Unterschied zwischen § 223 StGB und § 224 StGB

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5 Antworten

hmmm.. sehr schwer diese Frage knapp zu beantworten... ich versuche es.

§223 bildet den Grundtatbestand, §224 ist eine der möglichen Qualifikationen (224 beinhaltet die Körperverletzung des 223 mit den im § genannten Merkmalen)

Obj.Tatbestand sind jeweils 1) ein anderer Mensch, 2) eine körperliche Misshandlung oder Gesundheitsschädigung. Beim 224 kommen bestimmte Qualifikationsmerkmale hinzu, durch welche die KV begangen worden sein muss (Beibringung von Gift o.Ä., Waffe/gef.Werkzeug, hinterlistiger Überfall, gemeinschaftlich, lebensgefährliche Behandlung).

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Kommentar von Volker13
30.12.2009, 19:49

Und was ist mit dem Versuch?

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hmmm.. sehr schwer diese Frage knapp zu beantworten... ich versuche es.

§223 bildet den Grundtatbestand, §224 ist eine der möglichen Qualifikationen (224 beinhaltet die Körperverletzung des 223 mit den im § genannten Merkmalen)

Obj.Tatbestand sind jeweils 1) ein anderer Mensch, 2) eine körperliche Misshandlung oder Gesundheitsschädigung. Beim 224 kommen bestimmte Qualifikationsmerkmale hinzu, durch welche die KV begangen worden sein muss (Beibringung von Gift o.Ä., Waffe/gef.Werkzeug, hinterlistiger Überfall, gemeinschaftlich, lebensgefährliche Behandlung).

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§223 bildet den Grundtatbestand, §224 ist eine der möglichen Qualifikationen (224 beinhaltet die Körperverletzung des 223 mit den im § genannten Merkmalen)

Obj.Tatbestand sind jeweils 1) ein anderer Mensch, 2) eine körperliche Misshandlung oder Gesundheitsschädigung. Beim 224 kommen bestimmte Qualifikationsmerkmale hinzu, durch welche die KV begangen worden sein muss (Beibringung von Gift o.Ä., Waffe/gef.Werkzeug, hinterlistiger Überfall, gemeinschaftlich, lebensgefährliche Behandlung).

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Bei § 223 StGB handelt es sich um das sog. Grunddelikt, bei § 224 StGB um den sog. Qualifikationstatbestand.

Das Grunddelikt enthält immer die Tatbestandsmerkmale eines Straftatbestandes, die auf jeden Fall verwirklicht sein müssen. Die Qualifikationstatbestände enthalten Voraussetzungen die, sofern sie zusätzlich vorliegen, wegen der Gefährlichkeit der Tat oder der Höhe des verursachten Schadens (etwa beim Betrug) eine höhere Strafandrohung gerechtfertigt erscheinen lassen.

Eine "einfache" Körperverletzung i.S.d. § 223 StGB liegt vor, wenn man jemanden körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt zB durch einen Faustschlag ins Gesicht.

§ 224 StGB ist eine sog. Qualifikation der einfachen Körperverletzung. D.h. dass zur Erfüllung der Tatbestandsmerkmale des § 224 StGB zunächst eine Körperverletzung i.S.d. § 223 StGB vorliegen muss. Hinzukommen muss aber noch wenigstens eine weitere in § 224 StGB genannte Voraussetzung (z.B. gemeinschaftliche Begehung, Verwendung von Waffen oder Gift). Damit hat der Gesetzgeber zum Ausdruck gebracht, dass er die dort genannten Begehungsweise für gefährlicher hält und somit eine höhere Strafandrohung gerechtfertigt erscheint. Daher auch der höhere Strafrahmen als in § 223 StGB.

Diese Vorgehensweise, also die Aufspaltung von Grunddelikt (§ 223 StGB) und Qualifikation (§ 224 StGB) findet sich öfters im StGB, so etwa bei den Diebstahlsdelikten oder etwa bei den Raubdelikten. Im Allgemeinen kann man es vll. so formulieren.

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Kommentar von Volker13
30.12.2009, 17:50

Hast Du das irgendwo abgeschrieben?

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körperverletzung nach 223 kann z.b. bei einem unfall erfolgen, gefährliche kv nach 224 erfolgt in der regel mit vorsatz und einem hilfsmittel

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Kommentar von Volker13
29.12.2009, 22:01

bist Du Dir mit dieser Antwort auch ganz sicher?

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Kommentar von PepsiMaster
29.12.2009, 23:01

durch einen Unfall? Sicherlich nicht!! Vorsatz ist zwingende Voraussetzung für die Körperverletzung gem. §223 StGB

Bei Fahrlässigkeit wären wir im §229!

§224 qualifiziert die Körperverletzung aus 223, indem diese durch eine der aufgeführten Methoden erfolgt. Hier ist Vorsatz also auch zwingende Voraussetzung und zwar auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale!

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Kommentar von marcopolo79
30.12.2009, 08:37

nicht richtig.

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