Unterstützung bei Entgiftung (Alkoholabhängigkeit)

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7 Antworten

Nein, sowas gibt es nicht. Die Ärzte geben ihm, was er braucht, damit sein Gehirn nicht am Rad dreht. Ansonsten muß er da durch! Gegen die Schwitzerei kann Salbei helfen, als Tee und als Waschung, aber eigentlich ist das eine Reaktion des Nervensystems, die sich bestenfalls dämpfen, aber sicher nicht beseitigen läßt. http://transpiration.de/salbei.html Ansonsten braucht er viel Flüssigkeit/Wasser und die bekommt er im Haus.

Bitterkraut 06.01.2015, 12:44

Danke fürs Sternchen!

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Gefährliches Pflaster!

Für trockene Alkoholiker gibt es scheinbar ellenlange Listen von Lebensmitteln, die sie ihr ganzes Leben lang nie wieder anrühren dürfen, wenn sie keinen Rückfall erleben wollen.

Aber da sprechen wir schon von einer Basis, die bei Deinem Freund noch nicht erreicht ist. Daher würde ich mich sowohl bei den Säften, als auch bei den anderen Sachen, die Du ihm mitbringen willst - Du meinst es ja nur gut mit ihm - in jedem Fall mit dem Fachpersonal in der Entgiftung in Verbindung setzen.

Dein Freund hat eine verdammt harte Zeit vor sich. Und ich muß mich schon wundern, daß sie bei einer Entgiftung überhaupt Besuch zulassen. Ein Freund von mir mußte bei all seinen Entgiftungen jedesmal in die geschlossene Abteilung und war während der Zeit für niemanden zu erreichen.

Eigentlich gehe ich ja davon aus, daß sie dort alles an Lebensmitteln da haben, was benötigt wird. Deswegen beharre ich sehr darauf, vorher das Klinikpersonal zu befragen. Nicht, daß das was er sich wünscht, die ganze Entgiftung tropediert...

Aber vielleicht kannst Du ihm helfen, indem Du seine Zeit nach der Entgiftung vorbereitest? Dann sind die Fachleute nicht mehr für ihn da bzw. zuständig, und jemand, der ihm hilft ein konsequent trockenes Leben zu führen, wäre das beste, was ihn danach erwarten könnte.

Vielleicht kann Dir auch folgender Link noch weiterhelfen:

http://www.a-connect.de/hilfea.php

Viel Glück!

Anda2910 07.09.2014, 02:34

Das mit der geschlossenen Abteilung ist soweit mir bekannt zumeist dann, wenn der Partient im Delir ist oder diese schon hatte, hatte er eines ist zu erwarten, dass auch weitere folgen...

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Während des Entzuges und die ersten Wochen nach der Entgiftung, sollten auch Vegetarier sich überwinden und täglich Fleisch essen. Das sollte im Krankenhaus kein Problem sein.

Manchen hilft auch schon bei Entzugserscheinungen die Kombination aus Cola und Schokolade als "Notmedikation"; spätestens bei Suchtdruck hilft dies den meisten.

Wichtig wäre eine anschließende Suchttherapie (bzw. zunächst eine Entwöhnungsbehandlung) in eienr Suchtklinik oder ambulant bei der Caritas, Diakonie oder einer anderen Suchtberatungsstelle. Zusätzlich ist für die meisten der regelmäßige und häufige Besuch einer Selbsthilfegruppe unerlässlich (anfangs am besten täglich, man muss halt in verschiedene Gruppen und fahren). Wenn er das möchte, kannst du ihn fragen ob du ihm Infos aus dem Netz zusammensuchst.

Ich würde, wenn es nur eine körperliche Entgiftung im KH ist, nicht zu große Hoffnungen auf deiner Seite haben, dass dies zur Abstinenz führt. Ich denke, er hat noch einen sehr weiten und steinigen Weg vor sich. Die Entgiftung im KH erfolgt vermutlich eher aufgrund körperlicher Bedingungen, nicht als ein Ausdruck einer ernsthaften Abstinenzvornaheme, geschweige denn tatsächlichen Entscheidung zur Abstinenz. Es geht eher um langfristige Unterstützungsangebote ohne sich dabei in die Strukturen seiner Krankheit zu verstricken. Wenn du es mit der Unterstützung ernst meinst, solltest du dich selbsst sehr gut über das Krankheitsbild informieren.

"Hilfe durch Nicht-Hilfe!" Das hört sich hart an, ist aber bei Suchterkrankungen das Notwendige!

Mir sagen nüchterne Alkoholiker immer wieder, dass ihnen selbst bewusst werden musste, was der Alkohol mit ihnen macht. Das ist schwer bis unmöglich, wenn Angehörige durch ihre "gut gemeinte" Hilfe verhindern, dass sie sich der Folgen bewusst werden.

Ich habe damals meine ersten hilfreichen Informationen von Anonymen Alkoholikern bekommen. Von ihnen bekam ich auch Informationen über Selbsthilfegruppen für Angehörige von Alkoholikern. Dort habe ich begriffen, dass meine gut gemeinte Hilfe dafür sorgte, dass mein Mann weiter saufen konnte.

Hallo, aus eigener Erfahrung weiß ich,daß es in der Klinik alles gibt was man braucht.Die von Dir geschilderten Entzugserscheinungen sind völlig normal und hören nach ein paar Tagen wieder auf.Wichtiger ist die Unterstützung die er von Dir bekommt....nämlich daß Du zu ihm stehst....das macht nicht jede Partnerin/jeder Partner mit.Das wird ihm helfen,den ganzen Entzug und vielleicht eine anschließende Therapie zu überstehen....ich bin seit 15 Jahren trocken und weiß also wovon ich rede...ich wünsche Deinem Freund und Dir die Kraft,das alles zu überstehen und ein abstinentes Leben.MfG

Alkoholsucht ist je nach Schweregrad etwas sehr schwerwiegendes bzw. auch zumeist langjähriges...

Es geht bei der Entgiftung darum, dass die körperliche Sucht verlagert wird, durch das Diazepam werden die körperlichen Symptome unterdrückt und es erfolgt eine Suchtverlagerung, aber das Diazepam ist leichter auszuschleichen als eben der Alkohol wegen der körperlichen Symptomatiken.

Was für eine Entgiftung macht er denn, eine qualifizierte oder die normale?

Soweit mir bekannt gibt es bei der qualifizierten noch zusätzlich bestimmte Vitamine.

Er sollte danach definitiv eine Langzeittherapie anstreben, ohne die funktioniert das nicht und nur mit einer Entgiftung ist es leider nicht getan. Des weiteren wäre es sehr wichtig, dass er das ganze für sich macht, er also für sich und von sich aus beschlossen hat, mit dem Alkohol aufzuhören, denn ohne dem sehen die Heilungschancen eher schlecht aus.

Unterstützung ist vom jeweiligem Menschentyp abhängig. Früher dachte man alle fallen lassen und damit wäre es getan, so leicht ist das aber nicht und funktioniert bei manchen Menschen eben auch nicht. Es gibt den Typ Mensch der dann erst Recht versackt und dann aber den anderen Typ der sich dann berappelt und es kapiert, dass er was tun sollte.

Was die Nahrungsmittel angeht, so würde ich dort mal nachfragen, die können Dir das am besten sagen, denn da sollte jetzt geschaut werden, ob die inneren Organe soweit noch alles an Tätigkeiten übernehmen und noch keine Langzeitschädigungen in Sicht sind.

Ist z.B. die Leber geschädigt, so kann man da oder sollte man sogar schauen, dass man eine geeignete Diät beginnt, welche Leberschonend wirkt bzw. diese unterstützt... d.h. weniger Kohlenhydrate und auch weniger Fette, als Entgiftung für die Leber gibt es z.B. Artischockendragees die auch sehr gut helfen.

Hallo

Schön - dass du dich um deinen Freund kümmerst.Das was du mitbringst ist vollkommen

okay so .Du zeigst ihm ja , dass du für ihn da bist --das ist besser als jedes Mitbringsel.

Lass ihn nicht fallen--das werden in Zukunft andere tun--auch von denen --

wo man es nicht erwartet hätte.

Du kannst ja bei deinem Besuch ---Ärzte und Pflegepersonal fragen --was er

noch benötigen , bzw. brauchen könnte.Der Rest ist da eh abgedeckt ,

hat ja Bitterkraut schon gut beschrieben.

Alles Gute für deinen Freund und natürlich auch für dich.

VG pw

Bitterkraut 07.09.2014, 02:20

Sie kann ihn auch selber fragen, was er noch benötigen könnte. Er wird ja sprechen können.

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peterwuschel 07.09.2014, 02:25
@Bitterkraut

Das schon --aber ob er da auch Alles haben darf -- was er möchte ?

Kann man ja absprechen mit den Leuten die ihn betreuen/behandeln.

pw ( -:

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