Unterschied bei posttraumatische belastungsstörung und depression?

6 Antworten

Hallo miri, eine PTBS lässt sich ganz klar abgrenzen von einer Depression, also rein von der Krankheit her, nicht beim diagnostizieren, nicht verwechseln. Wie herby schon sagte entwickelt sich häufig durch die PTBS eine Depression, daher lässt sich dies von Ärzten schwerer eingrenzen.
Wobei ich ihm hier in 1-2 Dingen widersprechen muss, eine posttraumatische muss sich nicht zwingend durch einen Vorfall entwickeln, auch durch einen andauernden extrem Zustand kann es hervorgerufen werden (vielleicht meintest du es auch eher so), z.B. Krieg, Misshandlung.
Wenn ich mich Recht erinnere gab es auch noch eine Art Unterart im Trauma-Bereich, aber ich kann mich beim besten Willen nicht mehr genau daran erinnern.
Bei einer PTBS kann durchaus vorher schon eine psychische Störung bestehen, diese kann die Ausbildung einer PTBS sogar noch fördern.
So selten sind Selbstmordgedanken im reinen Krankheitsbild ebenfalls nicht.


Also kommen wir nun gezielt auf die Frage:
Bei PTBS treten häufig sogenannte Flashbacks auf, Erinnerungen die wie vor deinem Auge erneut ablaufen (oft in Stücken), außerdem dreht sich oft alles um ein Ereignis oder eine bestimme lange zermürbende Erfahrung.
Die Erinnerung an die Betreffenden Vorkommnisse werden nicht selten verdrängt oder vergessen und auch eine Spaltung in Wahrnehmung und Gedächtnis, also z.B. Phantomschmerzen oder Angst aus einem selbst unerfindlichen Gründen bei bestimmten Tätigkeiten ist nicht selten.
Hierzu kann ich den Film Home of the Brave sehr empfehlen.

Eine Depression besteht mehr aus einem Gefühl der Leere, man fühlt weniger und ist im Gegensatz zu PTBS normal nicht aggressiver, außerdem gibt es keinen Kontrollverlust des eigenen Handelns, im Sinne psychotischer Symptome.
Es stellt sich ein Mangel von Perspektive ein und man weiß nicht mehr so wirklich wofür man überhaupt aufstehen soll.
Trauer und Niedergeschlagenheit kommen oben drauf.
Guck dir am besten mal auf Youtube das Video *Depression* von Phillip Schmölz an, dort hast du einen guten Einblick zu einigen der Symptome.

Wie man herausfindet ob ein Patient an beiden Krankheiten leidet, auf dem ganz normalen Wege mit einer Differentialdiagnose würde ich sagen.
Ich habe es mal kurz gehalten, damit du nicht so leicht den Überblick verlierst.

Gruß Kuro


Eine mögliche Unterart ist die Posttraumatische Verbitterungsstörung. Symptome ähnlich einer PTBS, jedoch ein zentraler Aspekt ist die Verbitterung (im Zuge des Traumas aufgrund gewisser (traumatischer) Aktionen entstanden). Im Allgemeinen eine PTBS+der Wunsch nach Rache an den Schuldigen/Tätern ((nachvollziehbare) Fremdgefährdung).

Klassisches Beispiel: Lebensgefährte misshandelt Kind und Mutter schaut zu/tut nichts. Neben den Merkmalen einer PTBS ebenfalls der Wunsch nach Rache an dem Lebensgefährten und Vergeltung gegenüber der Mutter (Verbitterung besonders stark aufgrund der Untätigkeit der Mutter; Verbitterung entstanden aufgrund der Hilflosigkeit und gezielten Schädigung durch andere (eigentlich nahestende Familienmitglieder mit Schutzfunktion)).

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Finde es von einigen hier nicht in Ordnung auf Google, oder Wiki zu verweisen, denn das gilt für absolut alle Fragen und würde diese Seite und eure Antworten überflüssig machen.
Alles kann ich selbst nachforschen, aber Wiki und Google geben nicht immer die richtigen Antworten. Einen Wiki Eintrag kann jeder schreiben und in Google wird alles mögliche angezeigt und hier gibt es zu speziellen Bereichen Experten welche in den Bereich vielleicht auch beruflich arbeiten und daher ebenfalls sehr gute Antwort geben können.


Frage:
Bei einer PTBS gab es ein auslösendes Ereignis, davor kann der Mensch vollkommen normal gewesen sein, er hatte die beste Erziehung, die beste Bildung usw. und ein Auslöser hat das Drama verursacht.
Das herauszufiltern ist für Therapeuten sehr sehr schwer, aus dem Grund wird auch häufig eine falsche Diagnose wie z.B. Angststörung, oder Depression gestellt. Weiteres Merkmal sind bewusste und unbewusste Flashbacks und Selbstmordgedanken sind sehr sehr selten. Meistens entsteht aufgrund der PTBS eine Depression und dann Selbstmordgedanken. Die PTBS kann sobald man das Ereignis kennt sehr gezielt behandelt werden. Bekanntes Beispiel sind Soldaten.

Bei einer Depression gibt es häufig keinen speziellen Auslöser sondern es gibt viele Faktoren was bis zur Kindheit zurückgehen kann (das fehlt bei einer PTBS komplett, es darf keine psychische Störung vor dem Vorfall stattgefunden haben). Auch sind Selbstmordgedanken bei einer Depression sehr häufig.

Zusammendfassend kann man sagen das eine PTBS einen Auslöser benötigt, den benötigt eine Depression nicht denn dort ist der eigentliche Auslöser meistens eine erhöhte Stressreaktion aufgrund unverarbeiteter teilweise länger zurückliegenden Faktoren.


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Auf der anderen Seite fühle ich mich so leistungs- und lebensunfähig. Ich kann das gar nicht so beschreiben, aber ich habe einfach das Gefühl nichts auf die Reihe zu bekommen.

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