Unterschied kapitalistisch und sozialistisch?

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5 Antworten

Der wesentliche Unterschied zwischen der sozialistischen Marktwirtschaft und der kapitalistischen Marktwirtschaft liegt darin, dass die sozialistische Marktwirtschaft mit dem sozialistischen System verbunden ist - dieses sieht wiederum vor, Privateigentum an wichtigen Produktionsmitteln zu verstaatlichen. Der Kapitalismus ist kein System, sondern eine Wirtschaftsform, in der die Produktionsmittel Privateigentum sind und in der die Wirtschaft vor allem durch die Mechanismen des Marktes gesteuert wird.

Im Sozialismus herrscht im Übrigen Zentralverwaltungswirtschaft. https://de.wikipedia.org/wiki/Zentralverwaltungswirtschaft

Frage: Gibt es sowas überhaupt irgendwo? Ich kenne keinen sozialistischen Staat, oder soll China gemeint sein? Die haben einen zentralen von der Partei vorgegebenen Plan, etwas mehr als die in Brüssel. Aber es gibt längst Privateigentum an Produktionsmitteln. Also sozialistisch??? Vietnam? Ähnlich. Nordkorea will ja wohl niemand als sozialistisch bezeichnen. Wäre noch Kuba, diese herabgewirtschaftete Insel, ein mehrheitlicher Agrarstaat ohne nennenswerte Industrie. Also ich sehe da eine Fehlanzeige.

Und was soll ein kapitalistischer Staat sein? USA? O.K. - die gehen durch, obwohl dort auch mehr und mehr reglementiert wird und zwischen Eigentum an Produktionsmitteln und Verfügung über Produktionsmittel die Kluft immer größer wird. England? Noch mehr reglementiert als USA. EURO-Land ist ein Mittelding zwischen zentraler Staatslenkung und stark reglementierter Marktwirtschaft - die Steuerzahler sind die ärmsten Säue, die müssen für alles zahlen, was Politik und Banken versaubeuteln.

Nochmal zum total unterschätzten Unterschied zwischen Eigentum und Verfügung. Wenn Du Eigentümer eines Hauses bist, bist Du rechtlich die Adresse für Steuerzahlungen und Verantwortlichkeit, alle staatlichen Vorschriften umzusetzen auf eigene Kosten. Es fehlt nur noch, dass man irgendeine neugegründete städtische Behörde anfragen muss, wann man den Fußabtreter umdrehen darf. Ich habe etliche Bekannte, die vermieten nicht mehr, weil die Mieter, erst recht wenn es klevere Miethaie sind, mehr Rechte haben als der Eigentümer. Der hat den Schaden, wenn sie endlich nach kostenpflichtiger Räumungsklage (kostenpflichtig für den Eigentümer) die Wohnung ruiniert haben. Und wenn die Stadt ohne Dich zu fragen und obwohl Du im Vorgarten Pflanzen und Bäume hast der Meinung ist, dass in der Straßenmitte noch Inseln mit Bäumen eingerichtet werden sollen, überwälzen sie die Kosten dafür auf die anliegenden Eigentümer. Das grenzt dann für manche an Enteignung, weil sie die Anteile nicht bezahlen können. Du löhnst als Eigentümer und die Stadt verfügt, das ist der Unterschied.

Kommentar von berkersheim
24.11.2015, 11:08

Apropos EUROPA und sozialistisch. Man lese das:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/11/24/sparkassen-warnen-angriff-auf-den-schutz-der-sparer-geplant/

Dazu kommt die angestrebte Verallgemeinerung der Arbeitslosenkosten. Wer in Deutschland wird überhaupt noch gefragt, ob man so mit seinem Geld umgehen darf? Kapitalistisch - im Interesse des internationalen Industrie- und Finanzkapitals ja - aber nicht im Interesse der gesamten mittelständischen Wirtschaft, die aber in Deutschland größter Arbeitgeber sind. Es wird Zeit, aus den eingefahrenen Rechts- Linksschablonen zu kommen und etwas mehr Realitätsnähe zu bekommen. Zugegeben, das wäre das Ende des Denkens in Schwarz-Weiß-Schablonen. Die sind ja so bequem.

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In sozialistischen Staaten wird das Privateigentum in öffentliches Eigentum umgewandelt (nur zum teil. So etwas wie anziehsachen sind natürlich trotzdem privat). Und alle leben gut. Dazu ist Kapitalismus die gegenständigen Form. Dort gibt es Leute die alles haben und Leute die nichts haben. Jeder baut auf seinem eigenen mist und manche leben gut und der ganze riesige Rest lebt schlecht...Sozialismus ist um längen besser und fortschrittlicher

Kommentar von Dryadravisher
23.11.2015, 21:06

Ja, deshalb wollen die Menschen aus kapitalistischen Ländern in sozialistische Länder fliehen. Deshalb musste die sozialistische DDR auch eine Mauer bauen, um die ganzen Bürger der BRD davon abzuhalten, in die DDR zu fliehen. Oder war es andersrum?

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Kommentar von kilometercitro
23.11.2015, 21:17

nein es war weder so noch so. dieser fluchtfluß wurde im nachhinein in die Welt gesetzt. kein Zeitzeuge kann das unterstützen diese Aussage. und falls du dich jetzt auf die Zeit beziehst als die Mauer zum fallen kam...zum Fall der Mauer gingen zehntausende auf die Straße...das ist das was uns gesagt wird...und das kann natürlich auch stimmen aber man sollte auch ein bisschen mitdenken können. in einem Land in dem 16 mio Menschen gelebt haben sind zehntausende echt nicht viel!!!! @Dryadrvisher: du bist eines der lebendigen Beispiele worauf sich der Kapitalismus stützt. Hetzen gegen andere Regierungsformen! Alles was den Leuten an der spitze nicht passt wird grundlos und vor allem mit falschen zahlen oder ganz und gar ohne beweise schlecht gemacht! Traurig sowas ehrlich! Sehr, sehr traurig, dass es immernoch genug Leute wie dich gibt die es einfach nicht rallen

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Kommentar von kilometercitro
23.11.2015, 23:45

das ist der größte Schwachsinn den ich jemals gelesen habe....und ich habe mir schon so einige reden con gauk durchgelesen. Ein leuchtendes Vorbild für den Einsatz von Freiheit, Wohlstand und Menschlichkeit? Ich bitte dich. "niemand kann Frei sein, wenn es nicht alle sind". Das hat uns schon Erich Mühsam erklärt. Aber im Kapitalismus ist man nicht Frei! Ist es Frei für dich unter der Brücke schlafen zu müssen, weil irgendwo ein Big Player nicht mehr die Lust hatte von seinen Millionen Euro mal ein paar abzugeben? Ist es ein Vorbild in andere Länder einzumarschieren nur weil deren Ideologien nicht den eigenen entsprechen? Dann sind die Millionen Leute, die durch kriege von Deutschland, Amerika, Japan, Italien, Spanien etc. gestorben sind der "Einsatz für Freiheit"? Und das Kapitalismus nicht auf Wohlstand der Allgemeinheit sondern von einiger weniger beruht lässt du auch vollkommen außer acht! Und Menschlichkeit ist im Kapitalismus auch fern! Karl Marx prägte den Satz: Das Gesellschaftliche sein bestimmt das Bewusstsein". Man kann auch tagtäglich sehen, dass das so ist. Aber wo bleibt die Menschlichkeit im Kapitalismus, wenn das Gesellschaftliche sein darauf beruht, dass nicht die Arbeit das Geld sondern das Geld das Geld macht? Wo bleibt die menschlichkeit, wenn man lügen in die Welt setzt um in anderen Ländern durch Krieg an Öl und somit wieder an Geld zu kommen? Und es ist mehr als nur dreist dann soziale oder auch einfach fremde system mit dem Begriff der Menschenverachtung abzutun und dagegen zu hetzen obwohl man noch nicht mal seinen eigenen Ar*** abgewischt hat!

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Kommentar von kilometercitro
24.11.2015, 20:35

...ich warte noch auf deine ersten Argumente da du es ja immer noch nicht Geschafft hast auch nur ein Argument anzuführen. Außerdem hast du den Wink mit dem Zaunpfahl nicht wirklich begriffen. Wenn das system darauf basiert anderen etwas wegzunehmen um Wohlstand zu erreichen, dann nimmt uns das system damit die moral und das Bewusstsein der Menschen ist so modifiziert, dass man nicht solidarisch hilft sondern stattdessen noch einmal nachtritt um eigenen nutzen zu gewinnen. diese Modifizierung und Beeinflussung ist eine verletzung des menschlichen geistes und sollte abgestellt werden

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Im Kapitalismus gehören die Produktionsmittel (Unternehmen) Privatleuten, im Sozialismus dem Staat.

Kommentar von kilometercitro
23.11.2015, 21:20

und was hast du da noch vergessen? ach ja im Sozialismus gibt es auch noch eine andere wortschaftspolitik! während der Kapitalismus sich auf eine freie Wirtschaft beruft wird im Sozialismus eine Planwirtschaft vollzogen.

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Kommentar von kilometercitro
23.11.2015, 23:54

na dann ist laut deiner Definition Deutschland ja ein teilsozialistischer Staat, weil der Staat ja auch verschiedene Unternehmen besitzt. Da merkst du jetzt selbst das da was nicht passt oder? Du kannst die Definition für Sozialismus nicht so extrem einschränken. Wir reden hier immerhin über Politik und die Geschichte der Politik hat uns oft genug gezeigt, dass nichts so wirklich ist wie es scheint und es immer tausende von Ausnahmen gibt.

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Kommentar von kilometercitro
24.11.2015, 21:12

Die allgemeinisierung! Du kannst das nicht alles über einen kamm scheren. Politik ist verzwickt und da kommst du daher und schreibst als gäbe es keine Ausnahmen und keine Besonderheiten!

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Ein kapitalistischer Staat reproduziert die Produktionsverhältnisse einer Wirtschaftsform, welche durch Privateigentum, Lohnarbeit und Akkumulation von Kapital gekennzeichnet ist. Ein sozialistischer Staat strebt danach, den Kapitalismus und damit einhergehend Klassen und Eigentum vollständig aufzuheben, um letztendlich in eine Gesellschaft ohne Staat, in welcher die freie Assoziation der Produzenten verwirklicht ist, zu münden.

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