Unterschied zwischen Zuflussprinzip § 11 ESTG und § 8 ESTG Einnahmen

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4 Antworten

In § 8 EStG ist definiert, was eine Einnahme ist. Also, dass nicht nur Einnahmen in Geld Einnahmen sind, sondern auch Zuflüsse an Waren, Dienstleistungen usw.

In § 11 EStG ist das Zufluss- Abfluss-Prinzip erklärt, also wann die Einnahmen als solche zu erfassen sind.

annaheidt 07.03.2014, 20:11

WFW: "In § 11 EStG ist das Zufluss- Abfluss-Prinzip erklärt, also wann die Einnahmen als solche zu erfassen sind."

Wann gibt es unterschiede? Ich meine man erfasst es doch immer in dem Jahr wo es angefallen ist. Wozu dann der Parapraph? Hast du Beispiele?

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agentharibo 08.03.2014, 08:58
@annaheidt

Die größten Unterschiede gibt es bei den unterschiedlichen Gewinnermittlungsarten. § 4 (1) EStG § 4 (3) EStG § 5 (1) EStG Buch doch einfach einmal eine Leasingsonderzahlung bei Gewinnermittlern n. § 4 (1) EStG oder § 4 (3) EStG. Neben dem Zufluss und Abfluss gibt es auch noch die wirtschaftliche Zuordnung. Handelsrecht und Steuerrecht harmonisieren dabei nicht immer (§ 280 HGB).

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wfwbinder 08.03.2014, 10:19
@annaheidt

@annaheidt

z. B. können lfd. wiedeerkehrende Zahlungen, die monatliche Büromiete z. B. die ausnahmesweise mal nicht am 02.01. abgebucht wurde, sondern schon am 31. 12. damit in das andere Jahr gebucht werden.

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Wer über den Zufluss reden will, der hat erst einmal Sicherheit darüber zu schaffen, was man unter Zufluss eigentlich versteht. Was kann also alles hin gegeben werden? Und welchen Wert hat es denn?

Das Zuflussprinzip grenzt von der Bilanz ab.Es gilt also für die Überschusseinkünfte, denn wie es mehrfach im 11er gesagt wird: § 4 Abs. 1 bleibt unberührt.

Trotzdem gibt es Möglichkeiten die Einnahmen über mehrere Jahre zu verteilen. Es soll die Zusammenballung von Einkünften verhindert werden. Man vermietet eine Wohnung für 300 Euro im Jahr und vereinbart für die Mietdauer von fünf Jahren die Zahlung im jetzt im voraus.

18.000 Euro. Das treibt die Steuer vermutlich hoch. Daher die Möglichkeit der Verteilung. Dazu braucht man aber die Erlaubnis. Und die ist eben im § 11 festgeschrieben.

annaheidt 08.03.2014, 20:22

Nehmen wir einmal an wir haben eine Forderung. Die Leistungen sind von 2013. Die Forderung wird erst Februar 2014 beglichen. Muss ich die Forderung dann als Betriebseinnahme für 2013 oder für 2014 ansetzen? Gemäß § 11 (1) müsste es ja dann 2014 sein. In Wirklichkeit ist das doch Schwachsinn weil die Leistung 2013 durchgeführt wurde.

Außerdem.... Was sind eigentlich Betriebsausgaben? Die Erläuterung auf Wikipedia kenne ich schon... Mir fällt die Abgrenzung schwer ob etwas Betriebseinnahme/Ausgabe ist oder einfach nur Aufwand...

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Ich tippe mal, dass das Zuflussprinzip alle vermögenszuflüsse thamatisiert und Einkommen vermutlich bestimmte Arten von Zuflüssen (z.B. bestimmte Arten von Sozialtransferleistungen) nicht als Einnahme ansieht... :-) Mal schauen...

Atzec 07.03.2014, 16:40

Sieht eigentlich noch banaler aus. 8 definiert Einnahmen und 11 begründet eigentlich kein davon unterschiedenes Prinzip, sondern thematisiert lediglich den Zeitpunkt, zu wann Einnahmen tatsächlich zufließen.

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§ 8 EStG Definition der Einnahmen

§ 11 EStG Zeitliche Zuordnung wiederkehrender Einnahmen oder Ausgaben

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