Unterschiede zwischen Klavier und Keyboard?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Als Hierarchie (beginnend mit dem schlechtesten): Keyboard, Stage-piano, E-piano, Klavier, Flügel. Keyboards haben gar keinen richtigen Anschlag, nicht den vollen Tonumfang und nur ein gewichtsloses durchdrücken beim Anschlagen. Und einen grottigen Klavierklang dazu. Stage-Pianos haben teilweise schon ausgewogene Taten, alle 88 Tasten und einen recht guten Klang, aber meist nur 1 Pedal. E-Pianos haben z.B. GH3 Klaviaturen. Drei Felder verschieden stark ausgewogen, haben schon 3 Pedale bessere Boxen als Stage-Pianos und ein besseres Sound-Sampling. Klaviere haben den naturgetreuen Anschlag (der sich immer noch deutlich von dem eines E-Pianos unterscheidet) und den naturgetreuen Klang. Saitenresonanzen entstehen halt einfach NICHT beim E-Piano. Für PC's gibt es "Klavier-Plugins". Ich selbst benutze z.b.: The Grand 2 von Steinberg, da dort der Klang (inkl. Saitenresonanzen und Mechanikgeräusche) einstellbar ist. (Klangbeispiele findet ihr auf meiner Homepage: http://www.in-pianothek.de) Aber selbst dieses ausgereifte Programm (welches natürlich ziemlich Resourcen frisst) kommt immer noch nicht an einen Klavierklang ran. Deshalb ist Klavierspielen und E-Piano/Keyboardspielen ein großer Unterschied, da man sich nur beim Klavier auch den richtigen Anschlag anlernt und das nötige Gefühl um den Klang zu modellieren. Erst auf einem E-Piano/Keyboard zu lernen wenn man KLAVIER spielen will ist deshalb nicht empfehlenswert. Zu den Maßen: Da E-Pianos und Stage-Pianos denselben Tastenumfang haben wie ein Klavier, ist (mit geringen Abweichungen) auch derselbe Platz vonnöten. Natürlich sind Klavier in der Höhe(109-138cm) sehr unterschiedlich, aber die Breite (148-160cm) und Tiefe (ca. 50-60cm) unterscheidet sich nicht viel von denen der elektrischen Geräte. Wer trotzdem ein E-piano haben will und den Preis nicht scheut dem kann ich den 'Gran Touch' von Yamaha sehr empfehlen, da dort wenigstens eine echte Flügelmechanik eingebaut ist, sodass man schonmal den richtigen Anschlag lernt. Der Spass kostet zwar einiges, lohnt sich aber immer noch mehr als ein günstiges E-Piano. Gruß, ein Klavierbauer

Stimmt alles. Ich selber würde meine wirklich gute Farfisa-Orgel immer gegen ein Klavier tauschen. Klavier hat einfach "Seele". Aber: Keyboard oder Orgel haben den Vorteil, das Anfänger schneller Erfolge sehen/hören durch Rhythmus-Möglichkeiten, zusätzlich Schlagzeug, Einzelinstrumente, sonstige Effekte. Spielfehler fallen, im Gegensatz zum Klavier, nicht so sehr auf. Die Möglichkeit, einen Kopfhörer anzuschließen, schont zusätzlich die Ohren der Familienangehörigen. Ein Umsteigen von Keyboard auf Klavier ist unproblematisch.

Zuerst sollte man mal definieren, was man mit Keyboard meint. Die einen verstehen darunter alles, was elektronisch funktioniert, die anderen nur das klassiche Keyboard mit den ungewichteten Tasten. Mein Tipp für dich: Hol dir ein E-Piano (auch Stagepiano oder Homepiano) mit einer anschlagsdynamischen Tastatur, das kommt dann dem klavier recht ähnlich. Da gibt es recht preiswerte zB Yamaha p85 (650 euro) oder auch richtig teure zb Kawai Mp8 (2300 euro). Den Unterschied merkt man! Aber für dich als Anfänger reicht dir sicher ein Epiano um die 1000 Euro. Man kann leise stelle, per Kopfhörer spielen, es an den Pc anschließen und Aufnahmen machen und es verstimmt sich nie und kann später auch wieder einfachere verkauft werden, da geringes Gewicht.

Es gibt auch E-Pianos, die liegen dazwischen. Ein Keyboard hat weniger Oktaven, aber die selbe Tastatur. Nicht alle haben eine Anschlagsdynamik. Aber wer auf einem Keybord klar kommt, kann auch Piano lernen. L.G.

Ein elementarer Unterschied ist die Tonerzeugung. Keybord= vom Chip abgerufener immer gleicher künstlicher Ton (Konserve) Klavier= echte schwindende Seiten ( "LEBENSmittel") und zur Gehöhrbildung zu empfehlen.

Was möchtest Du wissen?