Unterschied zwischen den Studiengängen Geologie, Geographie und Geowissenschaften?

6 Antworten

Ganz grob: Geologie betrachtet die Erde im Detail, während Geographie immer einen räumlichen Bezug aufzeigt. Geowissenschaften ist ein Sammelbegriff.

Im Detail:

Geologie: "Lehre von der Erde", beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Entwicklung der Erde, aber auch anderer Planeten und Objekten im Weltall. Zu den Fachbereichen gehören u.a. Sedimentologie (Ablagerungen) oder Geohydrologie (Grundwasser). Geologie ist eine "harte Wissenschaft", d.h. es handelt sich um meßbare (quantitative) Informationen, mit Bezug zu Chemie und Physik, aber auch Ingenieurwesen.

Geographie: "Beschreibung der Erde", beschäftigt sich mit allen die Erde betreffenden Bereichen, aber immer mit räumlichen Aspekt. Fachbereiche sind Human-, technische und physikalische Geographie. Der Bereich Humangeographie ist eine "weiche Wissenschaft", da meist qualitative Aussagen quantifiziert werden (nicht meßbare Werte werden in Zahlen ausgedrückt), mit Bezug zu u.a. Soziologie oder Anthropologie. Technische Geographie versteht sich auf die Anwendung von Programmen zur Datenbeschaffung und -auswertung, mit Bezug u.a. Fernerkundung oder Raumplanung, und kann in allen erdenklichen Bereichen angewandt werden (Biologie, Marktforschung, Statistik usw.). Physikalische Geographie entspricht in etwa der Geologie, aber immer unter räumlichem Aspekt.

Der Fachbereich Geomorphologie (Lehre von den Veränderungen der Erdoberfläche) ist überlappend, wird in manchen Ländern unter Geologie, in anderen unter (physikalischer) Geographie gelehrt.

Geowissenschaften ist ein Samelbegriff. Hier werden alle möglichen Studienfächer mit Bezug auf die Erde (Geo) und andere Himmelskörper zusammengefasst.

Die Geologie ist die Wissenschaft von der Entstehung und dem Aufbau der Erde, z.B. wie Gesteine zusammengesetzt sind und wie sie sich in andere umwandeln. Dazu gehören auch Dinge, die während der Erdgeschichte in Gesteinen eingeschlossen wurden, z.B. Lebewesen.

Die Geographie beschäftigt sich mit der Oberfläche des Planeten und was darauf passiert.

Geowissenschaften ist ein gemeinsamer Oberbegriff, zu dem aber noch anderes wie z.B. die Geophysik gehört.

Soweit ich weiss wird in Deutschland im Zusammenhag mit der Modularisierung nur noch der Studiengang Geowissenschaften angeboten, dieser ersetzt direkt den Studiengang Geographie und ermöglicht eine Vertiefung in das Vertiefungsfach Geologie. Die Geologie ist somit ein Teil eine Geowissenschaft beschäftigt sich vorwiegend mit dem Aufbau der Erdkruste (Gesteine (ihre Entstehung), Minerale usw.). Die Geographie kann sich im eigentlichen mit allem was auf der Erdkruste geschieht, wobei sich dies nicht nur wie hier bereits erwähnt auf die physische sondern auch auf die Humangeographie bezieht.

Geologie: Die Geologie (altgriechisch: γῆ [ɡɛː] „Erde“ und λόγος [ˈlɔɡɔs] „Lehre“) ist die Wissenschaft vom Aufbau, von der Zusammensetzung und Struktur der Erde, ihren physikalischen Eigenschaften und ihrer Entwicklungsgeschichte, sowie der Prozesse, die sie formten und auch heute noch formen. Abweichend von der eigentlichen Bedeutung verwendet man das Wort auch für geologischer Aufbau, etwa Die Geologie der Alpen.

Geographie: Die Geographie (auch Geografie, griechisch γεωγραφία geographia) oder Erdkunde ist die Wissenschaft, die sich mit der räumlichen Struktur und Entwicklung der Erdoberfläche befasst, sowohl in ihrer physischen Beschaffenheit wie auch als Raum und Ort des menschlichen Lebens und Handelns.[1] [2] Sie beschreibt und erklärt darüber hinaus, wie sich der Geographische Raum und die Vorgänge an der Erdoberfläche auf den Menschen auswirken. Sie entwickelt Konzepte zum Verständnis und zur Lösung von Problemen zwischen Mensch und Umwelt. Sie bewegt sich dabei oft an der Nahtstelle zwischen den Naturwissenschaften und den Sozialwissenschaften.

Gegenstand der Geographie ist die gesamte Geosphäre hinsichtlich ihrer Phänomene und Querverbindungen. Die mathematisch-physikalische bzw. biologische Erforschung ihrer Erscheinungen ist jedoch Gegenstand anderer Geowissenschaften wie Biogeographie, Bodenkunde, Geodäsie, Geologie, Geophysik, Hydrologie, Ozeanographie oder Meteorologie.

Geowissenschaften: Die Geowissenschaften (von griechisch Γεω geo zu gē „Erde“; Erdwissenschaften) umfassen die Wissenschaften, die sich mit der Erde beschäftigen und gehören damit zu den Naturwissenschaften. Den Geowissenschaften werden vor allem folgende Hauptfächer zugeordnet:

Geodäsie und Geoinformatik

Geographie (Geografie) und Kartografie

Geophysik, Glaziologie und Meteorologie

Geologie, Paläontologie, Mineralogie und Petrografie

Hydrologie und Ozeanografie.

Überwiegend werden den Geowissenschaften zugeordnet:

Bodenkunde oder Pedologie (auch zur Biologie gehörig), Fernerkundung und Photogrammetrie (oft als Teil der Geodäsie betrachtet), Geotechnik und Bodenmechanik (siehe auch Bauwesen), Limnologie (siehe Hydrologie bzw. Biologie), Kristallografie (siehe auch Mineralogie und Festkörperphysik), Umweltbeobachtung (siehe auch Meteorologie, Emissions- und Umweltschutz).

Die Geowissenschaften verwenden die Kenntnisse und Methoden der Basiswissenschaften Physik, Mathematik, Chemie und Biologie.

Reicht das? Das und noch vieles mehr dazu findest Du, wenn Du bei Wikipedia die richtigen Begriffe eingibst ;-)

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Geographie behandelt haupsächlich die Oberfläche der Erde und hat auch sozialwissenschaftliche Themen. Geologie und Geowissenschaften sind eher auf das Innere der Erde ausgerichtet und stärker naturwissenschaftlich.

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