Unterschied zwischen Kohlenstofffaser und Kohlenstofffaser verstärkter Kunststoff?

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3 Antworten

Die Kohlenstofffaser an sich ist ziemlich unbrauchbar und zerbrechlich. Im Verbund mit einem Kunststoff hat es aber sehr hohe Zugfestigkeit. Wenn die Fasern geschickt angeordnet werden wird der Körper sehr stabil und bleibt dabei sehr leicht.

Carbon ist eine Bezeichnung für Kohlenstoff. Im Umgangssprachlichen wird es aber häufig für kohlefaserverstärkte Kunststoffe benutzt.

Das ist grob vergleichbar mit Bewehrung im Beton. Ohne die Stahlmatten im Beton würden Hochhäuser und Brücken zusammenbrechen. Der Stahl im Beton macht ihn zusätzlich zu den Druckeigenschaften auch Zugfest.

Der Unterschied ist analog zu dem zwischen Glasfaser (zu Matten verarbeitet kennt man das aus dem Baumarkt) und glasfaser-verstärktem Kunststoff (das Produkt, das sich ergibt, wenn man die Matte mit Harz tränkt und aushärten lässt.)

Carbon wird für die Faser verwendet und für den faser-verstärkten Kunststoff. Im Englischen zusätzlich noch für Kohlenstoff ganz allgemein.

Kohlenstofffaser ist eine Faser aus Kohlenstoff (Carbon), die z.B. durch Verkohlen von Acrylnitrilfaser unter Luftausschluss gewonnen wird.

Kohlenstofffaser-verstärkter-Kunststoff  wird aus gewebten oder übereinander gelegten (Gelege) Lagen von Kohlenstoffaser hergestellt, die mittels Kunststoffharz (z.B. vernetztes/ausgehärtetes Epoxid-harz) verbunden sind. Erfolgt die Aushärtung in einer Form, kann das Werkstück in beliebigen Formen gestaltet werden.

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