Unterschied vorteile Pkv und Gkv?

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2 Antworten

Hallo psnlock,

ein wesentlicher Unterschied liegt sicherlich in der Beitragskalkulation.

In der gesetzlichen Krankenkasse berechnet sich der Beitrag prozentual vom Bruttogehalt. Der Vorteil hierbei liegt auf der Hand: Verringert sich dein Einkommen, verringert sich auch dein Krankenkassenbeitrag. Du musst also nie fürchten deinen Beitrag irgendwann nicht mehr zahlen zu können. Gerade im Rentenalter ist diese Gewissheit schön.

Verdienst du jedoch viel, zahlst du auch entsprechend viel, obwohl du die selben Leistungen bekommst wie jeder andere.

In der privaten Krankenversicherung richtet sich der Beitrag nach dem gewählten Versicherungsschutz, sowie nach Alter und Gesundheitsstatus bei Antragsstellung. Das Einkommen spielt keine Rolle.

Du zahlst demnach wirklich nur das, was statistisch gesehen benötigt wird um die gewählten Leistungen dauerhaft zu erbringen. So kannst du deinen Beitrag sogar ein Stück weit mitgestalten, in dem du für dich entscheidest, was dir wichtig ist und auf was du verzichten kannst.

Der zweite wesentliche Unterschied bei der Frage "GKV oder PKV?" liegt bei den Leistungen.

In der GKV gilt: Gleicher Leistungsanspruch für alle. Dabei wird der Umfang der Leistungen vom Gesetzgeber festgelegt und kann auch jederzeit gekürzt oder gestrichen werden.

Die Leistungen der GKV sollen grundsätzlich "ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich" sein. Bedeutet leider häufig, dass nur eine Grundversorgung gewährleistet ist. In vielen Bereichen - gerade beim Zahnarzt oder wenn es um Vorsorgeuntersuchungen geht - zahlt man als Patient ordentlich drauf.

In der PKV hingegen hast du die Möglichkeit den Versicherungsschutz auf deine individuellen Bedürfnisse anzupassen. Die Leistungen werden dir darüber hinaus lebenslang garantiert.

Das gleiche gilt auch für deine Angehörigen. Auch hier kannst du für jede Person individuell entscheiden, welche Absicherung gewünscht ist. Allerdings zahlt man hier auch - anders als in der GKV - für jede Person einen eigenen Beitrag.

Aus Sicht eines Versicherungsunternehmens ist die PKV natürlich die bessere Wahl. ;-)

Aber man muss ganz deutlich sagen, dass eine private Krankenversicherung sehr beratungsintensiv ist. Wenn du es richtig anstellt, kannst du dein Leben lang von den Leistungen als Privatpatient profitieren, ohne Nachteile gegenüber der GKV zu haben.

Dazu ist es wichtig, dass du dir die Zeit nimmst und dich von einem Fachmann persönlich beraten lässt.

Ich hoffe, du bekommst hier schon einen ersten Eindruck der zwei Systeme.

Viele Grüße

Saskia vom Barmenia-Team

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Der Leistungsanspruch in der PKV ermittelt sich aus dem Alter, Geschlecht und dem Gesundheitsrisiko des Versicherten.

Leistungsanspruch der GKV richtet sich nach dem Bedarf und Einkommen der Versicherten und nicht nach dem persönlichen Risikoumständen.

Der Beitrag der PKV setzt sich ausschließlich aus den gewählten Leistungen zusammen.

Der Beitrag in der GKV wird prozentual auf das Bruttoeinkommen des Versicherten berechnet.

Die PKV wählt sich Ihre Mitglieder aus und kann "ungesunde" Antragsteller ablehnen.

Die GKV ist verpflichtet jedem Antragssteller Versicherungsschutz zu gewähren.

Die Rechnung wird direkt an den Privatpatienten übermittelt. Die Erstattungskosten werden erst nachträglich von der PKV beglichen

Ärzte und Krankenhäuser rechnen direkt mit der GKV ab. Der Versicherungsnehmer muss keine Vorkasse leisten.

Das sind die wichtigsten Unterschiede. ;) 

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Kommentar von siola55
31.05.2016, 23:37

Der Beitrag der PKV setzt sich ausschließlich aus den gewählten Leistungen zusammen.

Leider falsch!

Nicht nur die gewählten Leistungen entscheiden über die Beiträge der PKV, sondern in erster das Eintrittsalter!

Ausserdem muß bei der PKV jede Person extra versichert und auch der Beitrag extra bezahlt werden!

Beispiel hierzu: Junge, kinderlose Gutverdiener werden gerne angeworben für die PKV - kommt jedoch ein Nachwuchs dazu (ein Kind genügt schon und die bisherige "günstige" PKV wird urplötzlich teurer als die GKV, da ja bei der GKV es die kostenlose Familienversicherung für den Nachwuchs gibt - bei zwei und mehr Kindern wird die PKV dann unbezahlbar :-(

Weiterhin ist ein Übergang im Alter in die PKV unbezahlbar, da ja der Beitrag nach dem Eintrittsalter festgelegt wird.

Nachteil wiederum für die in jungen Jahren in die PKV gewechselten: ab dem 55. Lebensjahr gibt es kein zurück mehr in die günstige GKV :-((
usw. usw.

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Kommentar von Apolon
01.06.2016, 00:26

 Der Leistungsanspruch in der PKV ermittelt sich aus dem Alter, Geschlecht und dem Gesundheitsrisiko des Versicherten.

Falsch - was hat der Leistungsanspruch mit dem Alter, Geschlecht oder Gesundheitsrisiko zu tun ?

 Leistungsanspruch der GKV richtet sich nach dem Bedarf und Einkommen der Versicherten und nicht nach dem persönlichen Risikoumständen.

Falsch - dito wie oben !

 Der Beitrag der PKV setzt sich ausschließlich aus den gewählten Leistungen zusammen.

Falsch, die Berechnung des Beitrages wird berücksichtigt aus dem Alter der Person, dem Gesundheitszustandes und den gewählten Tarifen

 Der Beitrag in der GKV wird prozentual auf das Bruttoeinkommen des Versicherten berechnet.

Auch dies ist falsch, da die Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt werden muss.

 Die PKV wählt sich Ihre Mitglieder aus und kann "ungesunde" Antragsteller ablehnen.

Falsch - die PKV kann nur Personen versichern, die keine GKV-pflichtige Tätigkeit haben.

 Die GKV ist verpflichtet jedem Antragssteller Versicherungsschutz zu gewähren.

Auch falsch: die GKV versichert z.B. keine Personen die zuvor in einer PKV versichert waren und in die GKV wechseln möchten ohne eine GKV-Pflichtige Tätigkeit zu haben.

 Die Rechnung wird direkt an den Privatpatienten übermittelt. Die Erstattungskosten werden erst nachträglich von der PKV beglichen

Falsch: der PKV-Versicherte muss keine Rechnung bei der PKV einreichen. Wenn er es nicht tut, bekommt er sogar eine Beitragsrückerstattung.

Mit anderen Worten, ein User der die tatsächlichen Unterschiede zwischen PKV und GKV nicht kennt, wollte hier nur unsinnige Kommentare zum besten geben.

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