Unterschied zwischen frühen und dem zeitgenössischem Christentum?

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6 Antworten

Sie hatten komplett andere Probleme als Gemeinden heute. Damals war Christsein geprägt vom sich unterscheiden zum judentum und vom schauen welche gesetzte nun gelten und was wichtig ist und was nicht. (Die Unterschiede kennst du ja). Da gab es viele streitereien ob Jesus der Messias ist zwischen juden und Christen. Heutzutage ist im Christentum klar dass Jesus Messias war, Sünden vergibt, usw... Aber zB Ökumene, welche Konfession, spielen eine Rolle 

Vielen dank für die super Antwort :) 

Du würdest also sagen das das Christentum aus dem Judentum hervor ging und so erst mit der Geburt von Jesus entstand ?

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Das kann man nicht so auf die Schnelle sagen, vor allem, weil es da verschiedene Sichtweisen oder Standpunkte gibt. Hier
https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum
ist einiges enthalten was der Beantwortung deiner Frage näher kommt.
Natürlich hat sich das Christentum mit der Zeit gestaltet auch parallel unterschiedlich, und wird dies weiter tun.
Die Basis des Christentums, die Botschaft Jesu, ist aber immer präsent gewesen, auch wenn sie von einigen Abspaltungen (vor allem denen aus der Reformation) teils ignoriert wurde.
Auch im Hauptzweig des Christentums, der kath. Kirche, wurde die Basis im Handeln oft verlassen

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Ist das Allsehende Auge was gutes bezüglich Religion/Bewegung/Ideologie?

Die ersten Jahrhunderte war das Christentum eine verfolge Sekte, so ähnlich vielleicht wie die Kommunen und Hippies, sehr friedlich, alles gehört allen usw. Das meint man wohl als Urchristentum, noch unverfälscht. Das änderte sich dann, als das Christentum zur römischen Staatsreligion wurde, vor allem im ersten Konzil von Nicäa wurde unter diesem Druck einiges verabschiedet was diesem "kommunistischen" Ideal nicht mehr entsprach. Kaiser Konstantin ging es wohl darum selbst als Gott verehrt zu werden.

Im Spätmittelalter ging es dann immer mehr bergab mit dem Glauben, der byzantinische "Papst" bat den römischen Papst um Hilfe gegen die muslimischen Herrscher, aber die Kreuzfahrer haben sogar selbst Byzanz geplündert (zuvor gab es ein Geheimvertrag mit norditalienischen Händlern, die die Überfahrt leisteten im Gegenzug zum Gold aus Byzanz, und sie haben auch Reliquien gestohlen). Das Papstamt wurde immer mehr käuflich, es ging nur noch um Macht und Geld, Kirchenspaltung (Heinrich der 8. und Luther).

Papst Franziskus erweckt wieder vieles vom Urchristentum, es wird wieder besser.

Da gibt es massenhaft verschiedene historische Untersuchungen mit z. T. konträren Resultaten.

Aber eines würde ich hier und heute sagen:

die Ur- und Frühchristen waren bedeutend ehrlicher und ehrfurchtsvoller ihrem Jesus gegenüber!!

Hey danke für die Antwort kannst du mir vielleicht noch genauer erklären welche Untersuchungen du meinst :)

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@Madison17

Ich meinte damit die Masse an Literatur zu diesem Thema. Als Beispiele folgende (sie Dir besorgen und lesen musst Du schon selbst):

R.E.Friedmann, Wer schrieb die Bibel, Anaconda, 1987, ISBN 978-3-86647-144-3;

H. Ziegler, E.R Gruber, Das Ur-Evangelium - Was Jesus wirklich sagte, LangenMüller, 1999, ISBN 3-7844-2747-2;

W.-J. Langbein, Lexikon der Irrtümer des Neuen Testaments, LangenMüller, 2007, ISBN 978-3-7844-6020-8;

Langbein, Lexikon der biblischen Irrtümer, LangenMüller, 2006, ISBN 3-7844-6004-6;

J. S. Spong, Die Sünden der Heiligen Schritft, Patmos, 2007, ISBN 978-3-491-72512-6;

H.-W. Kubitza, Der Jesuswahn - wie die Christen sich ihren Gott erschufen, Tectum, 2011, ISBN 978-3-8288-2435-5;

u. v. a. m.

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das zeitgenössische christentum ist vermaterialisiert

Ich glaube die Menschen zu Zeiten des Urchristentum waren gepeinigt von Leid und Armut. Christus wurde damals als Erlöser angesehen.

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