Unterschied zwischen psychologischer Berater , Psychiater und Psychologen?

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3 Antworten

Psychiater ist der Facharzt für psychische Erkrankungen und deren umfassende Behandlung (wozu auch Psychotherapie gehört, daher die Bezeichnung "Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie"). Die Bezeichnungen sind geschützt. Der Psychiater übt als Arzt Heilkunde aus.

Psychologe (und Bezeichungen als sog. Bindestrichpsychologen) ist eine geschützte Berufsbezeichnung, die ein abgeschlossenes Studium zum Diplom-Psychologen oder eines äquivalenten Studienganges der Psychologie voraussetzt. Ein Psychologe übt keine Heilkunde aus.

Psychologischer Berater ist eine nicht geschützte Tätigkeitsbezeichung, die jedoch von einigen Berufsverbänden, auch dem BDP, kritsiert wird, da diese Verbände befürchten, es könne der Eindruck entstehen, es handle sich um eine Beratungsdienstleistung, die eine dem Psychologen oder einem psychozialen Berater (i.d.R. Absolventen des Studienganges Soziale Arbeit) äquivalente Qualifikation voraussetzt, was aber nicht der Fall ist. Psychologische Beratung ist keine Heilkunde.

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Ein psychologischer Berater ist ein Heilpraktiker mit diesem Schwerpunkt. Er hat weder studiert, noch eine auch nur ansatzweise vergleichbare Ausbildung gemacht. Er darf nicht therapieren.

Ein Psychologe hat Psychologie studiert. Damit ist er in der Regel ebenfalls für Beratungen qualifiziert. Auch er darf nicht therapieren.

Therapieren darf aus der psychologischen Fachrichtung nur ein Psychotherapeut. Dieser hat Psychologie studiert und eine weitere 3-jährige Zusatzausbildung absolviert.

Ein Psychiater ist ein Arzt. Er hat Medizin mit der Fachrichtung Psychiatrie studiert. Bei den jüngeren Psychiatern ist die Befähigung, Psychotherapie anzubieten, mittlerweile mit der Ausbildung erworben. Früher mussten auch die Psychiater noch eine Weiterbildung absolvieren.

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ChiaraWolke 31.08.2016, 19:11

Ziemlich simple:)

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vorstadtgoere 31.08.2016, 19:29

Okay, also ein Psychiater ist quasi ein normaler Arzt, nur halt mit der Fachrichtung Psychiatrie (bzw. Psychotherapie), er hat also ein Medizinstudium gemacht und danach im Bereich Psychiatrie/Psychotherapie eine Weiterbildung gemacht plus Facharztprüfung absolviert. Er darf dir auch Medikamente verschreiben.
Ein Psychotherapeut ist eigentlich auch ein Psychiater, der dich öfter als nur einmal im Monat beziehungsweise einmal im Quartal sieht, in der Regel alle 1-2 Wochen und bespricht über deine Gefühlslage, dies und das.
Ein Psychologe dagegen hat Psychologie studiert. Sie führen testpsychologische Diagnostik durch und therapeutische Gespräche, sowie Beratungen. Die Psychologen können doch wiederum auch als Psychologischer Psychotherapeut arbeiten wenn sie eine Zusatzausbildung machen, die sehr zeitaufwendig ist. :)

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TRichter1956 01.09.2016, 20:28
@vorstadtgoere

Kleine Korrektur: Ein Psychotherapeut ist kein "eigentlich Psychiater", denn er hat - als "Psychologischer Psychotherapeut" - erst Psychologie studiert und dann eine Zusatzausbildung zum Psychotherapeuten gemacht. Ein "ärztlicher Psychotherapeut" hat dementsprechend erst Medizin studiert + Zusatzausbildung

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