Unterschied zwischen warmen und kalten Lichtquellen?

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4 Antworten

Das Adjektiv "kalt" kann in der Lichttechnik zwei Bedeutungen haben. Zum einen ist "Kaltlicht" solches Licht, das nicht durch glühende Körper (Glühfaden), sondern durch andere Prozesse wie Gasentladung, Fluoreszenz, leuchtende Halbleiter usw. entsteht, oder auch Glühlampenlicht, aus welchem der Infrarotanteil herausgefiltert wurde (Stichwort: Kaltlichtspiegellampe), und dies deshalb weniger Wärme transportiert (Vorsicht: Auch sichtbares Licht trägt zum Wärmetransport bei. Aber bei der Glühlampe macht Infrarot den größten Teil aus, daher produziert sie auch viel mehr Wärme als z.B. eine LED gleicher Lichtfarbe).

Zum anderen wird damit oft umgangssprachlich mit hohem Blauanteil verstanden, weil das von den meisten (nicht von allen!) Menschen als "kalt" empfunden wird. Eine Lichtquelle, bei der dieses Konzept versagt, ist die Sonne: Als glühender Körper gibt sie warmes Licht ab, aber ihre Lichtfarbe (Farbtemperatur ca. 5500 K am Mittag im Sommer) wäre eigentlich eher kaltweiß (vgl. eine LED-Lampe mit 5000 K). Aufgrund der hohen Intensität wird Sonnenlicht aber dennoch als warm empfunden. Anders der Mond: Sein Licht entspricht nahe dem Zenit etwa 4100 K, weil seine Oberfläche leicht bräunlich ist (laut http://en.wikipedia.org/wiki/Color_temperature; sonst wäre es die gleiche Farbe wie Sonnenlicht), und es wird eher als kalt empfunden. Schließlich spielt auch die Farbwiedergabe eine Rolle, wenn man das Licht anhand seiner Wirkung auf natürlichen Oberflächen (Gesicht, Holz, Lebensmittel usw.) beurteilt. Diese Kalt-Warm-Beziehung bei Lichtfarben ist alles andere als eindeutig, und lässt sich nicht auf die einfache Formel "je höher die Farbtemperatur, umso kälter wirkt das Licht" reduzieren. So hat der blaue Himmel eine Farbtemperatur von oftmals über 20000 K, und kann je nach Jahreszeit und Klimazone mal kalt, mal warm wirken.

Das hat was mit der Farbe zu tun. Warmes Licht geht eher mehr in die gelbliche, rötliche Richtung (das wirkt warm) und kaltes Licht eher in die bläuliche (das wirkt dann kälter).

Das Glühwürmchen ist auch gelblich und es ist trotzdem eine warme lichtquelle wieso das??

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@Sternchjen

Hast du meine Antwort gelesen?? Gelbliches Licht ist ja auch eine warme Lichtquelle. Das liegt daran, dass man mit gelben, roten, orangen,... Farben Feuer oder so verbindet und dadurch das Licht wärmer wirkt. Bei blauen Farben denkt man an Eis und Kälte und deshalb wirkt dieses Licht auf einen kälter.

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Das warm und kalt bezieht sich hier nicht auf die Temperatur, sondern auf die Farbigkeit! Also ob es eine warme oder eine kalte Farbe des Lichts ist!

Gelbliches Licht ist warmes Licht und weißes Licht ist kaltes Licht!

der mond z.B. ist kalt.aber der ist ja auch eine indirekte lichtquelle :D

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