Unterschied Maschinengewehr - Maschinenpistole?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Den Vorrednern ist im Prinzip nichts hinzuzufügen, aber ich versuche es mal etwas deutlicher erklärt zusammenzufassen:

1. Die Munition ist ein großer Unterschied.
Der Begriff Maschinen"PISTOLE" kommt nicht nur von der Handlichkeit, sondern auch davon, dass Maschinenpistolen meistens Pistolenmunition verschießen. Also z.b. 9mm, .45 oder dergleiche Kaliber. Das ist ein signifikanter Unterschied im Vergleich zu typischer (Maschinen)gewehrmunition wie 12,7 x 99mm oder 7,62 x 51mm. So können typische Pistolenkaliber beispielsweise heutige Schutzwesten nicht durchschlagen, während (Maschinen)gewehrmunition dies sogar bei Schutzklasse 4 Westen oft kann.

2. Die Mobilität
Wie die Vorredner schon sagten, auch wenn man ein Maschinengwehr durchaus aus der Hüfte im Laufen benutzen kann, damit im Stehen anzulegen ist ziemlich schwer, ob des großen Gewichts. Daher sind Maschinengewehre für den stationären Einsatz gedacht, während es bei Maschinenpistolen auf eine hohe Kadenz bei kompaktem Waffendesign ankommt, um im Nahkampf effektiver wirken zu können, als mit einer Pistole.

3. Die Kadenz
Ein weiterer Unterschied ist meistens die Kadenz. Bei Maschinenpistolen kommt es darauf an, eine hohe Kadenz (Feuerrate) zu erreichen, um im chaotischen Nahkampf möglichst schnell möglichst viele Geschosse "in Richtung Gegner zu schleudern". Bei Maschinengewehren, die ja primär stationär benutzt werden, reicht meistens eine Salve, um den sorgfältig ins Visier genommenen Gegner auszuschalten. Somit wird keine allzu hohe Kadenz benötigt. Zudem ist für das Unterdrücken eines Gegners eine langsamere Kadenz von Vorteil, weil so Munition gespart aber derselbe Effekt erzielt wird.

4. Die Zielbekämpfungsreichweite
Maschinengewehre sind für mittlere und weite Entfernungen gedacht und auf diese Entfernungen mit ihrem Zwebein auch recht zielgenau. Anders Maschinenpistolen: Durch den Verschuss von Pistolenkaliber, Dauerfeuer und den sehr kurzen Lauf, sind sie ähnliche wie Pistolen ab 50-100m relativ ungenau und daher nur auf kurze Entfernungen wirklich effektiv.

MikeyShu85 28.11.2016, 19:30

Jetzt erst gesehen: Ich entschuldige mich für die nervigen Ausdrucks- und Rechtschreibfehler. :-) War beim Tippen schon recht müde.
Und danke für die Hilfreichste Antwort! :-)

1

Bei einer Maschinenpistole wird die Munition verwendet wie man sie bei normalen Pistolen verwendet. Also eine Maschinenpistole ist ein größere Pistole die nur automatisch schießt. Ein Maschinengewehr verschießt etwas größere Munition die NICHT in Pistolen verwendet wird

Fragentierchen 05.12.2016, 01:01

So gut wie alle Maschinenpistolen haben neben dem automatischen Feuer auch Einzelschuss.

Es gibt MGs, die Pistolen Munition verschießen wie die Villa Perosa an italienischen Flugzeugen.

0

Der unterschied ist eig. ganz einfach: eine Maschinenpistole hat meistens eine höhere Feuerrate, ist kürzer, benutzt kleinere Kaliber und ist somit für den Nahkampf zu gebrauchen, wie z.B bei spezialeinheiten der Polizei. Maschinengewehre kann man aber in versch. Gruppen unterteilen: LSW' s, das sind leichte MG's, meist sind es einfach nur Sturmgewehre mit einem Trommelmagazin, es gibt aber auch "normale" lsw's, wie z.B. das m249. Diese sind für kämpfe bis max. 350 m. ausgelegt und verwenden das Kaliber 5.56mm. Dan gibt es noch Stationäre Maschinengewehre mit größeren kalibern (7.62mm) wie z.B. das m60. Sie sind dafür da, um ziele von Panzern oder Helicoptern aus zu vernichten. Und zu guter letzt gibt es noch schwere MG's zur bekämpfung von Fahrzeugen, diese verwenden meist .50 BMG oder größer. (Browning M2, GAU 8, ...)
Meist ist es so: desto größer das kaliber, desto niedriger die Feuerrate. Oft werden Sturmgewehre fälschlicher weise auch als mg' s bezeichnet, aber das ist eine andere Geschichte.

prazisionsvogel 27.11.2016, 08:46

Eins habe ich noch vergessen, nämlich das mg' s meist die eine munitionskette als munitionszufuhr nutzen, mp's ein Magazin. In eine kette passen oft 100 und mehr patronen, in ein mp- stangenmagazin nur 20-35 schuss.

0
PatrickLassan 29.11.2016, 14:45
@prazisionsvogel

nämlich das mg' s meist die eine munitionskette als munitionszufuhr nutzen

Was du meinst, nennt sich Gurt und nicht Kette.

0
prazisionsvogel 30.11.2016, 16:37

Ist das schlimm? Ich hätte auch sagen können: "Flexibles mit Gewehrpatronen bestücktes Band" 😒

0
Fragentierchen 05.12.2016, 00:58

Das mit den schweren MGs stimmt so nicht. Denn schwere MGs erkennt man nicht an dem Kaliber, sondern einfach daran, dass sie an einem Fahrzeug befestigt werden oder sich auf einer Lafette befinden.

Leichte MGs hingegen, können von einer einzigen Person transportiert und in vollem Umfang genutzt werden.

Das Kaliber hat da nichts zu melden. Eine 9mm Villa Perosa an einem Doppeldecker ist ein schweres MG, weil es an einem Flugzeug befestigt ist.

Die amerikanische LSW ist eine Rolle und keine technische Gruppe.

Ein Sturmgewehr mit einem Trommelmagazin ist immer noch ein Sturmgewehr, erst das Zweibein und die Einteilung machen es zu einem Maschinengewehr. Die Kapazität hat da nicht zu melden, ein M249 mit eingesetztem STANG Magazin Adapter wird ja auch kein Sturmgewehr.

Sturmgewehre, die sich sowohl von einem Man benutzen als auch in Lafetten spannen lassen, nennt man Universal MGs. ZB. Mg42 & M60.

0
prazisionsvogel 06.12.2016, 04:57

LSW steht für "light support weapon", zu deutsch etwa "leichte Unterstützungswaffe". Das ist definitiv eine "teschnische" Gruppe. Und jetzt erzähl mir nix von wegen eine mp5a3 mit Trommelmagazin und zweibein ein MG^^ Und warum sollte man ein Stanag-Magazinadapter an ein m249 machen? Ich glaub da hat das Militär was vertauscht :D Muss man es denn so genau nehmen? Ich füge hinzu MG' s werden "meistens" mit offener Visierung verwendet, z.B: Kimme & Korn.

0

Ein Maschinengewehr verwendet Gewehrkugeln, ein Zweibein und schießt vollautomatisch.

Eine Maschinenpistole verwendet Pistolenkugeln und kann voll automatisch schießen.

Was möchtest Du wissen?