Unterschiedliche Grundstückshöhen! Wer muss abfangen?

6 Antworten

Habe ich gerade im Netz gefunden:

Vertiefung des Nachbargrundstückes 
Nach § 909 BGB darf ein Grundstück nicht in der Weise vertieft werden, dass der Boden des Nachbargrundstückes die erforderliche Stütze verliert, es sei denn, es wird für eine anderweitige Befestigung gesorgt. Häufigster Fall sind Tiefbauarbeiten auf dem Nachbargrundstück (Aushub einer Baugrube).

Das geschützte Maß an Festigkeit richtet sich nach den konkreten örtlichen Verhältnissen, namentlich danach, welche Befestigung das Nachbargrundstück nach seiner tatsächlichen Beschaffenheit benötigt. Dabei sind auch ungünstige Verhältnisse des Nachbargrundstückes, wie ungünstiger Baugrund und deshalb weniger tragfähige Fundamente, bis hin zu einer besonderen Schadensanfälligkeit des Gebäudes zu berücksichtigen, selbst wenn hierdurch die Vertiefungsarbeiten mehr als üblich erschwert werden. Der geschützte Eigentümer muss sich grundsätzlich nicht an diesen Mehrkosten beteiligen. 
Eine an sich unzulässige Vertiefung wird zulässig, wenn insoweit der Vertiefende für eine genügende anderweitige Befestigung des gefährdeten Nachbargrundstückes sorgt. Dabei muss zu jeder Zeit das Nachbargrundstück geschützt werden. In Betracht kommt hier etwa die Anbringung einer Stützmauer oder einer Böschung. Eine einmal errichtete Befestigung muss auch weiterhin im ordentlichen Zustand gehalten werden. Die Befestigungsmaßnahmen sind auf dem zu vertiefenden Grundstück vorzunehmen. Allenfalls kann sich im Einzelfall ausnahmsweise eine Berechtigung zu dortigen vorübergehenden Sicherungsmaßnahmen ergeben. 
Wird eine unzulässige Vertiefung vorgenommen und ergibt sich daraus ein Schaden, besteht eine Schadensersatzverpflichtung nach § 823 Absatz 2 i. V. m. § 909 BGB. Schadensersatzpflichtig ist nicht nur der Eigentümer, der die Vertiefung veranlasst, sondern jeder, der an der Vertiefung mitwirkt. Architekten, Bauunternehmer, Ingenieure und Statiker trifft eine eigenverantwortliche Prüfungspflicht, die von einem hohen Sorgfaltsmaßstab geprägt ist. Grundsätzlich muss dann auch bei konkretem Anlass ein Sachverständiger für Baugrund- und Gründung hinzugezogen werden.

Mehr hierzu bei:

 "finanztip.de/nachbarstreitigkeiten/"

Wenn der Nachbar das meint, muss er diese Massnahme auch bezahlen. Du bist zu nichts verpflichtet, da du kein vertragliches Verhaeltnis zu dem Nachbarn hast. Denkbar waere noch ein Versaeumnis des Bautraegers, aber  das waere dann eine Angelegenheit zwischen dem Nachbarn und dem Bautraeger.

Wenn - so wie in den Kommentaren eingestellt - Dein Grundstück über der örtlichen Höhenkote liegt und seines darunter, würde ich Dir dringend raten, mit dem Nachbarn eine gütliche EInigung anzustreben mit hälftiger Kostenteilung. Denn sonst läuft das auf einen sinnlosen Gutachterstreit vor Gericht hinaus, der zudem das Klima auf Jahre vergiften wird. Denn auch die Aufschüttung, derzufolge Dein Grundstück über das Niveau der Straße als Bezugsebene hinausgehoben wurde, ist grundsätzlich zwar möglich, jedoch genehmigungspflichtig, sofern das natürliche Niveau abweicht. Das ist allerdings ohne detaillierte Ortskenntnis (Hanglage?) und lokale Inaugenscheinnahme nicht zu beurteilen (-> Architekt fragen). Wurde dies seinerzeit unterlassen, dann droht Dir zudem ggfs. ein baurechtliches Verfahren (und den Nachbarn auch).

Ich war auch beim Baurechtsamt und die sagten meins ist genehmigt Seins jedoch auch. Ab wann giltet denn das Gesetz wer abgräbt muss abfangen. Oder wer zuerst hier war hat die besseren Karten? Schräg gegenüber sind nochmal 4 Reihenhäuser die haben auch mein Niveau. Das hat damals noch der Bauträger abgefangen. Ich denke mir bleibt der Weg zum Rechtsanwalt nicht erspart.

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@NoFear75

Interessant wäre zu wissen, ob die Bauausführung auch den genehmigten Plänen entspricht. Genau deswegen rate ich, einen örtlichen Architekten hinzuzuziehen.

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Hat die Stadt das Recht, einen genehmigten und veröffentlichten Bebauungsplan zum Nachteil eines nach diesem Plan bebauten Grundstückes nachträglich zu ändern?

FRAGE ZUM BAURECHT:

Wir haben 2013 ein kleines Grundstück per Erbbaurecht von der Stadt Delitzsch in einem genehmigten Baugebiet erworben und einen Bungalow nach den genehmigten Baugrundstücken mit unverbaubarer Sicht zum Garten hin gebaut. Nun wurde seitens der Stadt der Grundstücksplan (Grundstücksgröße- und Lage) geändert. Der jetzige Eigentümer des Grundstückes baut jetzt mit Genehmigung des Bauamtes der Stadt ein zweieinhalbgeschossiges Einfamilienhaus direkt hinter unseren Garten mit jeweils drei Fenstern je Etage in unsere Richtung. Wir haben kaum noch Licht, geschweige denn Aussicht. Der Mann hat sich weder vorgestellt, noch sein Vorhaben erläutert- muß er ja vielleicht auch nicht, aber meineserachtens gebietet dies der Anstand!! Jetzt ist aber unser Grundstück (sind ja nur 555 qm ) im Wert derart gesunken… und auch unser Häuschen ist nun nichts mehr Wert….. Haftet überhaupt jemand für den Schaden?- Vielleicht ist unter den Lesern ja ein Rechtsanwalt für Baurecht, ich weis mir leider nicht anders zu helfen, da ich an den Rollstuhl gefesselt bin und so in meiner Beweglichkeit recht eingeschränkt und immer auf Hilfe angewiesen bin. In Hoffnung auf eine logische Antwort verbleibe ich mit freundl. Gruß Cl. Reinicke

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Rechte Gesichtshälfte wirkt höher

Hallo :)

Ich habe mal eine Frage zu Gesichtern, bei meinem ist es nämlich so, dass wenn ich in den Spiegel gucke, alles relativ normal und symmetrisch ist. Wenn ich dann aber ein Foto mache, wirkt meine rechte Gesichtshälfte viel höher und dominanter als die linke... Meine rechte Wange ist auch ein bisschen dicker als die linke. Und was besonders auffällt, ist mein rechtes Auge, es sieht nämlich so aus als würde es so ca. einen halben cm höher sein als das linke. Ich bin erst 13 Jahre alt und hoffe deshalb das sich das noch verändert aber vielleicht kann mir ja einer sage, wie ich das retuschieren kann, so dass alles so aussieht wie im Spiegel.

Danke :)

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Bebauungsgrenze: Grundstück 14meter breit?

Wir haben von der Gemeinde die Zusage fuer ein Grundstück bekommen das in etwa 14 Meter breit ist.
Wir wollen ein relativ "großes" haus mit ca. 160m² Wfl (EG + OG, Keller wird nutzflaeche) bauen, hier is das Modell: https://www.massivhaus-zentrum.de/haeuser/einfamilienhaus-mhz-efhcoburg/

Das Haus hat an der langen Seite ca. 12 Meter und auf der "kurzen" ca. 10 Meter Länge.
Es gibt dort keinen Bebauungsplan, es gilt also §34 Nachbarschaftsbebauung.
Aufgrund der Dimensionen des Hauses ist es relativ schwierig, nicht nah an die Grundstücksgrenze zu bauen.
Wie is denn überhaupt die Gesetzesgrundlage zu den Abstandsflächen zur Grundstücksgrenze, wenn kein Bebauungsplan vorliegt?

Wir werden das, bevor wir das Grundstück endgültig kaufen, definitiv auch nochmal mit der Gemeinde durchkaspern. Aber ich wüsst einfach grundsätzlich schonmal gern, ob es in einem solchen Fall irgendwelche gesetzlichen K.O. Kriterien gibt, die eine Bebauung mit dem von uns gewünschten Haus ohne wenn und aber verunmöglichen würden.
EDIT: Unser Grundstück liegt in Bayern, Oberfranken.

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Nachbars Garage auf Grundstücksgrenze

Mein Problem ist folgendes.

Mein Nachbar hat seine Garage auf die Grundstücksgrenze gebaut. Dies war allerdings schon bevor ich meines erworben hatte. Die Garage wurde ohne Fundament gebaut und ich habe aus Gutmütigkeit einen Teil meines Grundstückes als Böschung stehen lassen, damit Herr Nachbar mit seiner Garage keine Probleme bekommt. Nun ist es aber so das ich den Platz dringend benötige, ich versuchte mit meinem Nachbarn darüber zu reden und fragte ihn ob er sich an den Kosten für das abfangen seines Gebäudes beteiligen würde. Dies wurde von ihm vehement abgelehnt. Vermutlich wurde sogar noch Erde aufgeschüttet damit die Garage das gleiche Höhenniveau wie sein Wohnhaus hat. Jetzt stellt sich mir die Frage wer für das abfangen der Garage verantwortlich ist, bin ich verpflichtet 10 – 15 qm meines Grundstückes zu verschenken weil sich mein Nachbar das Geld für ein Fundament gespart hat? Es wurde von ihm keine Genehmigung vom Vorbesitzer oder von mir eingeholt, dass er die Garage so bauen darf. Am meisten ärgerte mich die Aussage von ihm, dass auch beim abfangen Risse in der Garage entstehen könnten und drohte mir, wenn dies der Fall wäre, mit Ärger. Ich bin mal auf Eure Meinungen gespannt!

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Gartenmauer auf der Grundstücksgrenze

Mein Nachbar hat vor Jahren wiederrechtlich zu hoch hinter meinem Reihenhaus gebaut. Hat sich "freigekauft" und musste nicht rückbauen! Dann hat er eine Hecke ca 6m hoch wachsen lassen, nicht geschnitten bis wir eine Schiedsmann angerufen haben. Er hat die Hecke gelichtet und einzelne "Bäume" stehengelassen! Dann eine Pallisaden-Holzständer Konstrukiton aufgebaut. Heute hat er an einer Stelle eine 6m lange Hohlblocksteinmauer gezogen die genau wie die Pallisaden ca. von den tieferliegenden Reihenhäusern 6m hoch ist. Darf er das? der Garten des Reihenhauses ist ca. 7m lang und 6m breit. Dadurch ist der Lichteinfall sehr behindert und es wird dunkel. Hab ich eine Möglichkeit dagegen anzugehen? Brauche dringend Hilfe! Der Nachbar ist nicht gesprächsbereit!

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Hallo, Unser Rohbau steht, Traufe 2,00 m zu hoch im Bauantrag. Baufirma hat Fehler Übersehen laut Bebauungsplan nur 4,50m nun 5,80m. und jetzt?

Das Bauamt sagt, ich hätte jetzt ein großes Problem. Die Planung und das halbe Haus wurde von einem Bauunternehmen gebaut. Angeblich wurde vorher vom Bauunternehmen geklärt, das man laut Bebauungsplan die Traufe 2,00m höher bauen darf. Dies gilt aber nicht für unser Grundstück. Dies habe ich erfahren, weil ich zum Bauamt ging. Das Baufsichtsamt sagt jetzt zu mir, das ich ein großes Problem habe. Vorher war es ein Freistellungsverfahren und ist nicht aufgefallen. Den Architekten der es geplant hat habe ich noch nie gesehen und er meldet sich auch nicht auf meine Fragen, die Firma sehr bekannt,fängt an zu lügen, und möchte die vierte Rate. Droht mit Rechtsanwalt und weiteren Kosten. Bin ich jetzt als Bauherr an allem Schuld? Grundstück und Fertighaus haben wir gekauft, weil wir dachten es wäre alles ok. Wir hätten auch ein niedrigeres Haus gebaut. Gibt es keine Falschberatung. Oder das im Werkvertrag die Planung des Hauses übernommen wird. Bauwerkvertrag listet alle Details auf. Architekt hatt Entwässerungsplan gezeichnet, aber falsch. Bauleiter wusste bis Baubeginn nicht wo die Kanalanschlüsse usw. Sind. Dafür nimmt man doch als Laie ein Bauunternehmen, das so etwas nicht passiert. Mein Rechtsanwalt möchte das wir uns einigen. Dann ist das Geld weg und eventuell der Rohbau auch. Und ich mache mich strafbar wenn nicht nach Bebauungsplan gebaut wird. Die Firma hat jetzt so viel falsch gemacht und ich soll jetzt an allem Schuld sein? Hausfirma droht mit Vertragskündigung. BAU YTONG STEHT AUCH SCHON 3 MONATE OHNE DACH IM REGEN .

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