Unterschied Prokurist und Handlungsbevollmächtigter

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Handlungsvollmacht:

  • Generalvollmacht

  • Artvollmacht

  • Speziaivollmacht

Grundsätzlich berechtigt die Handlungsvollmacht nur zu Geschäften und Handlungen im Rahmen eines bestimmten Handelsgewerbes. Beispiel: Der Handlungsbevollmächtigte einer Maschinenfabrik kann nicht Textilien oder Bauholz kaufen bzw. verkaufen.

Prokura:

Die Prokura ist die umfangreichste Vollmacht. Sie ermächtigt den Prokuristen, alle gewöhnlichen und außergewöhnlichen Geschäfte und Rechtshandlungen zu tätigen, die der Betrieb irgendeines Handelsgeschäftes mit sich bringt. Das heißt, ein Prokurist kann Waren und Wertpapiere kaufen und verkaufen, Angestellte und Arbeiter einstellen und Dienstverträge auflösen, Kredite aufnehmen, das Unternehmen bei Gericht vertreten etc.

  • Gesamtprokura

  • Gemischte Prokura

Handlungsvollmacht (Unterschrift: i. V. = in Vertretung) ist auf eine bestimmte Aufgabe in der Organisation beschränkt, z. Einkauf darf Beschaffungen tätigen bis zu einem (intern) festgelegten Volumen, Finanzchef darf Überweisungen unterschreiben (Höhe ist meist begrenzt), darf alle damit verbundenen Rechtsgeschäfte abwickeln. Hat im Außenverhältnis definierte = begrenzte Berechtigungen. Prokura (Unterschrift: ppa)ist eine umfassende Bevollmächtigung, die im außerverhältnis nicht eingeschränkt werden kann. Nur 2 Dinge darf der Prokurist nicht: Firma auflösen, Grundstücksgeschäfte. Im Innenverhältnis kann die Prokura natürlich begrenzt sein. Überschreitet der Prokurist diese Grenzen, so sind die entsprechenden Rechtsgeschäfte nach außen hin trotzdem gültig, im Innenverhältnis kann er rechtlich belangt werden.

Was möchtest Du wissen?