Unterschied zwischen Batteriestrom und Steckdosenstrom

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Es gibt schon viele sehr gute Antworten über die Unterschiede.

Hier das WARUM?

Edison der damals nicht nur die Glühbirne sondern auch alles was man dazu braucht erfand wie standartisierte Stromleitungen, Isolatoren, Schalter, Sicherungen usw. benutzte Gleichstrom mit einer relativ hohen Spannung die er für gerade noch sicher hielt.

Dieses system hat gravierende Nachteile. Je geringer die Spannung, desto höher muß der Strom bei gleicher Leistung sein. Strom erzeugt aber verluste in Leitungen. Bei Edison's Netz musste man sehr dicke Leitungen verwenden und konnte Strom nicht besonders weit übertragen ohne unlösbare Probleme durch Verluste zu bekommen. Jeder Häuserblock hatte deswegen sein eigenes Kraftwerk bestehend aus einem Gleichstromdynamo und einer Dampfmaschine.

Das Wechselspannungsnetz der Konkurenz erlaubt den Einsatz von Transformatoren, das ist einer von zwei wichtigen Gründen warum es sich durchgesetzt hat. Man kann die Spannung nahezu beliebig erhöhen und so den Strom möglichst klein halten damit es kaum noch Verluste gibt. Mit 380.000 Volt leitungen kann man Strom über tausende Kilometer transpotieren und es mommt immer noch das meiste an Leistung beim verbraucher an. Damit der Verbraucher den Strom nutzen kann wird die Spannung mit weiteren Transformatoren auf geringe, leicht nutzbare Spannungen herabgesetzt. Auch kann man beliebige Spannungen für beliebige Einsatzzwecke herstellen. Die Bahn braucht 15,000 Volt auf der Oberleitung für die Züge und 230V bzw. Schwachstrom in den Signal- und Weichenanlagen. Die niedrigen Spannungen für Signale und Weichen lassen sich aus der Oberleitung entnehmen. In der Lok wird die Spannung sogar umschaltbar transformiert, damit kann man die Antriebsleistung der Lok steuern. Das kennt man ja vom Modelleisenbahntrafo.

Auch viele Haushaltsgeräte enthalten Transformatoren um kleine Spannungen für Elektronische Schaltungen zu gewinnen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist korrosion. Man kann durch Strom Metalle in einer Lösung dazu bewegen sich in die Lösung aufzulösen und auf der anderen Seite sich auf ein mit dem Strom verbundenem Objekt abzusetzen. Das nennt man "Galvanisieren". So kann man Gegenstände mit einer hauchdünnen Schicht aus Gold, Chrom oder Nickel überziehen so dass das Objekt aussieht als wäre es aus Gold, Chrom oder Nickel gemacht. Aber genau das passiert auch im Stromnetz! Durch Feuchtigkeit auf Spannungsführenden Teilen lösen sich Teile davon auf. Wäre die Stromrichtung immer gleich, also bei Gleichstrom, würde die "Hinleitung" (Positiv, also Plus) sich langsam aber sicher immer weiter auflösen. Ändert man die Stromrichtung, wird dieser prozess zum teil wieder Rückgängig gemacht. Ändert man die Stromrichtung ständig wird durch galvanisieren abgetragenes Material sofort wieder zurücktransportiert, Spannungsführende Teile lösen sich deswegen nicht mehr durch Feuchtigkeit auf!

die unterschiede sind die folgenden:

eine Batterie (Anordung mehrerer Zellen) liefert typischerweise Spannungen im Bereich zwischen 3 und 36 Volt. dabei fließt der strom immer in die gleiche richtung. (gleichstrom) aus der steckdose kommt wechselstrom. hier wechselt der Strom immerwieder seine richtung. (wechselstrom) in 90 % der freien welt liegt die frequenz dieses Wechselstromes bei 50 oder 60 Herz. (abgesehen von diversen sondernetzen)

die Spannungen die man aus einer steckose ziehen kann sind in der regel zwischen 90 und 120 volt, oder 220 bis 240 bzw. 360 - 440 volt. dabei kommt es ganz auf das Land oder die netzform an (wechselstrom oder Drehstrom)

hier in deutschland haben wir z.b. bei einer frequenz von 50 Herz 230 volt nennspannung für Wechselstromnetze und 400 volt für Drehstromnetze.

in den USA beträgt die nennspannung 110 volt bei 60 Herz. hier gibt es eine kleine besonderheit. die US Hausanschlüsse haben 2 "phasen. an einer Mittelanzapfung wird der Neutralleiter (ground) angeschlossen. die verbraucher dann eben entweder an Leg X oder Leg Y angehsclossen. zwischen X und Y gibt es dann eine spannung von 220 volt. damit werden dann Waschmaschine, Wäschetrockner oder Elektroherd angeschlossen.

der Drehstrom wie wir ihn hier kennen ist in den USA relativ unbekannt. es gibt hier 2 Spannungsebenen. 208 Volt und 460 Volt. aber das findet man echt nur in industriebetrieben. ähnlich wie hier zu lande die 690 volt Netze...

lg, anna

Abgesehen vom bisher Gesagten könntest du auch noch darüber nachdenken, woher der "Steckdosenstrom" eigentlich kommt. Der hat nämlich eine ganz andere Entstehungsgeschichte als der "Batteriestrom":

http://www.kinderrathaus.de/strom

Nimm die Batterie zwischen 2 Finger und warte. Dann nimm 2 Nadeln und stecke die in die Löcher der Steckdose, den unterschied wirste sofort merken. Diese Frage ist doch nicht ernst gemeint oder??

Batterien liefern Gleichstrom, Steckdoden Wechselstrom. Batterien werden entladen, haben also eine begrenzte Lebensdauer. Strom aus der Steckdose hat eine höhere Spannung 230 Volt. Eine Monozelle (kleinste Batterie-einheit) hat 1,5 V (Akku 1,2V).

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