Unterschied zwischen Russisch-Ortodhox & Evangelen?

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6 Antworten

Der Vorwurf der beiden Kirchen gehen gegen Doktrinen die nicht ihre Verankerung in der biblischen Geschichte finden. Gleichsam widerspricht man der katholischen Kirche hinsichtlich des Anspruchs auf Unfehlbarkeit, sowie dem Führungsanspruch.

Trotzdem läßt sich die evangelische mit der orthodexen Kirche nicht Vergleichen. Die meditativen und rituellen Bestandteile der orthodoxen Kirche fehlen der evangelischen Kirche. Ich persönlich habe schon evangelische Gottesdienste erlebt, und habe diese eigentlich auch mehr so als Sonntagsschule für Erwachsene empfunden. Ich bin der Meinung, wenn man sich dem Wort Gottes hingibt, dann sollte man sich auch in eine meditavie Andacht begeben. Hierzu fehlt mir die Atmosphäre in der evangelischen Kirche. Wenn ich eine Kirche betrete, dann möchte ich mich auch mit der Zeremonie des Bekreuzigen mit Weihwassers von den Unzulänglichkeiten der Welt waschen. Das alleine macht mich schon fuchsteufelswild in der evangelischen Kirche, das da kein Weihwasser zu finden ist. Einmal war ich in der evangelischen Kirche bei einer Taufe. Ich war sowas von in Rage, da hab ich mich einfach mit dem Taufwasser bekreuzigt. Der Pastor hatte schön geschaut...:-)). Dann möchte ich auch in Gedenken an mich und auch andere eine Kerze anzünden. Auch das ist bei den Evangelen nicht möglich. Ich sitze dort in einem Raum ohne Atmosphäre. Das ist nicht schön. Hier daheim haben wir unsere "heilige" Ecke. Auch dort habe ich das Kreuz, meine Ikonen und meine Kerze. Weihwasser habe ich auch neben der Ikone stehen. Ich denke, man sollte sich bei seinem Gespräch mit Gott darauf vorbereiten können, und für mich gehört da auch eine gewisse meditative Stimmung zu.

:-)

Setzt man sich eigentlich bei euch auf eine Bank, oder ist dieses nur den Alten und Gebrechlichen vorbehalten, mein letzter Besuch einer orthodoxen Messe ist ein wenig her, allerdings gibt es gregorianische Messen bei den Katholiken, da fühlt man sich vielleicht eher wohl...

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@1988Ritter

Ich fahre mehrmals in der Woche an der Christi-Auferstehungs-Kathedrale am Berliner Hohenzollerndamm vorbei...

Wenn da die Glocken geläutet werden, sieht man einen orthodoxen Mönch in einfacher Kutte auf den Pedalen herumhopsen und gleichzeitig die Seilzüge bedienen, das kann man sicher auch mit Motoren erledigen, nur scheint das nicht gewünscht zu sein, es gibt nicht einmal einen ordentlichen Zugang, der klettert dort mit einer einfachen Holzleiter hin...

Kontrastprogramm zu den Champagner trinkenden und Austern schlürfenden Russen im KadeWe...:-)...oder ist das der Ausgleich für soviel geistige Demut???

Keine Respektlosigkeit, fiel mir nur gerade auf.

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@Kaimosi

Ja das ist ganz einfach. Die orthodoxe Kirche kennt keine Steuer. Da spendet man. Wenn der Mönch nicht pfiffig ist, dann hat er dafür noch nicht gesammelt. Unsere Basilika ist allerdings vom Feinsten.

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@1988Ritter

Oder die wollen das wirklich authentisch belassen, die Kirche ist m.W. aber schon sehr alt, also kein Nachkriegsbau...

Die letzte russisch-orthodoxe Kathedrale habe ich in den 90ern in St. Petersburg erlebt...beeindruckend, allerdings sind die Kathedralen dort gewaltig, der Barock muss sich dort stärker ausgetobt haben als im postreformatorischen, südlichen Europa. Vielleicht gehe ich mal rein...

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Die Katholiken und die Orthodoxen sind enger verwandt. Haben viele gleiche Rituale und soviel ich weiss, auch exakt das gleiche Glaubenbekenntnis. Es heißt auch nicht Evangelen sondern evangelische Christen. Sie protestieren ja auch nicht gegen Katholiken, sondern der Ausdruck Protestant, stammt aus der Zeit der Reformation. Damals hat man sie als Protestanten bezeichnet und da hat sich dieser Begriff so eingebürgert. Ist aber nicht böse gemeint, kann aber sein, dass sich manchmal ein sog. Protestant über diese Bezeichnung ärgert.

Die Ostkirchen war eine lange Zeit von der Westkirche getrennt, darin begründen sich auch die vielen Unterschiede in der Glaubenslehre, die Liturgie kommt einem älter und geheimnisvoll vor, dabei gibt es auch da noch einmal Unterschiede, die ältesten Traditionen findet man bei den Kopten und Armeniern...

Der Protestantismus hat sicher etwas mit dem Protest gegen die katholische Praxis zur Zeit Martin Luthers zu tun, die Lehre und Ausübung in der Liturgie geht aber weit über den Protest hinaus, im Pietismus findet man auch Sonderformen, oder die Täufer bzw. Mennoniten, die eine ursprüngliche Form des Glaubens für sich in Anspruch nehmen.

Zur Zeit der Reformation war die Orthodoxe Kirche aber vom Rest Europas getrennt, schon deswegen unterscheidet sie sich, weil sie von den Effekten der Reformation und Gegenreformation weit weniger beeinflusst wurde.

"die eine ursprüngliche Form des Glaubens für sich in Anspruch nehmen"

Im Grunde nehmen alle Kirchen für sich in Anspruch besonders ursprünglich zu sein. Ein wesentlicher Unterschied ist aber, wie entschieden wird was ursprünglich ist.

Die kat. und orth Kirchen gehen bei unklaren Bibelstellen hin und schauen was die ersten Christen sonst noch (in auserbiblischen Texten) geschrieben haben und gehen davon aus das dies dann der ursprüngliche und damit richtige Glaube ist. (Traditionsprinzip) Die Protestanten gingen, wegen der Einführung des "allein die Schrift" Grundsatzes grundsätzlich davon aus, das diese Berichte falsch sein müssen, das sie nicht zur Bibel gehören. Deshalb haben die Protestanten auch Bibelauslegungen entwickelt, die (wo sie sich von der kat/orth Lehre unterscheiden) immer auch von den historischen Funden abweichen. Die "Protestantische Ursprünglichkeit" folgt konsequent Vorstellungen, wie man sie im 16 Jahrhundert entwickelte, egal ob sie richtig oder falsch waren.

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@Klaus02

Klar behauptet das jede einzelne Denomination...die Frage die man sich eher stellen sollte ist., wie man die einzelnen Teilkirchen unter einen Hut bekommt, von der theologischen Grundüberzeugung sind ja nur Jotas voneinander entfernt...liturgisch und traditionell finde ich die Unterschiede eher belebend, sofern man sich einmal in einer anderen Kirche die Ehre gibt...

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Die orthodoxen Kirchen unterscheiden sich kaum von der katholischen Kirche, der einzige richtige Unterschied ist die Rolle des Papstes.

Natürlich gibt es auch unterschiede in der Gestaltung der Kirchen, Frömmigkeit und der Liturgie, aber im Kern sind sie als vorreformatische Kirche sich sehr ähnlich.

Lieber Klaus.......es gibt 4 Päpste. Drei sind orthodox einer katholisch.

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@1988Ritter

Das sind Patriarchen, und der Papst ist einer von ihnen, die Sonderrolle, die er als "oberster" Patriarch innehat, wird wird aber von den Orthodoxen nicht anerkannt. :o) Das solltest du als orthodoxer Christ doch wissen. ;-)

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@Klaus02

Das sind Patriarchen

Die Kopten bezeichnen ihren Patriarchen in europäischen Sprachen ausdrücklich als "Papst" (Tawadros II.).

Und der Papst hat keine Sonderrolle, er hat sie nur vergeblich beansprucht. Diese Neuerung wurde von seinen Kollegen zurückgewiesen.

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@helmutwk

Ja, die Patriarchen dürfen sich auch Papst nennen. Es gab mal Streitigkeiten darüber, weil irgendein römische Papst als einziger Papst genannt werden wollte. Aber das ist längst Geschichte. Katholiken könnnen in orthodoxen Gemeinden die Sakramente empfangen, Beiichte, Sterbesakramente usw., wenn keine katholische Gemeinde in der Nähe ist, und natürlich auch umgekeht.

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@Klaraaha

Katholiken könnnen in orthodoxen Gemeinden die Sakramente empfangen, Beiichte, Sterbesakramente usw., wenn keine katholische Gemeinde in der Nähe ist, und natürlich auch umgekeht.

Das kommt daher, dass aus Sicht der rkk die Orthodoxen "richtige" Kirchen sind, anders als die evangelischen "Gebilde".

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Als erstes musst du wissen, was der Unterschied zwischen Katholiken und Orthodoxen ist:

  • Die Orthodoxen haben Ikonen
  • Die Orthodoxen erkennen den Papst nicht an
  • Die Orthodoxen haben den gregorianischen Kalender, die Katholiken den julianischen
  • Der Gottesdienst ist bei den Orthodoxen ein Kommen und Gehen, bei den Katholiken gibt es festgelegte Zeiten

und es noch andere, kleinere Unterschiede, aber sonst ist alles gleich. Die Katholiken und Orthodoxen haben sich mehr aus politischen Gründen getrennt, nicht so wie bei den Katholiken und Evangelen.

Die evangelische Kirche ist aus den Reformen Martin Luthers enstanden. Die Evangelen erkennen den Papst nicht an, evangelische Geistliche dürfen heiraten, katholische nicht, Evangelen dürfen sich scheiden lassen, Katholiken nicht, es gibt keine Reliquienverehrung bei den Evangelen usw..

Die Orthodoxen haben den gregorianischen Kalender, die Katholiken den julianischen

Nö, andersrum.

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@Hyrule97

Es stimmt nicht, dass sie den Papst nicht anerkennen. Die haben ihre eigenen Oberhäupter, bzw. jede Richtung hat ihren eigenen Papst. Man nennt sie Patriarchen und sie gehen im Vatikan ein und aus. Sind bei allen großen Veranstaltungen dabei, od. ihre Vertreter, wenn sie sich gegenseitig nicht anerkennen würden, wäre das nicht der Fall.

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@Klaraaha

Ist mir schon klar. Ein Patriarch ist aber kein Papst und die Patriarchen sind nur regional angesehen.

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@Hyrule97

Also mit "sie erkennen den Papst nicht an" meine ich den kath. Papst, falls dir das noch nicht aufgefallen ist.

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@Hyrule97

Ein Patriarch ist aber kein Papst und die Patriarchen sind nur regional angesehen.

Der Papst wurde auch nur regional angesehen, erst als sich die Kirche des Westens ab ca. 1500 auf andere Kontinente ausbreitete, stimmt das mit dem "regional" nicht mehr.

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Google doch einfach nach Katholisch, Evangelisch, Orthodox oder frag Wikipedia. Es gibt viele Unterschiede und die lassen sich nicht hier in 3 Sätzen zusammenfassen.

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