Unterschied zwischen Körperverletzung und vorsätzliche Körperverletzung

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7 Antworten

Es gibt 2 Arten von Körperverletzung:

  • Die vorsätzliche Körperverletzung erfolgt absichtlich.

(Juristensprache: Vorsatz = mit Wissen und Wollen)

  • Die fahrlässige Körperverletzung passiert aufgrund mjangelnder Sorgfalt.

(Juristensprache: Fahrlässigkeit = Außerachtlassung der im Verkehr erforederlichen Sorgfalt)

Beide Arten sind aber Körperverletzungen.

"Wissen und Wollen" ist für die Begründung von Vorsatz i.d.R. gar nicht notwendig. Bei den meisten Delikten reicht das billigende in Kauf nehmen des Taterfolgs (sog. dolus eventualis

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@PepsiMaster

Wissen und Wollen" ist für die Begründung von Vorsatz i.d.R. gar nicht notwendig.

Wie bitte? Wo hast du denn diese Fehlinformation her? Bitte Quelle angeben!

Vorsatz wird, wie jeder Jurastudent im ersten Semester lernt, als das "Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung" definiert.

Quelle:

http://www.rechtswoerterbuch.de/recht/v/vorsatz/

Diese Definition gilt nicht sowohl für den "direkten Vorsatz" (dolus directus) als auch für den von dir angesprochenen "bedingten Vorsatz" (dolus eventualis). Das Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung ist somit in beiden Fällen erforderlich, wann immer es um ein Vorsatzdelikt geht.

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@TobiMix

Keine Fehlinformation. Tatsächlich lernt dies jeder Jurastudent im ersten Semester .. aber eben drei Arten des Vorsatzes .. nicht nur zwei!

Der bedingte Vorsatz reicht bei vielen Delikten aus, sofern nicht ausdrücktlich etwas anderes (z.B. Absicht) gefordert ist (vgl. Urteile: BGHSt 7, 363; BGHSt 36, 1, 9; BGH JZ 89, 449)

Deine Quelle passt hier nicht bzw. ist nicht ausreichend. Auf den Dolus eventualis wird dort nicht eingegangen, es wird lediglich erwähnt dass es diesen gibt.

Google spuckt bei einer Suchanfrage nach dem Eventualvorsatz / Dolus eventualis sehr viele Definitionen mit dazu passenden Urteilen aus ..

http://www.lexexakt.de/glossar/doluseventualis.php

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@Kihlu

so ist es ;)

Was ist "es", bitte?

Kommentator PepsiMaster hat zwar 2 Links, jedoch leider keine eigene Definition des Rechtsbegriffs "Vorsatz" gepostet.

Antwortgeber TobiMix hat dagegen nicht nur einen Link gepostet, sondern auch folgende Definition des Rechtsbegriffs "Vorsatz", den er als

Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung

bezeichnet. Diese Definition finde ich nicht nur bei Wikipedia und in anderen Online-Quellen ausdrücklich bestätigt. Ich habe sie darüber hinaus in Papierform auch im Rechtswörterbuch von Creifels bestätigt gefunden.

Soll die Richtigkeit der hier zitierten Definition bestritten werden? Und wenn ja: Mit welchen Argumenten?

Unklar ist auch, was PepsiMaster mit seinem Erstkommerntar auf TobiMix´ Antwort bezweckt. Soll die Richtigkeit der Antwort bestritten werden?

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@TobiMix

@TobiMix

natürlich ist Deine Definition dort .. die ist ja auch nicht falsch. Aber wie ich ja mehrfach geschrieben habe, ist der direkte Vorsatz nicht notwendig. Der bedingte Vorsatz reicht bei den meisten Delikten aus. Man muss es also nicht wissen und wollen, sondern es reicht, den Tatbestand billigend in Kauf zu nehmen, um den geforderten Vorsatz zu erfüllen.

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@Nettelbeck

@Nettelbeck

"Kommentator PepsiMaster hat zwar 2 Links, jedoch leider keine eigene Definition des Rechtsbegriffs "Vorsatz" gepostet."

natürlich habe ich auch eine Definition gepostet .. in meinem ersten Kommentar.

Die Richtigkeit der Definition Wissen und Wollen (beim direkten Vorsatz) hat niemand bestritten. Aber der direkte Vorsatz wird bei den meisten Delikten nicht gefordert, sondern es reicht der Eventualvorsatz .. nämlich dass man die Erfüllung der Tatbestandsmerkmale billigend in Kauf nimmt.

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Ich hatte so ein Vorfall wo mir eine vorsätzliche Körperverletzung vorgeworfen wurde aber dazu später.
Also es war auf einer Straße die aus mehren Spuren besteht und gut befahren ist.
Es war in einer Stadt.
Jetzt habe ich mich nach links eingeordnet und immer das entsprechende Handzeichen gemacht damit es jeder Autofahrer sieht.
Mit einmal einordnen ist es nicht getan weshalb ich mich insgesamt 3 mal links einordnen muss.
Die Autofahrerin war hinter mir und auf derselben Spur.
Wollte angeblich von links überholen.

Beim zweiten einordnen hupt auf einmal eine Autofahrerin und bremst voll ab.

Natürlich habe ich auch hier mich korrekt eingeordnet mit Handzeichen.
Und als zweitens gebe ich ja zu das ich die Tür von der Autofahrerin auf gemacht habe um zu klären was das sollte.
Ist ja klar weil man erstmal einen Schock bekommt weil es hätte ja auch einer hinten reinfahren und ich liege dann unter deren Auto. 
Zweitens wäre sie dann auch einfach weggefahren.
Sie kam dann und machte mich blöd an ich wäre selber schuld weil ich kein Handzeichen gemacht habe was natürlich nicht der Fall war.
Da hatte ich aus Wut die Tür zugeschlagen.
Ich bin dann weg gegangen. Die Frau ist ausgestiegen und ist handgreiflich geworden.
Ich habe nur versucht mich zu wehren.
Hier ist nichts passiert. Die Frau wurde nicht von mir getreten oder verletzt.
Natürlich hat sie wie blöd durch die Gegend geschrien sie wird angegriffen.
Wahrscheinlich um Aufmerksamkeit zu erregen.
Insgesamt kamen zwei Leute auf mich zu.
Eine davon hat die Polizei angerufen.
Angeblich sollte laut der Frau die Innenverkleidung abgefallen sein aber nichts an der Tür kaputt war.
Später kam die Polizei und die haben die Zeugen befragt und die Frau.
Klar hat die direkt gezeigt das sie angebliche Rötungen durch meine angeblichen Schläge bekommen hatte.
Sogar am Fuß wo ich sie gar nicht berührt hatte.
Die wurden auch via Fotoapparat fotografiert.
Der angeblich Schaden an der Innenverkleidung wurde nicht fotografiert.
Das einzigste was am Auto fotografiert wurde war der Kofferraum.
Warum sie davon eine Aufnahme brauchen kann ich nicht verstehen.
Ich hatte das Gespräch zwischen Polizisten gehört weil ich ja nur ein paar Meter daneben stand.
Als ich der Polizei das alles geschildert hatte wurde mir sogar ins Wort gefallen und sogar beschuldigt ich würde den Polizisten anfassen obwohl ich nur zeigen wollte wie sie mich angegriffen habe.
Und dann kam noch die Zeugen haben ja was anderes gesagt und ich könnte es nicht zeigen weil ich es nicht wüsste.
So was unverschämtes habe ich noch von keinem Polizisten gehört.
Ich hatte dann knapp eine Woche Post bekommen.
Da stand auf einmal drin das ich sie nicht nur geschlagen haben sollte sondern auch getreten was natürlich Unsinn ist.
Das wurde von keinem Zeugen erwähnt.
Außerdem stand da vorsätzliche Körperverletzung was fragwürdig ist.
Sachbeschädigung die von der Polizei nicht dokumentiert wurde.
Von der Innenverkleidung wurde nichts erwähnt nur das die Tür beschädigt wurde was von der Frau dementiert wurde.
Es handelt sich vielleicht um die Innenverkleidung.
Das hätten die im Schreiben schreiben sollten.
Wahrscheinlich weil sie keine Beweise haben und das umschrieben haben.
Zu dem Schreiben habe ich keine Stellung genommen.
Ich warte auf einen Gerichtstermin wo ich auch mit gutem Gefühl hingehen werde.
Es lief bis zu dem beinahe Unfall eine kleine Cam die am Fahrrad befestigt war.
Dies dokumentiert zwar nicht ob ich die Hand rausgestreckt habe aber das die Person zuerst handgreiflich war.
Und das ist ja sehr wichtig das ich das habe falls die Zeugen doch gegen mich aussagen wollen.
Was sagst du dazu mit der vorsätzlichen einfachen  Körperverletzung?
Es ist ja nicht gewollt sondern ich musste mich ja wehren weil sonst hätte sie mich ja geschlagen.
Sie ist auch bis auf wenige Zentimeter auf mich zugegangen.
Ich denke mal viele mögen das auch nicht und würden versuchen die Person auf Abstand zu halten.
Das war auch mein Gedanke.
Ich konnte ja nicht ahnen das die Frau aus dem Wagen aussteigt und bis auf wenige Zentimeter auf mich zu geht an statt Abstand zu halten.
Es mag manche Leute geben die dann aggressiv werden und direkt zuschlagen.
Ich gehöre nicht dazu.

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Körperverletzung ist jede Einwirkung auf den Körper eines anderen, die dessen Wohlbefinden beeinträchtigt. Grobe Erklärung:

Wenn der Arzt eine Spritze gibt, erfüllt er denTatbestand der Körperverletzung (aber mit Einwilligung des Verletzten), deshalb ist die KV nicht rechtswidrig.

Wird die KV begangen, weil man die erforderliche Sorgfalt außer acht gelassen hat, dann nennt man das fahrlässige Körperverletzung (der Täter wollte also nicht den "Erfolg" der Tat)

Wird die KV begangen, weil man den anderen verletzen wollte, dann nennt man das vorsätzliche Körperverletzung (der Täter wollte den "Erfolg" der Tat).

Einen "vorsatz" haben bedeutet, es mit Absicht getan zu haben und sich dessen Bewusst gewesen zu sein.

Körperverletzung kann aber auch fahrlässig sein. Das bedeutet, dass du etwas nicht mit der Absicht getan hast, jemandem Weh zu tun.

Z.B. Spielst du mit einem Fußball und schießt mit ihm gegen eine Mauer weil du keinen Fußballplatz in der Nähe hast. In dem Moment kommt eine alte Dame um die Ecke und der Fußball prallt von der Wand ab und donnert in Ihr Gesicht. Das wäre (soweit ich weiß) fahrlässige Körperverletzung, es war nicht mit Absicht ;)

Bitte korrigiert mich wenn ich hier gerade Mist verzapfe

gut beschrieben und absolut korrekt ;)

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Also vorsätzliche Körperverletzung ist absichtlich. Das kann man sich auch mit Vorsatz ableiten, denn wenn man einen Vorsatz hat, will man es durchziehen und schaffen. Das erste (fahrlässige Körperverletzung) ist dann eher unabsichtlich oder versehentlich. =)

Also Bsp. für vorsätzliche Körperverletzung: Du kennst einen Menschen, den du gar nicht ausstehen kannst. Vielleicht kann er dich auch nicht leiden und deshalb möchtest du ihm einen Denkzettel verpassen! Angenommen du würdest ihn schlagen, dass er einen blauen Fleck oder eine blutende Wunde hat, das wäre vorsätzliche Körperverletzung.

Bsp. für fahrlässige Körperverletzung: Du spielst mit deinem Kumpel Fußball. Der versucht ins Tor zu treffen und du versuchst wiederum ihn (den Ball) abzupassen. Der Ball knallt gegen den Pfosten und ein Fußgänger in der Nähe wird getroffen und kriegt evt. am Ende eine Beule z.B. am Kopf. Das wäre fahrlässige Körperverletzung, also unabsichtlich/versehentlich.

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Das erste ist versehentlich und das zweite ist mit Absicht.

Körperveletzung (fahrlässig) ist wenn ich dich versehentlich anreppel du stützt und dich verletzt. Vorsätzlich wäre wenn ich vorher Anlauf nehme...

das kommt von Vorsatz, wenn ich dir also meine faust ins Gesicht ramme dann will ich dich verletzen ;)

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