Unterschied zwischen Sinnen und Bewusstein?

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Ist nicht dies mein Bewusstsein, oder kurz gesagt, die 5 Sinne geben mir das Bewusstsein. Das ICH Bewusstsein entsteht doch durch mein Gehirn, wenn ich bsp. Freude, Trauer, Sorgen habe so sind dies meine Gedanken welche im Gehrin enstehe

Ich sehe das ein wenig anders. Deine Identität, dein Bewußtsein, ist unabhängig von den Sinnen. Es benutzt den physischen Körper und die darin vorhandenen Sensoren / Sinne im Grunde wie ein Fahrzeug, um die physische Realität zu erfahren und zu erleben. Dein Bewußtsein ist eigentlich unabhängig von diesem Fahrzeug, hat aber eine sehr starke Fokussierung auf die physische Realität, so dass ihm das für die Zeit des Aufenthalts nicht bewußt ist.

Das Bewußtsein ist deshalb ein Rätsel, weil man es im Gehirn noch nicht finden konnte. Zum einen weil es dort nicht ist, zum anderen, weil wir uns beim Thema Bewußtsein nicht mehr in der messbaren, physischen Realität befinden. Das Gehirn ist im Grunde nur eine Art Transformator, vielleicht vergleichbar mit einem Fernseher, bei dem das Bild ja auch nicht im Gerät ist, sondern von ihm nur empfangen und für den Zuschauer aufbereitet wird. In etwa so kann man sich vorstellen, dass die physische Realität für unser Bewußtsein aufbereitet wird.

Es ist eigentlich noch deutlich komplizierter, weil das Bewußtsein nicht ein einziges Bewußtsein ist, aber das würde über deine Frage hinausgehen.

Endlich mal jemand , der seine Hausaufgaben gemacht hat :)

Jedoch ist BEWUSSTSEIN nicht dasselbe, wie Bewusst-sein ;)

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Zum Bewusstsein gibt es ständig neue Theorien. Wahrscheinlich noch in 1000 Jahren, denn seit 3000 Jahren wird schon daran rumgebastelt. Ganz allgemein kann man Bewusstsein als eine Art innere Repräsentanz unserer selbst und der erfahrenen Außenwelt bezeichnen. Damit ist alles und nichts gesagt, denn die Frage ist, wovon es gespeist wird und wie es hineinkommt und wie es wirkt. Schon die Alten, so z.B. Epikur waren der Meinung, dass wir mehr als 5 Sinne haben. Die 5 Sinne sind nur die Eingangstore für materielle Außensignale. Wir wissen inzwischen z.B. bei den Augen, dass wir nicht das wahrnehmen, was wir optisch sehen, sondern dass das bereits im Gehirn "korrigiert" wird, wobei z.B. der meist vernachlässigte Gleichgewichtssinn eine wichtige Rolle spielt.

Für Epikur ist der Verstand ein weiterer Korrektursinn, der die diversen Eingangssignale miteinander koordiniert, weil wir in jeder Situation immer alle äußeren Sinneseindrücke empfangen. Epikur definiert die Seele als einen großen inneren Sinn, der uns über den Zustand und die Empfindungen unseres Körpers informiert. Das sieht man heute natürlich differenzierter, aber wie auch immer, wir sind zwar ein informationsverarbeitendes Wesen, das zudem lernfähig ist und wir sind auch ein handelndes Wesen, das auch experimentiert und bewusst sein Bewusstsein erweitern will. Bei Jean Paul Sartre und seinem Konzept des Anderen kannst Du zudem die Hypothese verfolgen, wie sehr wieder die reziproke Korrespondenz mit der Umwelt und den Anderen in der Gesellschaft unsere Strategien beeinflusst. Da gibt es viele Aspekte.

So genau kann das wohl keiner sagen.

Das Bewusstsein wird auch oft als die Verbindung zum Göttlichen gesehen, die Verbindung zu höheren Ebenen.

Dass Sinne nicht das Bewusstsein sind, hier ein Beispiel. Ein Reptiel, eine Schildkröte kann sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen, aber im Vergleich zu höheren Lebewesen wie Säugetiere hat es keine höhere Verbindung. Denn der SChildkröte es es egal, wenn der Nachwuchs geschlüpft ist, ob diese jetzt gefressen werden von Vöglen etc. oder nicht.

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