Unterschied zwischen Factoring und Forfaitierung?

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Zusätzliche Informationen (bspw. Unterschied zw. Factoring und Forderungsverbriefung) kannst du noch im Blog von Finaboo einsehen unter http://finaboo.de/forderungsverbriefung_praxisorientiert/ - da wird nämlich in mehreren Beiträgen das Thema ausführlich (inkl. Kosten der Forderungsverbriefung, etc.) behandelt

Der wesentliche Unterschied zwischen Factoring und Forfaitierung besteht in der Laufzeit der Forderungen, die angekauft werden. Im Factoring werden in der Regel Forderungen mit Laufzeiten von bis zu 90 Tagen (Abnehmer sitzt im Inland) und bis zu 180 Tagen (Auslandskunden) angekauft.

Im Rahmen der Forfaitierung werden auch Forderungen angekauft, die Laufzeiten von mehreren Jahren haben (durchaus bis zu 10 Jahren).

Weiterer Unterschied ist, dass beim Factoring der Ankauf von Einzelforderungen die Ausnahme ist und im Rahmen der Forfaitierung durchaus (größere) Einzelforderungen angekauft werden; zB ein Maschinenhersteller liefert eine Maschine im Wert von 3,6 Mio. Euro. Der Abnehmer bezahlt die Maschine mit 36 monatlichen Raten zu je 100.000 Euro. Der Forfaiteur (Forerungskäufer) kauft die Forderung dem Forfaitist (Forderungsverkäufer / Lieferant) mit einem Abschlag ab. Der Abschlag besteht in der Abzinsung, Risiko- und Handlingskosten sowie Gewinnmarge des Forfaiteurs.

Weiterer Unterschied ist, dass Grundlage einer Forfaitierung meist ein (bankbestätigter) Wechsel oder die Bürgschaft einer (auch ausländischen) Bank ist. Dies ist beim Factoring keine Voraussetzung.

Ferner können im Rahmen der Forfaiterung auch Forderungen finanziert werden, bei denen der Schuldner in Schwellen-/ Entwicklungsländern sitzt (wegen der Sicherheiten). Im Rahmen des Factoring werden meist nur Forderungen angekauft bei denen der Schuldner seinen Sitz in einem OECD-Land hat.

Weitere Quelle: http://www.atevis.com/produkte-dienstleistungen/glossar/f.html

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