Unterschiede von richtiger Liebe und verliebt/Verknallt sein?

9 Antworten

Bei Verliebtsein perfektioniert man die Person, oft stellt man die Person dann über sich. Manche tun Dinge für die andere Person, ohne zu überlegen, ob man sie nicht dadurch bloß für sich gewinnen möchte.

Bei Liebe will man die Person trotzdem, trotz der Macken, der Unannehmlichkeiten, der Fehler, und man bemüht sich einen Ausgleich zwischen du und ich, man möchte helfen, und bei einer ausgewogenen Liebe wachsen beide Partner in der Beziehung und entwickeln sich weiter.

Beim Verliebtsein denkst du nur an ihn. Du hast Herzklopfen, zittrige Hände, weiche Knie wenn du um ihn herum bist; bist du ihm fern, schmerzt es dich ihn nicht um dich zu haben. Irgendwas fehlt in dem Moment und die Sehnsucht packt dich. Echte Liebe zeigt sich, wenn die Aufregung des Anfangs verflogen ist - heißt; wenn du ihn nach zwei Jahren immer noch vermisst, seine Gesellschaft liebst und dein Körper noch genauso reagiert wie am ersten Tag. Ja, ich denke das ist echte Liebe :).

Wenn man sich verknallt, ist es meist nicht viel mehr als ein schwärmen für die Person. Sie ist nicht unselten eher oberflächlich und von körperlichen Trieben gesteuert. Sowas ist zumeist nur eine Phase und dauert somit nicht all zu lange an

Wenn man für eine Person seit 2 Jahren "Gefühle" hat, kommt es ganz darauf an wie gut man sich kennt.

Anfangs ist es immer Schwärmerei und Verliebtheit. Man sieht hauptsächlich nur das Positive der Person und blendet das Negative aus. Meistens erst nach ca. 1-3 Jahren (meist wenn man zusammen ist) beginnt die Verliebtheit nachzulassen. Man sieht den Partner klarer. Und dann wächst entweder die Liebe oder man merkt das es doch nicht passt. Die Verliebtheit wurde nicht zur Liebe.

Wenn man allerdings seit mehreren Jahren einem Mann oder einer Frau hinterherschmachtet, mit der man nicht wirklich Zeit verbringt bzw. ohne sie/ihn wirklich gut zu kennen, dann ist und bleibt es eine Schwärmerei

Richtige Liebe entwickelt sich in einer Beziehung meist erst später.

Es gibt ja dieses Gefühl, was man bekanntlich hat, wenn man frisch verliebt ist. Irgendwann ist das natürlich nicht mehr ganz so stark. Aber wenn man nach mehreren Jahren immernoch starke Gefühle hat und bei dieser Person "bleibt", auch wenn die Schmetterlinge im Bauch nicht mehr ganz so flattern, dann würde ich es als Liebe beschreiben.

Nach meiner Erfahrung finde ich Liebe dauerhafter und unerschütterlicher. Das heißt sie stellt sich ein, wenn man sich auch liebt, wenn man sich gerade hassen könnte, wenn man Macken akzeptiert, Probleme zusammen durchsteht usw. Das schafft eine tiefe Verbundenheit.

Wobei verknallt sein auch unerträglich stark sein kann.

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