Unterschied zwischen katholische und evangelische Religion?

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4 Antworten

Alle sind Christen.
Das heißt, sie glauben an Gott und daran, dass er uns Jesus Christus als seinen Sohn auf die Erde geschickt hat. Sie sind außerdem überzeugt, dass Gott uns liebt und es gut mit uns meint. Für alle Christen ist es wichtig, so zu leben, wie Jesus es vorgemacht hat. Deswegen finden sie zum Beispiel Frieden, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit sehr wichtig.

Früher waren alle Christen katholisch. Aber vor ungefähr 500 Jahren gab es einen Mönch namens Martin Luther. Dem gefiel nicht alles, was damals in der Kirche passierte – zum Beispiel, dass reiche Menschen besser behandelt wurden als arme und dass es die Bibel nur auf Latein gab. Das konnten nur sehr wenige Menschen lesen. Dagegen hat Martin Luther protestiert. Viele Leute dachten genau so wie er – sie protestierten, taten sich zusammen und gründeten die evangelische Kirche. Deswegen nennt man evangelische Christen auch “Protestanten”.
Katholischer und evangelischer Glaube sind also unterschiedliche Glaubensrichtungen in der christlichen Religion. Diese verschiedenen Richtungen nennt man Konfessionen.

Die Glaubensspaltung während der Reformation des 16. Jahrhunderts teilte also die abendländische Christenheit leider in eine katholische und evangelische. Seit einigen Jahrzehnten ist man wieder auf der Suche nach der Einheit. Dieses Bemühen nennt man Ökumenische Bewegung. In vielen Glaubensfragen blieb die Einheit trotz Spaltung erhalten, in anderen wurde sie wieder entdeckt:

Vieles eint katholische und evangelische Christen:
•der Glaube an Gott, an seinen gekreuzigten und auferstandenen Sohn Jesus Christus, und an den Heiligen Geist
•die Heilige Schrift als Wort Gottes
•die Taufe auf den Namen des dreieinigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
•der Glaube, dass wir von Gott geliebt und angenommen werden nicht aufgrund eigener Leistung, sondern allein aus Gnade
•der Glaube, dass Gott durch den Hl. Geist unsere Herzen erneuert und uns zu guten Werken befähigt
•der Glaube, dass Christus in der Eucharistie/im Abendmahl wirklich gegenwärtig ist
•der Glaube, dass Gott uns das ewige Leben schenken will.
•das Apostolische Glaubensbekenntnis, das “Große Glaubensbekenntnis” (der Konzile von Nizäa 325 und Konstantinopel 381), die Feier des Sonntags, viele Feste, Gebete, Lieder, etc.
•der vielfältige Einsatz für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung

Freilich gibt es auch viele Unterschiede. Aber nicht alles, was verschieden ist, muss die Kirchen trennen. Unterschiede in den Gottesdienstformen, in den theologischen Schwerpunkten und in den Kirchenordnungen können auch eine gegenseitige Bereicherung sein. Die gewünschte Einheit der Christen will diese bunte Vielfalt nicht beseitigen. Das Ziel der Ökumene ist nicht eine “uniforme Superkirche”, sondern die “versöhnte Verschiedenheit” der Konfessionen.

Was wirklich (noch) trennt:

Evangelische Christen haben keinen Papst. Im katholischen Kirchenverständnis ist der Papst der “Nachfolger des hl. Petrus” und als solcher von Christus zum obersten Schlüsselträger und Hirten der Kirche bestimmt (vgl. Mt 16,18f; Joh 21,15-17). Nach dem Dogma der Unfehlbarkeit ist eine Entscheidung des Papstes ex cathedra für alle katholischen Christen bindend. Für Evangelische ist es unvorstellbar, dass Bischöfe, oder gar der Papst qualitativ oder moralisch bessere Menschen sind. Alle Menschen sind vor Gott gleich. Alle Menschen machen Fehler und sind auf Vergebung angewiesen. Deswegen ist es aus evangelischer Sicht undenkbar, dass der Papst, „ex Cathedra“ Entscheidungen treffen darf, die unwiderruflich sind.

Unterschiedlich ist auch das Verständnis der Geistlichen, also der Pfarrer und Priester. Bei den evangelischen Christen dürfen auch Frauen als Pfarrerin tätig sein und die Pfarrer dürfen heiraten – beides geht bei den Katholiken nicht.
In der evangelischen Kirche spricht man nicht von „Priesterweihe“, sondern von „Ordination“.
Nach dem Augsburger Bekenntnis (CA XIV) wird man von der jeweiligen Kirchenleitung
ordnungsgemäß berufen. Die apostolische Sukzession besteht in der evangelischen Kirche
nicht in der lückenlosen Personenkette, sondern im Auftrag. Evangelische Pfarrerinnen und
Pfarrer sagen: In der Verkündigung des Evangeliums, in der Taufe und im Geben des Abendmahles
stehen wir in der Nachfolge der Apostel und geben den Auftrag Jesu Christi weiter
(Matthäus 28,18-20).

Quelle:http://apostelkirche.com/glaube-fur-einsteiger/fragen-zum-evangelischen-glauben/worin-liegt-der-unterschied-zwischen-evangelischem-und-katholischem-glauben/

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Kommentar von Bodesurry
12.03.2016, 17:04

Martin Luther ist zweifelsfrei ein grosser, wenn nicht der wichtigste Reformator gewesen. Zum Durchbruch, vor allem in Ländern außerhalb von Deutschland, kam es jedoch dank vielen weiteren sehr bedeutenden Reformatoren.https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Reformatoren

Die meisten Reformatoren, die ich kenne, wollten keine neue Kirche, sondern eine katholische Kirche, die wieder zu den Wurzeln der Bibel, zu Jesus Christus, zurück kehrte. Störend war da vor allem der Ablasshandel (man entkommt dem Fegefeuer nur durch Geld), der Prunk in der Kirche, die Heiligenverehrung und die Käuflichkeit der geistlichen Titel. 

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The Allisons hat die Gemeinsamkeiten betont. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn nicht die Frage ausdrücklich auf die Unterschiede gerichtet wäre. Bei aller Ökumene gibt es davon aber doch noch einige, die er nicht benannt hat. In der katholischen Kirche gibt es sieben Sakramente: Taufe, Abendmahl, Beichte und Vergebung, Firmung, Ehe, Priesterweihe, Letzte Ölung. In der evangelischen gibt es nur zwei: Taufe und Abendmahl. In der katholischen Kirche dürfen nur Priester die Sakramente spenden (mit Ausnahme der Ehe. Dieses Sakrament spenden sich genau genommen die Eheleute gegenseitig.), in der evangelischen alle Gläubigen. Das Abendmahl gibt es in der evangelischen K. für alle in beiderlei Gestalt (Brot und Wein), in der katholischen K. i.A. nur für geweihte Priester. Die evangelische K. anerkennt die katholische Taufe, umgekehrt ist das nicht der Fall. Die evangelische K. ist Mitglied im Weltbund der Kirchen, die katholische nicht. Die katholische Kirche kennt ein Fegefeuer, die evangelische nicht. Die katholische Kirche kennt Dogmen (Das letzte von Pius XII: Auch Maria wurde "unbefleckt" empfangen.), die evangelische nicht. Bei aller Ökumene - es noch einige Unterschiede.

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Kommentar von Chichiri
12.03.2016, 18:04

Zur Vervollständigung: In der katholischen Kirche gibt es die Kommunion auch in beiderlei Gestalt. Und nicht nur der Pfarrer trinkt aus dem Kelch. An einigen Hochfesten empfängt die Ganze Gemeinde die Kommunion in zwei Gestalten.

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Hallo,
Diese Frage wird hier regelmäßig etwa alle 6 Wochen gebracht. Diese sind jetzt wieder um weshalb du dran bist.
Doch Spaß beiseite. Hier die Antwort dazu welche ich vor 12 Wochen gebracht und dann vor 6 Wochen hier rein kopiert habe.

Der wesentliche Unterschied (wenn du den wissen willst) liegt in der Heilslehre. Die Heilslehre ist die Grundaussage jeder Religion egal wie das "Heil" verstanden wird.

Die Heilslehre beinhaltet immer das Heilsziel und den Heilsweg.
Bei fast allen christlichen Konfessionen bzw. Religionsgemeinschaften ist
das Ziel (fast) gleich. Die Unterschiede finden sich im Weg.
DieKonfessionen aus der Reformation lehren, daß das (transzendente)Heil
des Menschen allein durch die Gnade (Gottes) (Sola gratia) bewirkt wird
und durch "Glaube" (Sola fide) Die Quellen dazu sind vor allem Auszüge aus
den Schriften von Paulus - nicht die Botschaft Jesu.
Die kath. Kirche lehrt, daß der Heilsweg durch Jesus vorgegeben ist - das Tun der (höheren) Gerechtigkeit = Zuwendung und Liebe zu unserem Mitmenschen.
Quelle ist die Botschaft Jesu in den Evangelien welche dies durchgehend
heilsnotwendig einfordert. Jesus identifiziert sich sogar mit diesem
(Heils-) Weg. ".....ich bin der Weg die Wahrheit (=Erkenntnis) und das Leben "(welches zum Heil führt).
Natürlich bejaht die kath. Kirche auch die präsente "Gnade Gottes", welche denen zu teil wird, welche darum bitten,sie annehmen und anderen gewähren. (z.Bsp.u.a. im V.U. "..vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben..")
Dies gestaltet sich auch in den Sakramenten der kath. Kirche , deren Anzahl
und Verständnis (teils) unterschiedlich zu den Kirchen aus der
Reformation ist.
Außerliche und nachrangige Unterschiede werden dir hier ja von anderen vorgetragen, leider teils ungenau oder auch falsch.
(bzw. auch mit polemischen Seitenhieben auf die kath. Kirche)

Gruß Viktor

Die Begriffe "Sola gratia" und "Sola fide" z. Bsp. bei Wikipedia nachlesen.   

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Kommentar von kyseli
13.03.2016, 09:20

Was ist denn das "Heil" dies gibt es doch im deutschen Sprachgebrauch gar nicht? ...Heilsziel...ich kenne nur noch das Heil .itler 

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Kommentar von stonedog
13.03.2016, 14:00

Eine unvollständige, z.T. falsche und gegenüber Protestanten polemische Antwort. Es sind nicht bloß sola gratia und sola fide, sondern auch solus Christus und sola scriptura. Dass Protestanten sich nicht nach der Botschaft Jesu richten, ist verleumderischer Quatsch.

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Es gibt viele Unterschiede, auch noch mal bei den Evangelischen und Katholischen (Unter Gruppen!)

Hier aber mal ein paar Beispiele:

- Kein Papst

- Keine Heilige

- Ehe für Pfarrer

- Kein Beichten

Und, und, und...

(Wenn du noch mehr hören möchtest kannst du mich gerne auf Skype kontaktieren mein Name dort lautet: aaron20032)

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