Unterschied zwischen Psychologe und Psychotherapeut?

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3 Antworten

Psychologe:

Hochschulabsolvent, der das Fach Psychologie studiert hat. Psychologen beschäftigen sich damit, menschliches Erleben (z.B. Gedanken und Gefühle) und Verhalten zu beschreiben, zu erklären, vorherzusagen und zu ändern. Psychologen gehen von der psychischen Seite an psychische Probleme heran.

Die Berufsbezeichnung "Psychologe" darf nur von Personen geführt werden,
die über den Abschluss eines Hochschulstudiums im Fach Psychologie verfügen. Durch das akademische Studium, das mit dem Diplom abgeschlossen wird (Diplom-Psychologe), erwirbt der Psychologe in den verschiedenen Gebieten der Psychologie wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse und ein umfangreiches Wissen über menschliches
Denken und Fühlen, Lernen und Verhalten und auch darüber, wie man
menschliches Verhalten beeinflussen kann.

Im Hauptstudium kann sich der Psychologe auf die Schwerpunke Klinische Psychologie und psychologische Behandlungsmethoden spezialisieren. Dabei erarbeitet sich der angehende Psychologe umfassende Kenntnisse über die seelisch-körperliche Gesundheit und Krankheit sowie die Grundlagen der wissenschaftlichen Psychotherapie. Nach Abschluss des Psychologiestudiums kann der Psychologe eine mindestens dreijährige
psychotherapeutische Ausbildung absolvieren, die ihn für die eigenverantwortliche Ausübung der Psychotherapie qualifiziert. Der so ausgebildete Psychologe wird "Psychologischer Psychotherapeut" genannt.

Ein Psychologischer Psychotherapeut verwendet keine Medikamente. Sein Behandlungsansatz ist ein anderer. Er unterstützt den Patienten mit psychologischen Mitteln dabei, die psychische Erkrankung durch eine bewusste Auseinandersetzung mit ihren Ursachen und/oder durch gezieltes Einüben neuer Verhaltensweisen zu überwinden. Falls eine organische Erkrankung mitbehandelt werden muss, oder wenn bei einer psychischen Erkrankung eine Kombination von psychologischer und medikamentöser Therapie notwendig ist, arbeitet der Psychologische Psychotherapeut mit Ärzten zusammen.

Psychotherapeut:
Ein Psychotherapeut übt Psychotherapie aus. Das kann ein Psychologe ("Psychologischer Psychotherapeut"), oder ein Mediziner ("Ärztlicher Psychotherapeut") sein - beide dürfen Kinder, Jugendliche und Erwachsene behandeln - oder ein Pädagoge oder Psychologe, der nur für die Therapie
von Kindern und Jugendlichen ausgebildet ist ("Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapeut"). Alle drei haben zusätzlich zu ihrem "Grundberuf" eine psychotherapeutische Zusatzausbildung abgeschlossen.

Der Beruf des Psychologischen Psychotherapeuten ist seit dem 1. Januar 1999 durch das Psychotherapeutengesetz geregelt. Das Gesetz schützt zugleich die Berufsbezeichnung "Psychotherapeut" strafrechtlich für diejenigen, die eine Approbation (Berufszulassung) aufgrund des Psychotherapeutengesetzes oder als Arzt mit entsprechender Zusatzausbildung besitzen.

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Kommentar von Seanna
15.08.2016, 21:32

Nicht ganz korrekt. Psychologe darf sich JEDER nennen. Das ist nicht geschützt. Diplom-Psychologe ist nur geschützt. // Außerdem gehen Psychologen keine Probleme an - das Psych-Studium hat kaum etwas mit klinischer Psychologie zu tun und umfasst bei weitem mehr als die Klinische. // Darüber hinaus gibt es (leider) auch noch Heilpraktiker Psychotherapie und diverse helfende Berufsgruppen mit nicht zugelassenen Therapieverfahren, die sich (leider) ebenfalls Psychotherapeut nennen.

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Definition

Psychotherapeut:    jmd., der zur Heilung psychischer Krankheiten die Methode der Psychotherapie einsetzt.

Psychologe:    jmd., der eine Fachausbildung auf dem Gebiet der Psychologie hat und/oder auf diesem Gebiet tätig ist.

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PsychologInnen haben ein Psychologie-Studium absolviert. Nach aktuellem deutschen Recht muss ein Diplom- oder Masterabschluss erworben worden sein, ein Bachelor-Abschluss berechtigt nicht zum Führen des Titels Psychologin bzw. Psychologe. Der Titel wiederum macht keine Aussage darüber, in welchem Bereich ein Psychologe tätig ist.

PsychotherapeutInnen haben eine postgraduale Ausbildung zur Psychotherapie absolviert und mit dem Staatsexamen abgeschlossen. Es wird differenziert zwischen Psychologischen PsychotherapeutInnen (PsychologInnen mit Therapeutenausbildung), Ärztlichen PsychotherapeutInnen (MedizinerInnn mit Therapeutenausbildung) und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen (PsychologInnen, PädagogInnen und SozialpädagogInnen mit Therapeutenausbildung). Psychologische und Ärztliche PsychotherapeutInnen können zusätzlich zu der Fachkunde für Erwachsene auch eine Fachkunde für Kinder und Jugendliche erwerben, andersrum ist das jedoch nicht möglich.

s. hier;

http://www.psystudents.org/faqs/ist-der-unterschied-zwischen-einem-psychologen-einem-psychotherapeuten-und-einem-psychiater/

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Kommentar von Seanna
15.08.2016, 21:33

Psychologe ist nicht geschützt. Jeder darf sich Psychologe nennen. Diplom-Psychologe ist nur geschützt.

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