Unterschriftenfälschung bei Internetvertrag?

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6 Antworten

Auf den Telekom(Vodafone)-Vertreter kannst Du Dich nicht herausreden, das sind Verbrecher.

Inkassounternehmen wird nur beauftragt, wenn nicht bezahlt wird. Kläre Deine Schulden, rede mit Deiner Person B, wenn Du noch einen Namen von diesem Vertreter hast, kannst Du den privat verklagen.

Für die nächste Aktion: Wenn Dich jemand auffordert, im Namen eines anderen zu unterschreiben, mach das richtig, indem Du deutlich hinschreibst, dass Du in Vertretung/Abwesenheit aber mit Deinem Namen unterschreibst. Man fügt in solchen Fällen besser auch noch dazu, dass Du keine Verantwortung/Haftung übernimmst.

Setze dich mit Person B in Verbindung, sage zu, dass du alle Verbindlichkeiten aus dem Vertrag übernimmst und lass dir Kopien des Schriftverkehrs geben.

Dann bezahlst du die Forderung der Telekom direkt an diese - Haupforderung, Mahngebühr, Adressermittlung und evtl Gebühren für Rücklastschriften.

Keine Ratenzahlung oder sonstige Zappeleien - zahlen und fertig.

Wegen evtl. Inkassogebühren kannst du dich ja hier nochmal melden. In diesem Extremfall würde ich sogar ausnahmsweise dazu raten, alles komplett zu zahlen, um weitere Aktionen zu vermeiden.

Weiterhin sorgst du dafür, dass der Vertrag bei der Telekom geändert oder korrekt gekündigt wird.

Du hast unterschrieben und musst nun für alle Kosten des gesamten Vertrages aufkommen.

Des Weiteren erwartet Dich eine Anzeige wegen Urkundenfälschung.

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§ 267
Urkundenfälschung

(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

1. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Betrug oder Urkundenfälschung verbunden hat,2. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt,3. durch eine große Zahl von unechten oder verfälschten Urkunden die Sicherheit des Rechtsverkehrs erheblich gefährdet oder4. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger mißbraucht.

(4) Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer die Urkundenfälschung als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat, gewerbsmäßig begeht.

http://dejure.org/gesetze/StGB/267.html

Ich sehe hier keine "Täuschung im Rechtsverkehr" als Grund für die Unterzeichnung, die gemäß §267 Abs. 1 STGB allerdings erforderlich ist, vorliegen und somit keine Strafbarkeit wegen Betrug.

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Und die Frage wäre jetzt?

Was hast du denn genau damals unterschrieben "in ihrem Namen"?

Meine Frage ist noch was für eine Strafe mich erwarten wird 

Jetzt versuch einmal das Unangenehme auf den Tisch zu legen, mit Freundin B, dem Telefonanbieter, ..., zu reden. Wenn es auch heißt: "Unwissenheit, ...", haben höchstens Inkassobüro und der Anwalt ein Interesse, möglichst viel Geld an Dir zu verdienen. Gerichte sind daran interessiert, ihre Kapazitäten für "richtige" Fälle frei zu halten und nicht Dich, wo Du ja einsichtig bist, aus Spaß an der Freud in die Pfanne zu hauen.

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