Unterschiede von Nebensätzen im englischen und deutschen

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2 Antworten

Hallo,

  • nein, man muss im Englischen nicht immer ein Relativpronomen (who, which, that) benutzen.
  • Nebensätze lassen sich in beiden Sprachen vermeiden, z.B. durch Partizipialkonstruktionen oder das Gerund(ium).
  • Im Englischen werden Nebensätze weit seltener mit Komma abgetrennt als im Deutschen.

Subjektpronomen und Objektpronomen haben oft die gleiche Form (who, which, that).

who, that verwendet man für Personen und Tiere mit Namen,

which, that verwendet man für Dinge, Gegenstände, Sachen und Tiere.

In non-defining relative clauses, die durch Komma abgetrennt werden, können which und who nicht durch that ersetzt werden.

Steht ein Verb hinter dem Relativpronomen, dann ist das Relativpronomen ein Subjektpronomen.

Subjektpronomen müssen immer gesetzt werden.

• The book which is lying on the table is a book by A.A.Milne.

Steht kein Verb hinter dem Relativpronomen (sondern ein Substantiv oder Pronomen), dann ist das Relativpronomen ein Objektpronomen.

Das Objektpronomen kann in notwendigen Relativsätzen wegfallen - muss aber nicht.

In dem Fall spricht man im Englischen auch von Contact Clauses.

• The book (which) I like best is "Winnie-the- Pooh".


Das Relativpronomen whose (= wessen; dessen) benutzt man für den 2. Fall (wes-Fall, Genitiv).

Es wird sowohl für Personen:

This is the boy whose father died in an accident. (dessen Vater)

als auch für Tiere und Gegenstände verwendet:

The bike whose tyre is flat belongs to my friend. (dessen Reifen)


Im Englischen wird zwischen notwendigen (defining relative clauses) und nicht notwendigen Relativsätzen (non-defining relative clauses) unterschieden.

Defining Relative Clauses erklären das Wort näher, auf das sie sich beziehen.

Ohne diese Erklärung versteht man nicht, um was es geht.

Sie werden nicht durch Komma abgetrennt.

Beispiele:

  • The woman who stole the car was 80 years old.
  • This is the boy who won the BMX race.

Ohne den Relativsatz bleibt die Aussage unklar (welche Frau? welcher Junge?)

In diesen Beispielen ist das Relativpronomen immer Subjekt des Relativsatzes oder Besitzangabe.


Non-defining Relative Clauses geben zusätzliche Informationen zum Wort, auf das sie sich beziehen.

Sie sind zum Verständnis also nicht unbedingt erforderlich.

Sie werden durch Komma abgetrennt.

Beispiele:

  • Peter, who works in a bike shop, won the BMX race.
  • This is Peter, who won the BMX race.

In beiden Fällen ist auch ohne den Relativsatz klar, wer Peter ist.


Es gibt aber auch Relativsätze, in denen das Relativpronomen Objekt ist.

Beispiel:

  • Susan ist die Frau, die er liebt.

Das Relativpronomen bezieht sich auf "Frau" und steht im Akkusativ (Wen liebt sie?)

Im Englischen werden hier die Relativpronomen who(m) (für Personen) oder which (für Sachen) verwendet.

  • Susan is the woman who(m) he loves.
  • He wrote a song which everybody sings.

Grammatikalisch ist whom als Relativpronomen zwar richtig und es wird in der Schriftsprache auch noch verwendet,

im täglichen, gesprochenen Englisch wird es aber meist durch who ersetzt.

Aufgepasst: Werden die Relativpronomen in Verbindung mit Präpositionen wie in, for, to etc. benutzt,

steht bei who die Präposition am Ende des Satzes,

bei whom dagegen am Anfang.

Beispiele:

  • She is the woman who he fell in love with.

  • She is the woman with whom he fell in love.

  • He is the man who she wrote a letter to.

  • He is the man to whom she wrote a letter.

Bei which ist beides möglich:

  • The car, of which he is very proud, belonged to Michael Schumacher.

  • The car, which he is very proud of, belonged to MS.


Und schließlich die Frage, wann kann man das Relativpronomen weglassen (das ist aber kein Muss!):

Im Defining Relative Clause kann man das Relativpronomen weglassen, wenn es Objekt ist:

Beispiele:

  • He is the man she wrote a letter to.

Hier kannst du Relativsätze üben:

ego4u.de/de/cram-up/grammar/relative-clauses

Lernvideos zu englischen Relativsätze findest du hier: http://www.youtube.com/playlist?list=PL55CA304B0F3A7585&feature=view_all

Weiter geht's im Kommentar.

:-) AstridDerPu

AstridDerPu 01.07.2013, 05:05

Present Participle und Past Participle werden verwendet

• in den Zeiten und

• als Adjektive

und im Englischen häufig auch

um Sätze zu verkürzen.

Das Present Participle ist die ing-Form des Verbs,

es wird u.a. verwendet:

um Aktiv-Sätze zu verbinden bzw. verkürzen, wenn zwei Sätze bzw. Satzteile das gleiche Subjekt haben.

Beispiel: She sat on the sofa and cried. – She sat on the sofa crying.

• Anstelle von Relativsätzen

Beispiel: Most children who live in slums are ill. (Relativsatz) Most children living in slums are ill. (Partizipialkonstruktion)

Anstelle von adverbialen Nebensätzen

• When we passed the church, we saw a wedding carriage. (adverbialer Nebensatz) Passing the church, we saw a wedding carriage. (Partizipialkonstruktion)


Das Past Participle

ist die 3. Verbform in den Listen der unregelmäßigen Verben.

Bei regelmäßigen Verben dagegen wird das Past Participle durch Anhängen von ed ans Verb gebildet.

Das Past Participle wird u.a. benutzt

um Passiv-Sätze zu verbinden bzw. verkürzen, wenn zwei Sätze bzw. Satzteile das gleiche Subjekt haben: The boy was given an apple. He stopped crying. ----> Given an apple, the boy stopped crying.

Anstelle von Relativsätzen: We read the book, which was recommended. (Relativsatz) We read the recommended book. (Partizipialkonstruktion)


Das Perfect Participle ist having + Past Participle (regelmäßig Verb + ed; unregelm. 3. Verbform)

Es wird verwendet,

• um Sätze zu verbinden und/oder zu verkürzen

• wenn zwei Sätze bzw. Satzteile das gleiche Subjekt haben

• eine Handlung (die im Perfect Participle) bereits abgeschlossen ist, wenn die nächste Handlung eintritt.

Beispiel:

He took the children to school and went on to the office. – Having taken the children to school, he went on to the office.

• eine Handlung über einen längeren Zeitraum bis zu einer anderen Handlung stattfindet

Beispiel:

They had been living there for such a long time that they didn't want to move to another town. – Having lived there for such a long time, they didn't want to move to another town.

Anstelle von Relativsätzen: After she had read his letter, she was very happy. (Relativsatz) Having read his letter, she was very happy. (Partizipialkonstruktion)

Die Verwendung ist sowohl im Aktiv als auch im Passiv möglich.

Aktiv: having + Past Participle (Having watered the flowers, he cut the grass.)

Passiv: having been + Past Participle (Having been watered, the flowers looked lovely.)

Grammatik +Übungen hierzu findest du auch im Internet, z.B. bei ego4u.de/de/cram-up/grammar/participles, http://www.doktor-hesse.info/PDFs_Grammatik/participles_09_explanation.pdf


das gerund ist neben dem present participle eine ing-Form des Verbes.

Im Prinzip ist das gerund ein Substantiv, das man aus einem Verb gebildet hat (vgl. Deutsch: Verb singen -----> Substantiv das Singen.

1 Das gerund kann wie ein Substantiv verwendet werden

als Subjekt eines Satzes (= Substantivierung)

Beispiele:

Smoking is strictly forbidden.

Dancing is great fun.

Going by train bus takes even longer.

als Objekt nach bestimmten Verben. Es entspricht oft einem Infinitiv im Deutschen.

Beispiele:

  • Can you imagine working at a nuclear power station? = Kannst du dir vorstellen, in einem Kernkraftwerk zu arbeiten?

  • They risk losing all their investments. = Sie riskieren, ihre gesamte Investition zu verlieren.

  • He suggested going by train. = Er schlug vor, mit dem Zug zu fahren.

  • The travel agent recommended booking early. = Das Reisebüro empfahl, früh zu buchen.

nach Präpositionen (Achtung: nach "to" folgt meist der Infinitiv), z.B.: be good at, interested in, responsible for, fond of usw.

nach folgenden phrasal verbs (Verben, die fest mit einer bestimmten Präposition verbunden sind), z.B. :

be for/against, care for, give up, keep on, leave off, look forward to, put off, see about, be used to, insist on usw.

nach bestimmten Verben, z.B.:

admit, anticipate, appreciate, avoid, consider, defer, delay, deny, detest, dislike, dread, enjoy, escape, excuse, fancy, finish , forgive, imagine, involve, keep, loathe, mind, miss, pardon, postpone, prevent, propose, recollect, remember, resent, resist, risk, save, stop, suggest, understand

Beispiel : Do you mind opening the window?

Fortsetzung folgt

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AstridDerPu 01.07.2013, 05:06
@AstridDerPu

als prädikative Ergänzung nach to be

Beispiel : His favourite activity is photographing

nach Präpositionen:

Beispiele :

• after calling her, before going to the theatre; What about going for a swim?

Das gerund kann auch wie ein Substantiv ein Possesivadjektiv oder einen possessive case bei sich haben

Beispiele :

• Would you mind my opening the window?

• She did not object to her brother’s smoking.

Die einfachere Konstruktion Verb + Objekt + gerund kommt aber im modernen Englisch heute häufiger vor. Diese Konstruktion wird auch gerund mit eigenem Subjekt genannt.

• Would you mind me opening the window?

• She did not object to her brother smoking.

2 wie ein Verb kann das gerund (das nicht nur die Funktion eines Substantivs hat) aber ein eigenes Objekt haben

• z.B. nach Verben wie enjoy, love, like, go on …)

Beispiele :

• Hans enjoys living in Munich. • She didn’t like walking the dog in the rain.

Ob gerund oder infinitiv, hat viel mit Auswendiglernen zu tun. Das ist auch der Grund, warum man im Vokabelheft, auf der Karteikarte oder im Vokabeltrainer bei Verben auch immer vermerken sollte, ob ggf. das gerund, der to-infinitive oder auch beides steht bzw. stehen kann.

Nach einigen Verben kann sowohl der to-infinitive als auch das gerund stehen, allerdings mit unterschiedlicher Bedeutung:

Beispiele:

• He stopped smoking. (Er hörte mit dem Rauchen auf, d.h. er hat es sich abgewöhnt.)

• He stopped to smoke (and answered the phone.) (Er hörte auf zu Rauchen, (um ans Telefon zu gehen.)

  • remember + gerund = sich erinnern an / etwas getan zu haben (I remember meeting him at the theatre.); bezieht sich auf die Vergangenheit
  • remember + to-Infinitive = daran denken, etwas zu tun; etwas nicht vergessen (Please remember to switch off the light before you go.); bezieht sich auf die Zukunft

In anderen Fällen gibt es nur einen geringfügigen Unterschied zwischen dem gerund und dem infinitive:

I like to play computer games when I’m tired. (Das ist in der konkreten Situation so.) I like playing computer games. (Es ist immer so, handelt sich um eine allgemeine Vorliebe für etwas.)

Hilfe dazu findest du in jedem guten Grammatikbuch und im Internet bei ego4u.de, englisch-hilfen.de,

tutoria.de/wiki/englisch/300/infinitiv-und-gerundium

:-) AstridDerPu

http://www.youtube.com/watch?v=n8A3DDdz2A0&list=PLFC2542B6D745E97D&index=1&feature=plpp_video

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stewball 01.07.2013, 07:35
@AstridDerPu

Vow! Astrid. Da braucht man ja nichts mehr dazu zu sagen. stewball

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Was sind die Vorteile von Nebensätzen? Ansonsten würde man diese ja nicht verwenden.

Ohne sie, ist ein Satz mit gleichwertiger Information nicht möglich, nehme ich an.

lg

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