Was ist der Unterschied zwischen Standesamtlicher und behördlicher Namensänderung?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der Unterschied zwischen den beiden Versionen ist einfach: Auf eine behördliche Namensänderung besteht kein Rechtsanspruch, sie erfolgt nach einer Prüfung durch die zuständige Behörde nach Abwägung der Interessen aller Beteiligten; dazu gehört neben dem Personenkreis auch das öffentliche Interesse an der Beibehaltung des bisherigen Namens. Rechtsgrundlage dazu ist das Gesetz über die Änderung von Vor- und Familiennamen. Die Gebühren hierfür sind flexibel und liegen zwischen 2,50 € und 1000 €. Im Gegensatz dazu besteht bei einer sog. "standesamtlichen" Namensänderung ein Rechtsanspruch, wenn die nach dem Gesetz geforderten Voraussetzungen vorliegen (z. B. Wiederannahme des Geburtsnamens bzw. früheren Familiennamens nach Auflösung der Ehe, Namenserteilung durch den Stiefvater für ein Kind seiner Ehefrau). Rechtliche Grundlagen hierfür sind verschiedene §§ des Personenstandsgesetzes; auch bezüglich der Gebühren herrscht hier Klarheit, die m. W. z. Zt. bei 15 € liegen, es gibt keinen Ermessensspielraum.

Eine standesamtliche Namensänderung kann meines Wissens nur durch Heirat erfolgen. Jede sonstige Namensänderung bedarf einer richterlichen Entscheidung.

Und durch Scheidung. Dann darf man seinen eigenen Geburtsnamen wieder annehmen.

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In welchem Bundesland lebst du? das könnte hilfreich sein. Vielleicht ist es Bundeslandabhängig, wer zuständig ist.

Du musst auf jeden Fall einen wichtigen Grund haben, sonst wird der Name nicht einfach geändert. Wie alt bist du?

Was die Standesbeamtin meint, ist vermutlich die öffentlich- rechtliche Namensänderung.

Wer dafür zuständig ist, kann aber wie gesagt, Bundeslandabhänig sein.

Ein Vor- oder Familienname darf nur dann geändert werden, wenn ein "wichtiger Grund" im Sinne des Namensänderungsgesetzes (§ 3 NamÄndG) die Änderung rechtfertigt

Ein solcher wichtiger Grund ist nach der Rechtsprechung gegeben, wenn das schutzwürdige Interesse des Antragstellers so wesentlich ist, dass die Belange der Allgemeinheit, die in der Regel die Beibehaltung des bisherigen Namens fordern, zurücktreten müssen.

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Ich lebe in Bayern, und bin 15 Jahre alt. Meine Mutter ist auch einverstanden damit

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@RumLum

Kann ich das mit dem Gesetz irgendwo nachlesen?

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@RumLum

In Bayern sind aber auch die Standesämter für die öffentlicht rechtlichen Namensänderungen zuständig. Das kannst du hier nachlesen: http://www.muenchen.de/Rathaus/kvr/standesamt/name/51743/oeffen.html

dein Vater wird aber auch damit einverstanden sein müssen, denn du trägst seinen Namen.

ICh kann dir aber nicht allzu viel Hoffnung auf Erfolg machen, denn wie gesagt, es muss ein wichtiger Grund vorliegen. Hast du den?

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@RumLum

http://home.arcor.de/standesamtsinfo/Namensfuehrung/Namensaenderung/behoerdlicheNamensanderung/behoerdlichenamensanderung.html

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