicht eingestellt - wie alt ist dieses Fahrzeug? Ausgehend von der Unfallbeschreibung ist das nie und nimmer mit € 1500.-- zu reparieren. Alleine die sach- und fachgerechte Ausrichtung und Reparatur von Unterboden und Heckklappe samt Lackierarbeiten dürften locker bei € 2500.-- bis € 3000.-- liegen - und das unter der Voraussetzung, dass der Rahmen nicht verzogen ist. Und Seitenwand und Heckstoßstange kommen ja noch dazu. Somit stellt sich in der Tat die Frage, ob dies nicht ein wirtschaftlicher Totalschaden ist. Ohne detailliertere Angaben zum Typ und Alter des KFZ kann man dazu aber nichts sagen.

elena2309 08.07.2011, 15:33

Hoppala. Es ist ein Lexus IS200 Sport, Baujahr 1999.

laut der gegnerischen Versicherung ist es auch ein wirtsch. Totalschaden - aber wie denn auch nicht, wennd as Auto auf 3000 Euro geschätzt wird?

Sie dürfen den Automarkt in Österreich nicht mit dem deutschen verwechseln, da in D die Autos deutlich billiger sind und auch das Angebot größer ist. Der billigste IS200 der in Ö zum Verkauf angeboten wird ist einer mit ~240 000 Kilometern um ~5000 Euro. Meiner hatte zum Kaufzeitpunkt 157 000 Kilometer auf der Uhr. Serviceheft voll übrigens.

LG

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FordPrefect 08.07.2011, 15:48
@elena2309

In der Tat ist natürlich der österreichische Markt kleiner als der deutsche - nur ist das im Gebraucht-KFZ-Bereich irrelevant. Denn aufgrund der Binnenmarktregeln kann das Fahrzeug ja problemlos nach Österreich verbracht werden (und zwar möglicherweise - je nach Standort - schneller als innerösterreichisch!); insofern stellt sich die Problematik wohl nach Auffassung der Versicherung nicht. Ich muss zugeben, dass ich hier der Versicherung zustimmen würde - der Restwert dürfte realistisch irgendwo zwischen € 3000.-- und € 4500.-- liegen.

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FordPrefect 08.07.2011, 15:52
@FordPrefect

Nachtrag: Allerdings schlägt in Österreich hier die NOVA überproportional stark durch, das darf man in der Tat nicht übersehen!

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elena2309 08.07.2011, 16:07
@FordPrefect

Der Import als solcher ist ja kein Problem, nur zahlt man am Ende wieder den selben Preis oder vielleicht sogar mehr als in Österreich (Zulassungsschein, NOVA, etc...)

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elena2309 24.10.2011, 05:11
@FordPrefect

Ich wollte mich hier noch einmal zu Wort melden, vielleicht hat jemand mal ein ähnliches Problem und mein Fall ist mittlerweile erledigt.

Wie gesagt wollte man mich mit rund 1500 Euro abspeisen, da der Gutachter der gegnerischen Versicherung das Auto auf etwa 3000 Euro geschätzt hatte. Ich habe mir noch ein Gutachten bei der DEKRA erstellen lassen, welche den Wiederbeschaffungswert auf 5700 Euro geschätzt haben.

Nachdem ich nun das neue Gutachten, sowie auch die Rechnung vom Händler bei dem ich das Fahrzeug erstanden habe (um 6800€) der gegn. Verischerung zugesandt habe, erhielt ich kurze Zeit darauf einen Anruf, ob ich denn mit 4150 Euro einverstanden bin. Diese Summe wurde mir dann auch überwiesen.

MfG

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Bei einem Autounfall den die Gegnerische Seite verschuldet hat den Unfall auf nehmen, oder bei Streit die Polizei holen dann mit den aufgenommenen Daten des Verursachers zu deinem Versicherungsvertreter und der hat Kontakt zum Versicherungsdachverband, der dann sich mit der Gegnerischen Versicherung in Kontakt tritt.

Zu gleich auch einen freichen Gutachter wählen der wird ab 1500.-€ bezahlt, die Daten vom Schaden werden dann vom freien Gutachter an die Versicherung weiter gereicht und werden sich dann zu dem Unfallschaden äusern.

Und erst wenn dann Streit endsteht, dann einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht konsultieren.

L. G. Aral59

Bei einem unverschuldeten Unfall, bei dem es zu Streit zu kommen droht:

Immer unmittelbar danach einen vereidigten (und damit unabhängigen) Gutachter beauftragen. Sofort, und nicht, wenn die gegnerische Versicherung schon einen eigenen Gutachter geschickt hat. Gutachterkosten muß die gegnerische Versicherung mit übernehmen.

Immer direkt einen Anwalt beauftragen. Auch dessen Kosten muß die gegnerische Versicherung übernehmen. Und den Anwalt nicht erst beauftragen, wenn die gegnerische Versicherung schon länger alles verzögert...

Daß Du jetzt, nach drei Monaten, noch eine anerkennbares Gutachten bekommst - vergiß es.

Und ich glaube, diese Regeln gelten nicht nur für Deutschland, gewiß auch für Österreich.

elena2309 08.07.2011, 14:56

Der Unfall ist ja nicht drei Monate her sondern etwas über einem Monat. Einen guten Teil der Zeit hat auch mein Anwalt vergeudet. Im Prinzip hat er nichts getan, ausser dass er seinem "guten Bekannten" einen Auftrag verschaffen wollte.

Die ganzen Kosten schrecken mich einfach ab, die Angst, dass ich auf all dem sitzen bleiben könnte. Dabei stand ich bloß an der Ampel :(

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Ich weiss nicht was der Anwalt für eine Fachrichtung hat, aber richtig wäre die Fachrichtung Verkehrsrecht und Vertragsrecht, das sollte der Anwalt beherschen.

L. G. Aral59

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