Unverheiratet - Tochter - Partner ist Hausmann - Welche Steuerklasse?

5 Antworten

Du bist nicht verheiratet, daher gibt es kein Ehegattensplitting, du hast daher jetzt die Steuerklasse 1 für Ledige. Die Steuerklasse 2 geht nicht mehr, denn dafür darf kein weiterer Erwachsener im Haushalt leben. Du bekommst also weniger raus als zuvor mit der Steuerklasse 2.

Du hast Steuerklasse I.

In Deiner Einkommensteuererklärung kannst Du für Deinen Freund einen Freibetrag gem. § 33 a EStG beantragen. Dieser ist jeweils so hoch wie der Grundfreibetrag. in 2016    8.672,- Euro.

Mein Freund bekommt monatlich 400 Euro Unterstützung von seiner Mutter weil er sich um sie kümmert. Die Mutter wohnt aber woanders. Die Mutter setzt diese monatliche Belastung in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung ab. Wie verhält sich die Sachlage dann genau für mich als unverheiratete Lebensgefährtin. Mein Freund ist ja selbst nicht steuerpflichtig da sich die Unterstützung ja unter dem Freibetrag befindet.

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@moedrath

Das was Du abziehen kannst, wird um 4.176,- Euro gekürzt. "Eigene Einkünfte und bezüge werden abgezogen, soweit sie 624,- Euro pro Jahr übersteigen.

Die Mutter zahlt ihm 4.800,- - 624,- = 4.176,- Euro Kürzung bei Dir.

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@wfwbinder

Vielen lieben Dank für Deine Hilfe. Jetzt müsste ich nur noch wissen auf welchem Vordruck und in welcher Zeile ich das eintragen kann? Ach ja und welche Summe bezogen auf meinen Fall trage ich denn da jetzt ein. Vielen Dank das Du Dir die Zeit für meine Fragen nimmst, so einen blöden Fall hatte ich noch nie in meinen Steuererklärungen, außerdem bin ich extrem sauer das mich das Finanzamt von Steuerklasse 2 (vorher alleinerziehende Mutter mit Tochter im Haushalt) jetzt in Steuerklasse 1 eingestuft hat nur weil jetzt noch mein Freund bei mir wohnt welcher zudem noch Hausmann ist. Seine 400 Euro Unterstützung von der Mutter gehen schon zu fast der Hälfte für dessen freiwillige Krankenversicherung drauf. Das er von dem Rest nichts zur Haushaltskasse beitragen kann leuchtet wohl jedem ein. Ganz im Gegenteil, er ist zwar sehr anspruchlos, trotzdem sind meine gesamten Lebenshaltungskosten dadurch gestiegen und die Einstufung in Steuerklasse 1 macht es nur noch schlimmer, dadurch fehlt mir jeden Monat einiges an Einkommen. Wo bitte bleibt da die soziale Gerechtigkeit? Das Argument man könne ja auch heiraten kann ich nur beschränkt gelten lassen, war man einmal verheiratet wird beim nächsten mal vielleicht etwas vorsichtiger sein diesen Schritt zu tun.

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@moedrath

Das Finanzamt kann dafür nichts, das ist Gesetzeslage.

zu den Abzugsfähigen 8.672,- Euro kommen die Beträge zur Krankenversicherung übrigens noch dazu. Also 8.672,- + KV-Beiträge - 4.176,- = abzugsfähig gem. § 33 a EStG.

Das kommt in den Mantelbogen auf Seite 3.

Die Frage der sozialen Gerechtigkeit ist immer eine Frage, was man als gerecht empfindet und was ggf. nachweisbar ist.

Wo sollte z. B. ein Finanzbeamter dran erkennen, ob es sich um ein Paar handelt, oder um eine Wohngemeinschaft? Diese Dinge sind schwierig.  Jeder der die völlige Gleichstellung von eheähnlichen Gemeinschaften fordert, sollte sich überlegen, wann beginnt die, wann endet die? Bei der Ehe ist das einfach. Heiratsurkunde und Scheidungsurkunde sind amtliche Dokumente. 

Davon abgesehen, die von mir genannte Regelung kommt dem Splittingvorteil schon relativ nahe udn wenn man sich mit einem Einkommensteuerrechner im Internet daran macht kann man feststellen, ob Ihr Euch nicht besser stellt, wenn die Mutter ihm nur noch 300,- Euro schickt udn dafür auf den Abzug bei sich verzichtet, weil sie evtl. eventuell nur Rentnerin ist und die 4.800,- Abzug nur ein paar hundert Euro bringen und bei Dir 1.500,- und mehr bringen könnten.

Das sind die Fälle, wo sich die paar hundert Euro für einen Steuerberater 3-6 fach auszahlen.

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Ich vermute, Du gehörst in die Steuerklasse 2.

Vielleicht hilft Dir das weiter:

http://steuerklassen.biz/

Nein, da sie nicht allein mit ihrer Tochter wohnt.

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