Unterschied Amd Inte Leistungl?

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7 Antworten

Weil es einen ganz entscheidenden Faktor neben diesen gibt: Die Architektur. 

Die Architektur entscheidet nämlich über die Leistung pro MHz. Und Architekturen bringt Intel fast jährlich neue auf den Markt. 

AMD hingegen hat schon lange nichts neues mehr rausgebracht. Stattdessen versuchen sie sich mit Octa-Cores über Wasser zu halten. 

Und der Grund, warum Intel 4-Kerner in Games besser abschneiden als AMD 8-Kerner, hat dann nochmal einen anderen Grund. Und zwar liegt das unter anderem daran, dass die meisten Spiele maximal mit 4 Kernen arbeiten können. Die Gesamtleistung eines AMD 8-Kerners ist dann also quasi halbiert. Dort entscheidet dann also die Single Core Leistung, wo Intel mit ihren neuen Architekturen natürlich ordentlich punktet!

Das hat zwei hauptsächliche Gründe :

 1. ) AMD ist im Vergleich zu Intel ein ( sehr ) kleines Unternehmen und deswegen kann AMD nicht wie Intel viele Entwicklungsschienen / Produktentwicklungen parallel fahren. Intel kann / konnte es sich in der Vergangenheit sogar leisten, komplette Entwicklungsstränge von Prozessoren komplett in den Sand zu setzen und sang und klanglos verschwinden zu lassen ( z.B. "Pentium Pro" , Pentium IV , "Itanium" etc. ). Das würde AMD nahe des Konkurses bringen. Man muss sich hier daher auf die Essenz wirklich marktfähiger Produkte mit Aussicht auf Umsatz beschränken. Deshalb kann der "Kleine" nicht so schnell wie der "Grosse" neue Produkte auf den Markt werfen.

 2. ) Aus o.g. Gründen und wegen langjährigen Vorlaufes der Entwicklung einer neuen CPU ( das muss ja erst mal irgendwie vorfinanziert werden ) wollte AMD nach Ausreizung der "K10-Technologie" des Athlon II und Phenom II ursprünglich wegen geringer Marktanteile und hoher Entwicklungskosten das Desktop-Segment hinsichtlich neuer CPUs aufgeben und sich diesbezüglich vor allem den Anforderungen für Server und Workstations mit Angeboten günstiger Prozessoren widmen. Die Opterons der "Istanbul" und "Shanghei" Reihen ( analog : Phenom I + II ) sollten durch "Zambezi" ( am Desktop als " Bulldozer FX " bekannt ) ersetzt werden.

Und hier liegt auch die Crux, denn "Zambezi" sollte mit ledglich etwa 5-10 % mehr Transistoren als der Vorgänger vor allem die ( für Server wichtige ) Integerleistung und Multithreading-Fähigkeiten zu nur geringen Mehrkosten für AMD wie auch die Kunden bei verbesserter Effizienz bringen. Für diesen Markt gelang AMD dieser Sprung im Vergleich zu seinen Vorgängerprodukten auch.

Am Desktop-Markt gelang dieser "Sprung" leider nicht mehr, weil schon der Phenom II zu spät auf den Markt kam und nicht mehr ( wie geplant ) gegen Intels Core 2-Technologie antrat, sondern es hier schon mit dem Nachfolger "Core i" zu tun bekam. ( für Desktop-Erfordernisse deutlich effizienter und insbesondere in der FPU-Leistung pro Mhz etwa 20-25 % besser )

"Zambezi" wurde wie gesagt für eine andere Zielgruppe entwickelt, wurde aber aus wirtschaftlichen Gründen doch in leicht modifizierter Form als "Bulldozer FX" und später in weiterer Überarbeitung "Piledriver FX" ( mit etwa 10 - 15 % höherer Anwendungsleistung pro Mhz ) auch für Desktops angeboten. Für das schnellebige Desktop-Segment war diese Technik im Vergleich zu Intels folgender "Sandy Bridge" ( Core i - 2000 ) und "Ivy-Bridge"  ( Core i - 3000 ) bereits stark veraltet und ineffizient im direkten Vergleich geworden. Hier ging der Marktabsatz daher nur noch über den Preis. Ein Vorteil dieser AMD-Prozessoren war bis da hin noch die zeitgemässe und in allen Klassen umfangreiche Befehlssatz-Struktur.

Im "High-End" von AMD's Produkten war der "Piledriver FX" daher die letzte feilgebotene Ausbaustufe und man konzentrierte sich hier nur noch auf Kombiprozessoren ( APUs und SoCs ) mit integrierter Grafikeinheit und PCIe - Controller . ( bei den "SoC" sogar mit komplett integrierter Northbridge )

Bleiben wir mal bei den APUs, so folgten hier nach Bulldozer und Piledriver noch die beiden technischen Weiterentwicklungen "Steamroller" und zu letzt "Excavator". Gegenüber "Bulldozer" konnte man die mittlere Anwendungsleistung mit "Excvator" pro Modul & Mhz für die Bedürfnisse am Desktop doch noch um beachtliche 40-50% steigern.

Ursprünglich wollte AMD damit auch in diesem Segment nicht mehr weiter machen für den Desktop, aber alle Anzeichen verdichten sich dahingehend, dass "ZEN" ( vermutlich auch schon seit Jahren in der Vorentwicklung ) nun doch gegen Ende 2016 / Anfang 2017 kommen wird. 

Das kann zwei denkbaren Gründen geschuldet sein :

- Intel hat die x86 - Mikroarchitektur in seiner Produktreihe schon sehr weit bzgl. Effizienz und Pro-Mhz Leistung ausgereizt. Viel mehr wird nicht drin sein an grundlegenden Optimierungen dieser Prozessortechnologie.

 - Mittlerweile stagnieren z.B. in Spielen aber auch die Anforderungen an die CPU pro Kern und Mhz. Hier geht es seit längerem schon mehr oder weniger nur noch über die Leistung der Grafikkarten, welche in sich auch immer komplexer und flexibler programmierbar werden. ( und da ist AMD ja nach dem Kauf von ATI gut aufgestellt 

Ergo bleibt im Spielesektor jetzt erst einmal abzuwarten, welche Technologieplattform die kommende Generation der Spielekonsolen mit sich bringen wird und wie die Spieleprogrammierer sie nutzen .

Was ausschlaggebend für die Leisutng eines Prozessors ist, ist die Architektur. Diese bestimmt, wieviel Leistung pro GHz möglich ist, GHz allein sagt rein garnichts über die Leistung aus.

Die Architektur von AMD Prozessoren sind sehr alt, Intel dagegen entwickelt seine fast jedes Jahr weiter. Darum ist die Leistung pro Ghz bei AMD Prozessoren so schlecht. Zusätzlich kommt bei aktuellen AMD Prozessoren noch hinzu, dass2 Kerne zusammengeschaltet sind da sie sich einen Zwichenspeicher teilen. Das hat zur Folge, dass sich beide Kerne absprechen müssen, was wiederum zu einem Leistungsverlust führt.

Die andere Seite der Medallie ist die Softwareunterstützung. Spiele z.B. können aktuell meist nur einen Prozessorkern wirklich gut beanspruchen, da die oft verwendede und veraltete Directx11 Schnittstelle den Spielen vorgibt, dass nur ein Prozessorkern mit der Grafikkarte kommunizieren kann. Alle anderen Kerne müssen praktisch hoffen, dass die Spieleentwickler alle weiteren Prozessolastigen Aufgaben so gut es geht auf möglichst viele Kerne zu verteilen, was eher selten der Fall ist. Meist werden nicht mehr als 4-6 Threads unterstützt (ein Prozessorkern = 1 Thread, außer es kann Hyperthreading, dann 1 Kern=2 Threads). Daher kann z.B. ein fx 8350 mit 8 "Krüppelkernen" einmal oft nicht die Gesamte Leistung im Spiel bringen, wiel eben nicht alle Kerne angesprochen werden können. Zusätzlich wie ebend gesagt kommt auch die schlechte Leistung pro Ghz hinzu.

In zukünftigen Spielen word sich das mit Dx12 etwas bessern, das Spiele damit alle Prozessorkerne gut ausnutzen können, wenns die Spieleentwickler nicht vermasseln das zu implementieren, falls das notwendig ist. Wer sich z.B. ein fx 8350 kauft welcher mehr Leistung hat als ein gewöhnlicher i5, wird zwar aktuell noch in den meisten Spielen weniger Leistung haben, was sich aber mit Dx12 ändern wird, was beide auf ein ähnliches lvl in Spielen heben sollte.

AMD hat keine echten 8 Kerne es sind 4 physikalische und 4 Virtuelle wie bei Intels Hyperthreading und Intel mehr Leistung pro GHz hat ist Intel auch schneller (sogar ein i3)

 - (Computer, PC, Prozessor)
DerLappen 17.08.2016, 16:27

Nicht ganz, AMD hat schon 8 physiche Kerne, davon sind aber 2 zu einem Modul zusammengeschaltet wobei sich 2 Kerne einen Zwochenspeicher teilen müssen, wass dann Leistung kostet.

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Parhalia 17.08.2016, 17:28
@DerLappen

Auch das ist noch nicht vollständig richtig. Technisch betrachtet hat jedes "Modul" vom Frontend bis zum Backend nur eine einzige vollständige Piepeline. Lediglich das Subsystem für die Integer-Pipeline ist mit zwei eigenständigen Integer-Cores ausgestattet.

Zudem arbeiten L2 & L3 - Cache bei AMD nur mit einem Bruchteil der Kernfrequenz.

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Wenn du dir Umsatz und Gewinn von den beiden Firmen anschaust, dann siehst du, dass es AMD einfach an den Mitteln mangelt um mit Intel mithalten zu können. Es ist fast ein Wunder, dass AMD bei so einer großen Ungleichheit noch so lange auf dem Markt ist!

Ich versuche das jetzt mal anschaulich zu erklären. 

AMD: setzt auf hochfrequente rechenmodule hat jedoch meist keinen großartigen Cache.. 

Intel setzt auf langsamere aber kräftigere und cpu durch besseren cache.

Also du kannst es dir so vorstellen. Wenn AMD und Intel je einen Bagger bauen würden und beide bei einem Wettkampf einen Kubikmeter Erde bewegen sollen von a nach B. Dann wird amd's Bagger sich extrem schnell und wendig hin und her drehen können, kann aber nur eine handvoll pro Hub mitnehmen, wohingegen der Intel Bagger eine halbe Schubkarre voll nehmen kann, jedoch auch langsamer ist. 

Letztendlich hat jeder hersteller seinen Bereich gefunden..amd ist eher im rendering bei Grafikern gesehen und Intel bei gamern. So sollte es zumindest sein. 

Gruß! 

Nickname2013 17.08.2016, 17:01

Also der Vergleich wäre umgedreht passender, da AMD ja die höhere Rohleistung besitzt, diese aber nicht ausnutzen kann, zudem ist der Punkt mit dem Cache Quatsch.

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daubs 17.08.2016, 17:16
@Nickname2013

Hm, dann ist das wohl schon wieder veraltet, denn vor ein paar jahren war das mit dem Cache kein quatsch. 

Gruß! 

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AMD schummelt leicht bei den Kernen. In manchen Tests heißt es AMD hat nur halb so viele Kerne, aber sie geben die virtuellen immer direkt mit an. Sprich der FX 8350 mit 8x 4GHz hat eigentlich nur 4 Kerne und 4 Threads. 

Und in anderen Tests heißt es, die Taktung wird nur zu Hälfte pro Kern zur Verfügung gestellt.  

Bei Intel steckt einfach mehr Power dahinter. Am besten du erkundigst dich selbst auf YouTube und machst dir dein eigenes Bild. 

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