Unterstützt man als Veganer/Vegetarier nicht auch Tierleid durch den Dünger?

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9 Antworten

Hallo! Es ist fast schon zum Hobby der Fleischlobby geworden immer noch Haare in der vegetarischen Suppe zu finden und natürlich gibt es die auch. Aber es geht doch um das Große. Die Hälfte der weltweiten Getreideernte und 80% der Sojaernte wird verfüttert. Allein Deutschland importiert jährlich 5,3 Millionen Tonnen Futtersoja. Für die Fleischerzeugung braucht man ein vielfaches an Futtermittel. Nachfrage nach Fleisch steigt --> Nachfrage nach Futtermittel steigt --> Getreidepreise steigen --> Menschen hungern. Würden alle Menschen so viel Fleisch essen wie wir in den Industrieländern, bräuchte man weltweit 3 mal mehr landwirtschaftliche Nutzfläche als jetzt . Das alles belegen Studien aus den USA, Großbritannien und Deutschland. Und wurde so oder ähnlich auch schon im TV ARD / ZDF gesagt und gezeigt. Zitat : Wir sind gerade dabei die Festplatte unseres Planeten zu löschen. Und der Fleischkonsum hilft da emsig mit. Fleisch frisst Land - sagt auch der WWF in einer Studie. Und mit dem Land verschwinden auch die Tiere.

Bin übrigens Mischköstler, esse aber sehr wenig Fleisch.. alles Gute.

Selbst als Veganer wirst du wahrscheinlich nie 100%ig vegan leben können, selbst wenn du versuchst auf alles mögliche zu achten. Irgendwo wirst du immer ungewollt noch etwas Tierleid "unterstützen". Ob es nun Saft ist, bei dem du nicht wusstest, dass dieser mit Gelatine gefiltert wird, "natürliche Aromen", die nicht mal vegetarisch sind oder eben der Dünger. Allerdings verringerst du das Tierleid ein ganzes Stück, wenn du dich vegan ernährst und das ist noch lange nicht alles: Indirekt wirkst du sogar dem Welthunger entgegen und tust etwas für den Umweltschutz.

Also das ist nun wirklich überbrieben. Die Tiere werden doch nicht gehalten, damit sie Dünger produzieren. Das ist eher ein Abfallprodukt, das man aber noch sinnvoll verwendet. Das fände ich nun schon krankhaft, wenn man nicht einmal Pflanzen ißt, die mit tierischen Düngern gepflegt wurden (zumal das ja nun wirklich das natürlichste auf der Welt ist).

  1. Weiß ich dass es ganz natürlich ist und ich habe ja auch nichts dagegen, dass man den Tierkot verwendet, den brauchen die Tiere ja nun wirklich nicht mehr.

Aber ich frage mich nur, ob man überhaupt komplett aufhören kann Tierleid zu unterstützen, was Essen betrifft. Der Kot kommt ja sicher nicht von glücklichen Kühen, außer vielleicht bei Biogemüse, aber da bin ich mir auch nicht so sicher.

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@UsernameABC

Also ich weiß ja, daß manche Veganer sehr radikal eingestellt sind. Aber man kann es wirklich deutlich übertreiben. Und das machst du gerade. Denn die Tierfäkalien kommen so oder so wieder in den Naturkreislauf zurück. Du kannst es also gar nicht verhindern, daß du damit in Berührung kommst. Und glaube mir, die Qualität einer Pflanzlichen Nahrung ist so ziemlich identisch, egal irgendwo ein glückliches Tier aufs Feld kotet oder ob mit den Ausscheidungen der weniger glücklichen Tiere gedüngt wird. Und eigentlich tust du den Masttieren noch etwas gutes. So haben die Halter einen Grund, den Kot aufzufangen und zu verwerten und lassen die Tiere nicht im eigenen Kot leben.

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@DerTroll

Ich übertreibe trotzdem nicht. Ich stelle mir einfach nur berechtigte Fragen. Ich höre deswegen ja jetzt nicht auf Gemüse zu kaufen.

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@UsernameABC

Ich finde ehrlich gesagt, schon allein die Tatsache, sich so eine Frage zu stellen, ist pure Übertreibung.

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Wenn man von der mittlerweile viel zu oft praktizierten Überdüngung der Äcker und der Tatsache, dass Dünger allgemein nicht für Pflanzen nötig sein muss, absieht, stimme ich dir zu.

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Du solltest dich mal nach Lichtnahrung erkundigen. Da sind angeblich große Fortschritte in den letzten Jahren gemacht worden.

es gibt Biovegane Landwirtschaft z.b. Hier:

http://www.gaertnerhof.org/

aber das ist der EINZIGSTE in Deutschland da sich das wirtschaftlich kaum lohnt denn auch vegane Produkte werden nur Produziert um verkauft zu werden und nicht aus nächsteliebe. Für die Versorgung muss dort immer ein Jahr lang eines der drei Felder brachliegen. Bakterien im Kleegras bündeln den Stickstoff aus der Luft und versorgen so den Acker für die kommenden zwei Jahre mit Nährstoffen. Also Platzverschwendung und unökologisch da dort mit Düngerpellets zugedüngt werden muss da der Klee nicht ausreicht somit kein geschlossener Kreislauf weil zugekauft werden muss. Also eine Ökologische sackgasse.

Tiere die Dünger abwerfen werden gehalten um Fleisch zu produzieren und nicht um Dung zu ernten DAHER nicht vegan.

man muss sich einfach damit abfinden dass der Mensch ein Allesfresser ist und dass JEDE ernährungsweise den Tot von Lebewesen beinhaltet das lässt sich nicht vermeiden.

Als Vegetarier unterstützt man auf alle Fälle viel Tierleid!

In wie fern?

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@UsernameABC

Männliche Küken legen keine Eier, also braucht man sie nicht und schreddert sie - auch auf Biohöfen. Kühe geben nur Milch, wenn sie ein Kalb geboren haben, das man ihnen dann wegnimmt. Davon ab muss man zwangsläufig die Rindviecher essen, um eine Kuh-Überbevölkerung zu vermeiden. Zur Käseherstellung braucht man Lab, das kommt aus Kälbermägen (und das geben die auch nur in geschlachtet her).

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Pflanzen werden doch mit Dünger (Rinderkot etc.) gedüngt

Es gibt auch Kunstdünger, ob dieser ökologisch wertvoller ist wage ich zu bezweifeln.

Wer sich gesund und nachhaltig ernähren will sollte am besten auf Fertigprodukte verzichten und auf regionale/saisonale Waren zurück greifen.

Je weniger etwas industriell verarbeitet wird umso weniger schädigt man die Umwelt und desto gesünder ernährt man sich.

Pflanzen müssen im übrigen nicht zwangsläufig gedüngt werden, das ist nur eine Methode um die Ausbeute zu erhöhen und auch auf unfruchtbaren Böden Gemüse und Obst anzubauen. Ebenso wie Tiere nicht zwangsläufig gefüttert werden müssten.

in einem gewissen Sinne ja, weil der Dünger ja auch verkauft wird.

Die Tiere werden doch nicht für den Kot gezüchtet, daher meiner Meinung nach nicht!

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