Was ist der Unterschied zwischen depressive Verstimmungen und Depression?

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Eine depressive Verstimmung ist, wenn man traurig ist, keine Lust hat zu irgend etwas, nicht schlafen kann usw, und dies aber nur fuer eine kurze Zeit ist. Danach fuehlt man sich wieder besser und man hat dann keine depressive Verstimmungen mehr. Eine Depression ist eine sehr ernsthafte Erkrankung, sie dauert in der Regel laengere Zeit, wenn nicht Monate und Jahre. Man ist nicht in der Lage seinen Hobbys nachzugehen, man vernachlaessigt sich selbst, keine Koerperhygene, kann nachts nicht schlafen, gruebelt sehr viel und man weiss nicht warum man uberhaupt traurig und niedergeschlagen ist. Es gibt keine koerperlichen Ursachen fuer die Verstimmung. Dann spricht man von einer Depression.

Eine depressive Verstimmung ist im Grunde nur eine kurze Phase, die vorübergeht und meist nicht behandelt werden muss. Das ist ein Unterschied wie zwischen einer Erkältung und einer Grippe. Die depressive Verstimmung ist die Erkältung, die Grippe ist die Depression, übrigens ebenso potentiell tödlich. Bei der Depressiven Verstimmung geht es den Betroffenen einige Tage oder gar Wochen nicht so gut, sie fühlen sich traurig und tragen sich mit Weltschmerzgedanken. Das hat Jeder mal, wenn es auch njur im Trauerfall ist. Die Depression ist ein ganz anderes Kaliber. Dann funktioniert der Mensch einfach nicht mehr richtig, ist nicht nur traurig sondern auch aggressiv, todmüde und kraftlos. Und das nicht für einige Tage, sondern für Wochen. Oft schläft man schlecht oder gar nicht mehr, all das führt unbehandelt zu einem Erschöpfungszustand, in dem ein Weiterleben als unmöglich angesehen wird. Oft offenbart erst der Selbstmordversuch die Depression.

Eine depressive Verstimmung ist eine vorrübergehende Depression, die leichter ausfällt als die richtige Depression und die meist auch keine Behandlung erfordert. Ausgewachsene Depressionen sind ganz andere Kaliber und dauern nicht nur zwei oder drei Wochen wie die Verstimmungen.

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