1 Antwort

Jedes einzelne Maß hat eine Freimaßtoleranz. (lt. dieser Aufgabe nach DIN 2768 m, wobei m für mittel steht.)

Am besten du guckst in dein Tabellenbuch bei Toleranzen. Da muss es auch eine mit Toleranzwerten nach DIN 2768 geben. Guck in die Reihe mittel.

Für jedes der angetragenen Maße gilt eine bestimmter Toleranzwert. Soweit ich es auswendig kann zum Beispiel für Maß 17,5mm  +-0,2. Demnach darf das maß zwischen 17,3 und 17,7 liegen.

Für das Maß 50mm glaub ich, liegt es schon bei +-0,3.
Damit liegt das zulässige Maß zwischen 49,7 und 50,3mm. Das ist ein Toleranzbereich von 0,6mm (0,3 in die eine und 0,3 in die andere Richtung).

Bei der linken Zeichnung addieren sich aber die Toleranzen. Jedes der Maße hat einen +-Wert. 

Um die maximale Toleranz der Gesamtbreite zu ermitteln, musst du die Plus-Toleranzen jedes einzelnen Maßes und die Maße selbst zusammenrechnen - das ergibt den Größtwert.

Um die minimale Toleranz der Gesamtbreite zu ermitteln, musst du die Minus-Toleranzen jedes einzelnen Maßes und die Maße selbst zusammenrechnen - das ergibt den Kleinstwert.

 Damit ergibt sich dann die Gesamttoleranz der gesamten Breite.

Zum Spaß:
17,5 +0,2  + 15+0,2 + 17,5 +0,2 = 50,6 Größtmaß.
17,5 -0,2 + 15-0,2 + 17,5-0,2 = 49,4 Kleinstmaß

Die Toleranz beträgt also für das Gesamtmaß 50 +-0,6 !!

So eine Kettenbemaßung wie in Bild 1 ergibt demnach auch summierte Toleranzen, was sehr unschön sein kann. In diesem Fall ist der Toleranzbereich schon innerhalb von 1,2mm!!

Deshalb ist die zweite Bemaßung günstiger, denn die Gesamttoleranz beträgt nur 50+-0,3, also wie schon oben angegeben zwischen 49,7 und 50,3mm. Der Toleranzbereich liegt also nur bei 0,6mm. Ist somit genauer und sicherer.

Frage soweit beantwortet? War ich verständlich?

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Kommentar von xilence123
09.02.2016, 13:39

wow vielen vielen dank, sehr gut erklärt (:

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