Unterschiede Klavier und Keyboard

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Hi Annika, bin ausgebildeter Pianist und mache seit 30 Jahren professionell Musik. Keyboard in einer Band ist prima! Ein Keyboard ist-wie gesagt-vom Anschlag niemals mit einem Klavier zuvergleichen. wer Klavier kann, kann auch Keyboard, umgekehrt wäre es sehr schwierig. Ideal wäre ein transportables Digital-oder Stagepiano, z.B. FP 4 oder FP 7 von Roland, mit g e w i c h t e t e r Tastatur wie von den anderen schon beschrieben. Da sind viele viele andere Sounds drin. Über den MIDI anschluss kann man noch eine weiteres Gerät mit Sounds ansteuern...aber das Roland oder vergleichbare reichen eigentlich erstmal aus. Vor allem hast Du das Klavierfeeling!!! Wenn die Band eine Anlage hat, kannst Du mit einem Klinkenkalbel dich dort in den Mixer anschließen und bist über die Boxen der Band hörbar. Es empfiehlt sich aber dringend, zusätzlich eine kleinere Box zu haben, die auf Dich gerichtet ist, damit Du im Band-Ernstfall Dich selbst ausreichend auf der Bühne hörst.So eine Kontrollbox wird sinnigerweise Monitor genannt.Wenn Du im Fachgeschäft danach fragst sollte jeder wissen, was gemeint ist...mehr Ausrüstung brauchst Du eigentlich erst mal nicht als Grundausstattung. Und die gehört auch Dir und nicht zum Bandeigentum oderzu jemandem anderen. Viel Spaß, leg los! Jan

"Ein Keyboard ist-wie gesagt-vom Anschlag niemals mit einem Klavier zuvergleichen. wer Klavier kann, kann auch Keyboard"

Das halte ich für ein Gerücht. Hast du als Pianist automatisch gelernt, mit Synthesizersounds umzugehen, sie zu editieren, zu wissen, was man während dem Spielen mit diversen Controllern in Echtzeit machen kann um den Sound lebendiger zu gestalten? Weißt du als Pianist automatisch, wie ein guter E-Pianosound klingt, wie du ihn erzeugst, welche Effekte dafür "stilecht" sind, und welche eher nicht? Als Livekeyboarder in einer Band sollte man sein Equipment sehr gut kennen um die Verantwortung dafür übernehmen zu können, immer den Optimalen Sound für die jeweilige Musik zu liefern. Im übrigen spiele z.B. ich persönlich alles, was nicht nach Klavier, E-Piano oder Mallets klingen soll, lieber mit einer nicht gewichteten Tastatur und würde mich auch, wenn nicht gerade Hauptsächlich ein Pianist, statt ein Keyboarder in der Band gefragt ist, eher für eine nichtgewichtete Tastatur entscheiden, wenn die Benutzung von mehreren Tastaturen zu umständlich ist.

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@TheStone

Nachtrag: Gerade das Spielen von Sound mit langen Attackzeiten (Streichersounds, etc.) fühlt sich für mich mit einer gewichteten Tastatur sehr unnatürlich an: Man hört/bzw. fühlt den satten "Schlag" der Hammermechanik, unbefriedigenderweise baut sich der Ton jedoch erst dannach und relativ langsam auf. Da enspricht meiner Meinung nach das Spielgefühl einer ungewichteten Tastatur viel eher dem Hörerlebnis.

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Ein Klavier ist genaugenommen auch ein Keyboard. Letzteres ist ein Musikinstrument mit Tasten. (Ein Keyboarder ist ein Musiker, der Tasteninstrumente spielen kann.). Elektronische Keyboards sind Tasteninstrumente , bei denen die Töne eben elektronisch erzeugt werden. Beim Klavier (Oberbegriff für Flügel oder Piano bzw. Pianino) werden die Töne mechanisch-akustisch (durch das Schlagen von Hämmern auf die Saiten) erzeugt. Alle Keyboards spielen sich im Grunde genommen gleich, obwohl sich der Anschlag natürlich unterschiedlich gestaltet, ein Klavier gut zu spielen ist z.B. anspruchsvoller.

Viele Keyboards haben, wenn überhaupt, auch nur kleinere Lautsprecher mit 2 x 10 Watt, um dann mit der Band mithalten zu können, sollte man schon aktive Beschallungsboxen haben oder geht über 2 x Klinkeausgang zu einem Stereokanal oder über sog. DI Boxen in das Mischpult & dann in eine möglichst vorhandene PA Anlage

Schwierig natürlich, wenn sich Leute dann zusammentun & die Anlage gemeinsam anschaffen - dann gibt es wieder Ärger, wenn Jemand ausscheidet & man sich nicht über Anteile & Restwert einigen kann. So ist es gut, wenn Jeder sein eigenes Equipment hat

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