Unterschiede von "VU-Metern"

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Beide basieren auf dem selben Chip. Das für die Lautsprecher hat nur einen Spannungsteiler und einen Überspannungsschutz eingebaut.

Nimmt man das von der Quelle, so ist die Ausgabe normiert. Das Signal aus dem Vorverstärker ist 1Vpp (1 Volt Spitze zu spitze). D.h. 1V sind 0dB.

nimmt man das VU Meter dass parallel zu den Lautsprechern angeschlossen wird, ist nichts normiert, der Maximalausschlag hängt von der eingestellten Lautstärke ab.

Früher waren VU-Meter sehr wichtig, da Schallplatten und Radios unterschiedliche Pegel erzeugten, die Aufnahme auf einem Kasettenrekorder also schnell unter- oder übersteuert werden konnte. Hier stellte man den Vorverstärker so ein, dass das Signal den optimalen Pegel für ein Tonband hat. Bei übersteuerung klingt es sehr komisch, bei untersteuerung musste man den Verstärker oft so weit aufdrehen dass man das Rauschen des Bandes sehr deutlich hörte.

Wenn man keine Tonbänder (oder Musikkasetten) aufnehmen will, braucht man kein VU-Meter. Daher muss man sich überlegen was man haben will.

Soll das nur ein witziger optischer Effekt sein, nimmt man das was an die Quelle angeschlossen wird, das zappelt dann lustig stets mit bis zu vollem Ausschlag vor sich hin.

Nimmt man das für die Lautsprecher, so hängt die Stärke des Ausschlages von der Lautstärke ab. Dreht man voll auf, schlägt das Ding auch voll aus. Hört man sehr leise Musik, schlägt das Ding fast gar nicht aus. Das Ding ist also nur interessant um zu wissen wie laut man wirklich hört, man kann durch ausprobieren eine Lautstärke finden die die Nachbarn so gerade nicht stört und mit dem VU-Meter kann man also den verstärker immer so weit aufdrehen dass die Nachbarn nicht gestört werden. Man stellt das Ding also so ein, dass die Roten LEDs am ende der Skala nur dann angehen wenn die Musik so laut ist dass man jemanden stört.

Also das VU-Meter sollt bei mir hauptsächlich zur Übung da sein, aber auch will ich es in meinen DIY-Verstärker bauen und dann den Verstärker meinem Bruder schenken. Der Verstärker hat nur ca 2x 20 Watt, also nehme ich das 2te VU-Meter, das es dazu dienen soll, bis der Amp ins clipping/ an die Leistungsgrenze kommt, da mein Bruder sowas nicht kennt ;-)

Danke, danke!

MfG

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Ein VU-Meter richtet sich nach der Signalstärke eines NF-Signals. Dass mit "NF" Niederfrequenz gemeint ist, hast du ja schon gelernt, anders formuliert geht es i. A. um Frequenzen im hörbaren Bereich und knapp darunter bzw. darüber.

Ein und dasselbe NF-Signal hat in der Kette "Vorstufe, Klangregelstufe, Endstufe, Lautsprecher" an unterschiedlichen Punkten unterschiedliche Signalstärke, in der Vorstufe ist es ganz schwach, an den Lautsprechern ist es recht stark.

Damit das Signal LEDs zum Leuchten bringen kann, muss es - je nachdem an welcher Stelle es abgegriffen wird - mehr oder weniger verstärkt werden, und da es kein Perpetuum mobile zweiter Art gibt, benötigt man da, wo verstärkt wird zugeführte Energie, deshalb benötigt ein VU-Meter, das sein Eingangssignal in Vorstufenbereich abgreifen soll, eine zusätzliche Stromversorgung.

Wie funktioniert jetzt so ein VU-Meter? Nun, zwar haben Signale an unterschiedlichen Punkten einer NF-Übertragungskette unterschiedliche Werte, an ein und demselben Punkt jedoch auch. Nehmen wir den Ausgang der Vorstufe: Ein Messsignal hätte dort z. B. 100 mV (Millivolt), ein Musiksignal schwankt aber ständig, leise Stellen liefern 2, 3 mV, mittellaute z. B. 30 mV, laute 70 mV und superlaute 100 mV. Genau darauf reagiert ein VU-Meter, bei 2, 3 mV wird nur eine LED angesteuert, bei 70 mV zwei Drittel aller LEDs und bei 100 mV alle! Diese Angaben sind zur groben Darstellung gedacht!!

Am Lautsprecher sind die Spannungswerte mitunter so hoch, dass man ein aus LEDs bestehendes VU-Meter direkt ansteuern kann - ohne Extra-Stromversorgung.

Zur Frage der Farbe der LEDs: LEDs haben je nach Farbe andere Nennspannungen, die Schaltung müsste also entsprechend angepasst werden, wenn andere Farben Verwendung finden sollen (Stichwort Vorwiderstände).

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