Unterschied zwischen Homosexueller und Hetrosexueller Vergewaltigung?

15 Antworten

vergaltigung ist und bleibt eine vergewaltigung.... eigentlich müsste es egal sein, was ein nichtbetroffener darüber denkt., welche art / form da schlimmer ist.....

traumatisiert sind die opfer allemal..... egal ob mann, frau, kind..... ich finde kind als opfer vermutlich am verabscheuungswürdigsten....

meine Empfehlung ist, den sexuellen Aspekt hierbei zunächst beiseite zu lassen - eine Vergewaltigung ist nicht in erster Linie eine sexuelle Handlung, sondern vor allem eine Gewalt-Handlung, ein (illegaler) Einsatz von Zwang, eine Verletzung der persönlichen Selbstbestimmung.

Fragen der sexuellen Ausrichtung sind dabei völlig nebensächlich und lenken nur vom Kern des Problems ab.

So einfach ist es nicht.Natürlich ist es eine Machtkonstellation,natürlich ein Zeichen von Dominanz und Unterwerfung,aber es ist auch ein sexualisierter,in höchstem Grade sexualisierte Gewalttat.Und eine der perversesten,abartigsten Formen dieser Brutalität ist das gewaltsame Erzwingen von sexualisierten Handlungen entgegen der eigenen sex.Intention/Ausrichtung!Eine Vergewaltigung nur auf den Machtfaktor und die Gewaltanwendung zu reduzieren und den sex.Aspekt auszublenden wird dem später traumatisierten Opfer nicht gerecht.Denn der Einbruch in das Heiligste und Intimste eines Menschen wiegt enorm!

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@Wolff966

Sorry, aber da bin ich klar anderer Meinung: ich denke Du überbewertest den Sex hier - das ist keinesfalls das Heiligste und Intimste eines Menschen (bzw. solange der Sex noch das Heiligste und Intimste eines Menschen ist, ist dieser noch sehr unreif). Ich denke auch, dass es für die Heilung des Betroffenen nicht sonderlich hilfreich ist, wenn man das Gewalttrauma, das er oder sie hier erfahren hat, mit Sexualität in Zusammenhang setzt.

(Und im übrigen scheint mir die heterosexuelle Vergewaltigung die schlimmere zu sein, weil dabei ja ein Kind gezeugt werden kann, was im homosexuellen Fall wenigstens nicht passieren kann. Aber wie schon gesagt: es geht hier um Gewalt, nicht um Sex - aber die Folgen der Gewalt sind ggf. unterschiedlich und weiterreichend. )

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@rr1957

Du kannst doch die Sexualität nicht ausschliessen.Das es etwas mit Macht,Dominanz und Unterwerfung zu tun hat ist ja völlig klar.Ein nicht unwesentlicher Aspekt der Traumatisierung des Opfers besteht dann auch in der sex.Komponente.Intim und Heilig ist nun mal auch dieser Bereich.Weil dieses zum Selbstverständnis eines jedem gehört.Einen gewaltsamen Einbruch in diesem Beteich löst gerade erhebliche Traumata aus.Bei Frauen und bei Männern.Dann hat der gewaltsame Täter völlige Macht über das Opfer und bricht so in einem Bereich ein,der nur einem selbst oder dem Partner bekannt ist.Er vollzieht Handlungen oder lässt vollziehen die erheblich nachwirken.Das im komplexen Zusammenspiel mit Macht und Unterwerfung,Zwang und Gewalt,Erniedrigung und Ekel macht erhebl.psychische Probleme.Eine brutale Körperverletzung oder eine gewaltsame Entführung ist durch gleichzeitige Vergewaltigung des Opfers noch pervertierter gesteigert.Wegen oben genannter Problematik.Wegen der sexualisierten Straftat.

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Ich meine, dass es grundsätzlich schlimm ist, wenn jemand gegen den Willen eines anderen in dessen Intimbereich eindringt.

Bei heterosexuellen Vergewaltigungen kommt dann noch die Angst vor einer Schwangerschaft dazu - das dürfte die seelische Belastung erhöhen.

Das mit der Schwangerschaft finde ich schon mal ein gutes argument. Vielen Dank.

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