Unterschied zwischen Erwerbsminderungsrente und Berufsunfähigkeitsrente?

5 Antworten

Hier kann man sich auch selbständig machen auf 450 Euro Basis ohne dass das eine Rentenkürzung zu Folge hätte. Ist das tatsächlich so?

Hallo nochmal, du verwechselst da die gesetzliche EM-Rente mit der privaten BU-Rente! Bei der DRB (Deutschen Rentenversicherung Bund) gibt es nur noch die EM-Rente, welche abhängig ist vom Restleistungsvermögen (RLV): bei nur noch unter 3 Stdn. täglicher Arbeit hast du Anspruch auf die volle EM-Rente. Zwischen 3 Stdn. und unter 6 Stdn. täglicher Arbeit Anspruch auf die halbe EM-Rente. Ab 6 Stdn. täglicher Arbeit keinen Anspruch mehr auf die EM-Rente!

Wenn ja, könnte ich beantragen, dass ich BU-Rentner werden möchte und meine Rente umgestellt wird?

Du kannst bei der gesetzlichen RV nicht wählen zwischen einer EM- oder BU-Rente, da diese bereits seit Jahren abgeschafft wurde.

Die Rentenversicherung teilte mir mit, dass es völlig egal ist wieviel Stunden ich im Monat arbeite. Ich könnte 200Stunden im Monat arbeiten meinten die, dann würde ich nur ein Problem mit dem Arbeitszeitgesetz bekommen, solange ich aber nur 450Euro verdiene wäre es egal wieviele Stunden ich arbeite. Dann könnten die mir für 170Stunden im Monat 2,50Euro die Stunde bezahlen und ich hätte dann nur 425Euro. Gilt für Minijob kein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50Euro?

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mir wurde gesagt, dass ich diese umstellen lassen könnte, dann aber mit Abschlägen rechnen müsste also bis 10,8 Prozent. Dann könnte ich allerdings auf 450 Euro selbständig arbeiten ohne dass ich einen Abzug hätte. Im Prinzip halt diesen Abzug von 10,8 Prozent von meiner jetzigen Rente.

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@lachs4709

Also Abschlag gibt es nur bei der Rente!

Seit dem Jahr 2012 wird für ab 1947 Geborene die Regelaltersgrenze schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Für die Geburtsjahrgänge ab 1964 ist dann im Jahr 2031 67 die Regelaltersgrenze. Wer seine Rente früher erhalten will, muss in aller Regel Abschläge in Kauf nehmen. Die ständig steigende Lebenserwartung der Bevölkerung macht es nötig.

Dann könnte ich allerdings auf 450 Euro selbständig arbeiten ohne dass ich einen Abzug hätte...

Ja - aber du mußt dieses Einkommen als Selbstständiger voll versteuern bei der normalen Rente. Die Verdiensthöhe wäre damit unbegrenzt!

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@siola55

Mir wurde das mit dem Rentenabschlag so erklärt, dass alle die nach 2000 oder 2001 BU-Rente oder Erwerbsminderungsrente (wie auch immer die hieß) bezogen hat, bekommt pro Jahr einen Abschlag bis 10,8 Prozent erreicht sind. Die wo die neue Rente bekommen haben einen Abschlag, können sich aber auf 450Euro selbständig machen ohne dass sie hier etwas abgezogen bekommen und bei mir ist es so, dass selbst wenn ich einen Euro verdiene wenn ich mich selbständig mache, die komplette Rente weg fliegt. Minijob Zentrale habe ich auch angerufen. Die haben mich wieder an die DRV verwiesen, da sie nur für den Stundenlohn, Überstunden etc. zuständig seien. Ich habe die schriftliche Auskunft von der DRV, dass bei mir, würde ich mich selbständig machen würde sofort die komplette Rente wegfliegen würde. Dabei müsste ich nicht einmal was verdienen. Alleine durch diesen Status gibt es null Euro Rente und wenn man nur selbständig ist und auch null Euro verdient muss man aufs Sozialamt.

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halo siola,

die versicherten verwechseln immer den unterschied zwischen der halben und der vollen erwerbsminderungsrente. auch verwaltungsangestellte der drv nutzen oft den begriff, wenn es um versicherte vor 1961 geboren geht, da sprach man aufgrund des "berufschutzes" von der berufsunfähigkeitsrente. grundsätzlich gibt es den begriff in degesetzlichen rentenversicherung nicht mehr, obwohl hasuintern so damit umgegangen wird:

der versicherte vor 1961 geboren kann nicht verwiesenwerden?, dann bekommt er die berufsunfähigkeitsrente (halbe erwersminderungsrente).

beste grüsse

dickie59

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Ich habe die Rentenversicherung angeschrieben, ob ich mit Erwerbsminderungsrente mich selbständig machen kann.

Bei einer vollen EM-Rente kannst du ein 450-Euro-Minijob ausüben! Bitte unbedingt beachten laut DRB: Erwerbsminderungsrente und Nebenjob

Wenn Sie gesundheitlich voll erwerbsgemindert sind und trotz Ihrer Leistungseinschränkungen mehr als 450,00 Euro monatlich verdienen, wird Ihre Rente nicht mehr in voller Höhe oder eventuell gar nicht mehr gezahlt. Bitte informieren Sie sich schon vor Aufnahme eines Nebenjobs über Ihre individuellen Hinzuverdienstmöglichkeiten.

PS: In deinem EM-Rentenbescheid kannst du nachlesen, welche Einkommen du unbedingt angeben mußt wie z.B. Arbeitsentgelt, Arbeitseinkommen (Einkünfte aus Land- u. Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit) usw. und deine Hinzuverdienstgrenze ist dort auch mit angegeben!

Gruß siola

Ja, da sind vier verschiedene Hinzuverdienstgrenzen angegeben. Die gelten bei mir aber nur wenn ich angestellt bin. Wenn ich selbständig bin, dürfte ich keine 450Euro verdienen, nicht einmal ein Euro, da ich noch die alte EU-Rente erhalte, bzw. Erwerbsminderungsrente. Ich kann das nie auseinanderhalten. Selbst wenn als ich auf der Rentenstelle war, wussten die nicht ob ich jetzt EU-Rente, Erwerbsminderungsrente oder Berufsunfähigkeitsrente erhalte. Da ich noch vor 2001, bzw. bis 2001 war glaub die Änderung der Regelung die Rente erhalte, da hieß diese glaub Erwerbsminderungsrente und nach dieser darf man, wenn man selbständig ist nichts hinzuverdienen, sonst fliegt die komplette Rente weg, nach der neueren Rente ist das nicht mehr so. Ich habe schon mehrmals bei der Rentenversicherung angerufen und die wissen es teilweise auch nicht. Das ist schon schlimm wenn man hier eine Fehlinformation telefonisch bekommt und kann dann seine ganze Rente zurückbezahlen. Mündlich sagten die mir das ist kein Problem und dann habe ich die Anfrage schriftlich gestellt und dann heisst es dass die Rente komplett weg fällt und es überhaupt keine Hinzuverdienstgrenze gibt.

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@siola55

Hallo nochmal, vieleicht hilft dir diese Broschüre schon mal vorab weiter auf Seite 13 bzw. Seite 15 letzter Satz:

Üben Sie eine selbständige Tätigkeit aus, sind Sie unabhängig von Ihrem Gesundheitszustand und der Höhe Ihres Einkommens grundsätzlich nicht mehr erwerbsunfähig. Bitte wenden Sie sich an Ihren Rentenversicherungsträger.

Nachzulesen in der Broschüre "Erwerbsminderungsrentner - So viel können Sie hinzuverdienen"

www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/erwerbsminderungsrentner_hinzuverdienen.pdf?__blob=publicationFile&v=24

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@siola55

Habe noch einen Gesetzestext hierzu gefunden:

V. Rente wegen Erwerbsunfähigkeit (§ 44 SGB VI i.d. F. vom 31. 12. 2000)/ Rente wegen Berufsunfähigkeit (§ 43 SGB VI i.d. F. vom 31. 12. 2000)

Bestand bereits am 31. 12.2000 ein Anspruch auf eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsrente, bestehen diese Ansprüche weiter und es werden auf sie die bis zum 31. 12.2000 gültigen gesetzlichen Bestimmungen angewandt, § 302 b Abs. 1 SGB VI.

VI. Erwerbsminderungsrenten und weiteres Einkommen

Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden nur unter Berücksichtung von Hinzuverdienstgrenzen gezahlt, § 96a SGB VI. Hat der Versicherte neben der Erwerbsminderungsrente weiteres Einkommen wird dieses Einkommen bei Überschreiten der Hinzuverdienstgrenzen auf die Erwerbsminderungsrente angerechnet. Die Erwerbsminderungsrente wird dann nur noch gekürzt ausgezahlt. Als weitere Einkünfte werden Erwerbseinkommen und bestimmte Sozialleistungen, Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung, das Vorruhestandsgeld und die Lohnfortzahlung berücksichtigt. Die Hin- zuverdienstgrenze beträgt bei einer Erwerbsunfähigkeitsrente oder Rente wegen voller Erwerbsminderung derzeit 450 Euro.

Erzielt der Bezieher einer Erwerbsunfähigkeitsrente einen Hinzuverdienst aus selbstständiger Tätigkeit, führt das immer zur Entziehung der Rente wegen Erwerbsunfähigkeit, auf die Höhe des Hinzuverdienstes kommt es dabei nicht an.

Die Hinzuverdienstgrenze für eine Rente wegen Berufsunfähigkeit oder teilweisen Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit ist individuell verschieden.

Die Höhe richtet sich nach dem Bruttoarbeitsverdienst in den letzten drei Kalenderjahren vor dem Eintritt der Erwerbsminderung, wobei es jedoch auch eine Mindesthinzuverdienstgrenze gibt. Zweimal im Jahr darf die individuelle Hinzuverdienstgrenze bis zum doppelten Wert überschritten werden. Bezieht der Versicherte neben der Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung auch eine Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung, wird die Erwerbsminderungsrente aus der Rentenversicherung nur ausgezahlt, soweit die Gesamtsumme einen bestimmen Höchstbetrag nicht überschreitet. Allerdings bleibt die Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung jedoch dann unberücksichtigt, wenn sie für einen Unfall gezahlt wird, usw.

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Ein BU-Rentner muss auf 450 Euro Basis keine Beiträge zur Sozialversicherung abführen. Außer die Steuer bezahlen. Ist das so richtig?

Stimmt so nicht ganz: Bei einem 450-Euro-Minijob werden bereits seit dem 1.1.2013 3,9% RV-Beitrag einbehalten (ab 1.1.2015 3,7% vom Bruttolohn), ausser man stellt einen Befreiungsantrag!

Weiterhin ist ein 450-Euro-Minijob steuerfrei, falls der Arb.geber die 2% Pauschalsteuer entrichtet. Dann müßtest du diesen Minijob nicht bei deiner Steuererklärung angeben.

Gruß siola

Nachlesen kannst du diesen 450-Euro-Minijob in der minijob-zentrale.de unter Mi­ni­jobs im ge­werb­li­chen Be­reich -> Ver­si­che­rungs­pflicht in der Ren­ten­ver­si­che­rung usw.

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Wenn der AG diese 2Prozent nicht entrichtet muss ich dann im Prinzip die Steuer abführen (je nach Steuersatz könnten das mehr oder weniger sein - richtig)? Wenn ich aber noch Mieteinkünfte habe und der AG bezahlt diese 2 Prozent muss ich den Minijob trotzdem nicht angeben?

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@lachs4709

Dein Minijob hat mit den Mieteinkünften nichts zu tun!

Sollte dein Arbeitgeber diese 2% Pauschalsteuer nicht entrichten, dann gilt laut minijob-zentrale.de folgendes:

www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/18_steuerrecht/node.html

wie z.B.: Besteuerung des Arbeitsentgelts aus geringfügigen Beschäftigungen

Das Arbeitsentgelt von Minijobbern ist stets steuerpflichtig. Die Lohnsteuer kann pauschal oder nach den Lohnsteuermerkmalen erhoben werden, die dem zuständigen Finanzamt vorliegen.

Im Falle der pauschalen Besteuerung ist der Arbeitgeber Steuerschuldner. Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit, die Steuer auf den Arbeitnehmer abzuwälzen. Der pauschal versteuerte Lohn bleibt in jedem Fall bei der persönlichen Einkommensteuerveranlagung des Arbeitnehmers unberücksichtigt.

Wählt der Arbeitgeber für einen Minijob nicht die pauschale Lohnsteuererhebung, so ist die Lohnsteuer vom Arbeitsentgelt nach Maßgabe der Lohnsteuermerkmale, die dem zuständigen Finanzamt vorliegen, zu erheben. Die Höhe des Lohnsteuerabzugs hängt von der Lohnsteuerklasse ab. Bei den Lohnsteuerklassen I (Alleinstehende), II (bestimmte Alleinerziehende mit Kind) oder III und IV (verheiratete Arbeitnehmer/innen) fällt für das Arbeitsentgelt bis 450 Euro keine Lohnsteuer an; bei den Lohnsteuerklassen V oder VI erfolgt hingegen schon bei geringen Arbeitsentgelten ein Steuerabzug.

Einfach mal in die minijob-zentrale.de reinschauen...

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